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Wanderung empfohlene Tour Wanderung  · Nationalpark Hainich

Betteleichenweg

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Nationalpark Hainich Verifizierter Partner 
  • Betteleiche
    Betteleiche
    Foto: Jens Fischer, CC BY, Nationalpark Hainich
Piktogramm Betteleichenweg

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    Der Betteleichenweg ist ein 12 km langer Rundwanderweg im Nationalpark Hainich.

    schwer
    Strecke 12 km
    3:05 h
    178 hm
    179 hm
    449 hm
    271 hm

    Die Betteleiche ist ein ganz besonderes Naturdenkmal und zugleich ein Symbol für die wechselvolle Geschichte des Hainich in der Mitte Deutschlands. Dieser Wanderweg führt vorbei an zahlreichen kulturhistorischen Highlights im Nationalpark, wie dem Ihlefelder Kreuz, der Eisernen Hand oder auch dem Ihlefeld. Im Frühling führt der Weg durch herrlich blühende Bärlauch- und Lerchenspornbestände.

    Autorentipp

    Die Schutzhütte Ihlefeld befindet sich auf der Hälfte des Weges. Sie ist ein herrlicher Ort, um mitgebrachte Speisen und Getränke zu verzehren.

    Schwierigkeit
    T1 schwer
    Gesamtschwierigkeit
    schwer

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt
    449 m
    Tiefster Punkt
    271 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez

    Wegearten

    Asphalt 11,74%Schotterweg 37,46%Naturweg 14,35%Pfad 36,44%
    Asphalt
    1,4 km
    Schotterweg
    4,5 km
    Naturweg
    1,7 km
    Pfad
    4,4 km
    Höhenprofil anzeigen

    Einkehrmöglichkeiten

    Waldgasthof "Hainich Haus"

    Weitere Infos und Links

    Betteleichenweg Nationalpark Hainich

    Wegbeschreibung

    Vom Obergut in den Buchenwald 

    In Kammerforst, erstmals im Jahre 860 erwähnt, drängen sich entlang der Straße zum Obergut Fachwerkhäuser eng aneinander. Im Obergut, einem Fachwerkbau aus dem 16. Jahrhundert, befindet sich eine der vier Nationalpark-Informationen mit der Ausstellung "Wald im Wandel", die unbedingt einen Besuch lohnt. Hier treffen Wanderer auch immer einen Ranger an, der auf alle Fragen rund um den Nationalpark eine Antwort weiß.

    Vom Obergut geht es bergauf die nächste Straße nach links und dann nach rechts auf die Reckenbühlstraße, die leicht bergauf an Streuobstwiesen vorbei bis zum Waldrand führt. Hier biegt der Weg nach links und verläuft entlang eines Lärchenwäldchens in den Bechstedter Grund, der seinen Namen nach der schon 1506 wüstgefallenen Dorfstelle Bechstedt östlich von Kammerforst hat.

    Der Wanderer folgt nun kurz dem Grund in den Wald hinein. Nach einigen hundert Metern windet sich der Weg nach links bergauf in den Nationalpark. Wieder langsam bergab führend, wechselt das Waldbild kaum merklich vom Buchenwald zum Schluchtwald, geprägt von Esche und Ahorn.

    Schluchtwälder sind bezeichnend für die vielen Trockentäler des Hainich, die nur wenige Tage im Jahr Wasser führen. In der Baumschicht haben Eschen und Ahorne die Buche abgelöst. Frühblüher bilden auf dem Talgrund farbenfrohe Teppiche - die Farbpalette reicht vom Weiß der Märzenbecher und Buschwindröschen über Rotviolett des Hohlen Lerchensporns und Blau der Leberblümchen bis zum Gelb von Scharbockskraut, Wald-Goldstern, Gelbem Windröschen und Hoher Schlüsselblume.

    Durch den Thamsbrücker Grund

    Entlang des Thamsbrücker Grundes sind Grenzsteine mit folgenden eingearbeiteten Buchstabenfolgen zu finden: THB für Thamsbrück, vH für "von Hopfgarten", die ehemaligen Besitzer des Ihlefeldes, und GF für Gemeinde Flarchheim. Nach rechts geht es nun über eine massive Holztreppe bergauf bis zum Breiten Weg (Teil des "Waagebalkenweges"). Hier biegt der Wanderer nach links und gelangt durch strukturreiche Laubwälder zur Betteleiche.

    BetteleicheUm die Betteleiche, die Hermann Gutbier schon 1894 beschreibt, rankt sich eine Sage: Früher legten Einheimische und Vorbeireisende Spenden und Bittzettel für die Mönche der Klause am Ihlefeld an dieser Eiche nieder. Um die Gaben vor dem Wetter zu schützen, schlugen die Mönche eine kastenförmige Aushöhlung in den Stamm des Baumes. Durch fortschreitende Verwitterung erhielt die Eiche langsam ihre Gestalt.

    An der Betteleiche öffnet sich der Blick auf extensiv genutzte Wiesen, verwilderte Obstbäume und bei genauerem Hinsehen auf überwachsene Siedlungsreste - auf die legendäre Wüstung Ihlefeld. 

    Ihlefeld

    Die Geschichte des Ihlefelds beginnt um 1110 - die Bruderschaft des Heiligen Antonius bekam ein Waldgebiet geschenkt, in dem Mönche die Klause "Eilfelden" errichteten. Bald spielte diese eine wichtige Rolle als "Walpert", als Wallfahrtsort. 1443 wurde die Klause vom St. Katharinen Kloster Eisenach erworben und vor allem als Wirtschaftshof genutzt. Reformation und Bauernkrieg beendeten dann das religiöse Leben im Hainich. Das Ihlefeld gelangte nun als Lehngut in den Besitz derer von Hopfgarten. 1964 wurden, aufgrund der Errichtung des Truppenübungsplatzes Weberstedt, die Gebäude des Ihlefeldes abgerissen. Auf dem Kellergewölbe eines ehemaligen Forsthauses entstand 1995 eine Schutzhütte, die heutige Schutzehütte Ihlefeld.

    Eiserne Hand

    Auf dem breiten Fahrweg geht es weiter vorbei am links im Wald liegenden Ihlefelder Kreuz, dem ältesten Flurdenkmal des Hainich, bis zur Kreuzung mit der "Eisernen Hand". Hier folgt der Wanderer vorerst dem Ringfinger Richtung Craula - Gotha (geradeaus).

    Die Eiserne Hand wird im Langensalzaer Amtsbuch schon 1554 erwähnt. Die eigenwillig gebogenen Finger des geschmiedeten Kunstwerkes weisen auf verschiedene Orte in und um den Hainich hin. Das Original der Eisernen Hand befindet sich in Mülverstedt. 

    Nach ungefähr 250 m biegt der Betteleichenweg nach links auf die Triftchaussee, von der man wiederum nach links auf die Wiederbewaldungsflächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes Weberstedt gelangt.

    Sukzession

    Sukzession bedeutet im Hainich Entwicklung zum Laubmischwald. Nach Ende der militärischen Nutzung und der Schafbeweidung kann man nun auf den ehemaligen Schießbahnen Sukzession vom dichtfilzigen Gräserstadium mit Disteln, Karden, Wegwarte und Johanniskraut am Wegesrand über das nach und nach dichter werdende Gebüschstadium aus Schlehen und Rosen bis zum Eschen-Jungwald beobachten.

    Bevor man den Wanderparkplatz "Am Zollgarten" erreicht, ist linkerhand ein artenreicher Waldrand ausgebildet. Vom Parkplatz kann man einen beeindruckenden Blick über das Thüringer Becken genießen.

    Eine gepflasterte Straße führt wieder zurück nach Kammerforst.

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    Video
    Wanderparkplatz Am Zollgarten
    Betteleiche
    Ihlefeld
    DJH Jugendherberge "Urwald-Life-Camp" Lauterbach / Thür.
    Waldgasthof "Hainich Haus"
    Nationalpark-Information im Obergut Kammerforst
    Wanderparkplatz Am Obergut in Kammerforst
    Wildkatzenkinderwald WiKaKiWa
    Nationalpark-Information und Umweltbildungsstation UBiS

    Öffentliche Verkehrsmittel

    mit Bahn und Bus erreichbar

    Die Bushaltestellen Kammerforst und Zollgarten sind mit dem NationalparkBus 154 Mühlhausen - Thiemsburg wochentags und an den Wochenenden erreichbar.  Unter der Woche handelt es sich um einen Rufbus! Bitte 2 Stunde vor Abfahrtzeit unter der Tel.: 03601/ 40865237 anmelden, täglich von 6-18 Uhr.  Gruppen-Anmeldungen sind bis freitags 12 Uhr möglich. 

    Anfahrt

    Wanderparkplatz Zollgarten oder 

    Nationalparkinformation Kammerforst

    Obergut Kammerforst

    Straße der Einheit

    99986 Kammerforst

    Parken

    Kostenlose Parkmöglichkeiten bestehen direkt vor der Nationalpark-Information und am Wanderparkplatz.

    Koordinaten

    DD
    51.107940, 10.433187
    GMS
    51°06'28.6"N 10°25'59.5"E
    UTM
    32U 600330 5662805
    w3w 
    ///pfau.elster.ausrief
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Kartenempfehlungen des Autors

    BiotopWanderkarte Nationalpark Hainich 1:25 000

    ISBN: 9783866369290

    für 5,95 Euro (zzgl. 1,60 Euro Porto) bestellbar bei:

    Welterberegion Wartburg Hainich e.V.Am Schloß 2

    99947 Weberstedt

    Tel.: 032022 980836

    E-Mail: info@welterbe-wartburg-hainich.de

    Katalog "Fachliteratur und Kartenmaterial" des Welterberegion Wartburg Hainich e.V.

    Buchtipps für die Region

    Mehr anzeigen

    Ausrüstung

    Das letzte Teilstück der Wanderung verläuft über ehemalige Schießbahnen des Truppenübungsplatzes Weberstedt. Hier durchwandern Sie Offenland. An besonders heißen Tagen im Sommer kann es ratsam sein, eine Kopfbedeckung zu tragen.


    Nutzerfragen


    04.02.2021
    Cornelia Otto-Albers
    Fragesteller
    Auf jeden Fall!

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    Schwierigkeit
    T1 schwer
    Gesamtschwierigkeit
    schwer

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    12 km
    Dauer
    3:05 h
    Aufstieg
    178 hm
    Abstieg
    179 hm
    Höchster Punkt
    449 m
    Tiefster Punkt
    271 m
    mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour kulturell / historisch Flora

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

    Statistiken

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