Jeder Reisende auf der A 11 von Berlin nach Stettin bemerkt bei der Anschlussstelle Schmölln einen steilen Abfall der Straße: Sie durchquert einen 600 m breiten Talboden, danach geht es wieder steil empor. Auf der Karte erkennt man ein s-förmiges Tal, das sich im Süden von Schwedt bis in die Gegend von Löcknitz gut 60 km durch die Lande zieht. Gebildet wird es (bis auf den Abschnitt zwischen Passow und Schwedt, den die Welse durchströmt) von der Randow. Die Besonderheit: Das von mehreren Zuflüssen gespeiste Flüsschen hat zwei Fließrichtungen. An der schmalsten Stelle des Randowbruchs zwischen Schmölln und Grünz befindet sich auf 12,5 m Höhe der Scheitelpunkt. Von hier fließt die Randow nach Norden, um bei Eggesin in die Uecker zu münden, und nach Süden, wo sie sich bei Passow in die Welse ergießt. Das Tal der Randow ist zusammen mit dem Welsebruch ein eiszeitliches Urstromtal. Die Schmelzwässer der skandinavischen Gletscher suchten sich durch dieses Ur-Tal der Oder ihren Weg zur Ostsee – die Odermündung lag damals bei Wolgast, wo heute die Peene (ein Relikt jener Ur-Oder) in die Ostsee strömt. Die Randow war übrigens jahrhundertelang die Grenze zwischen Brandenburg und Pommern und ist es heute noch zwischen den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.
Von der Kirche in Wartin gehen wir auf der Kleinen Dorfstraße südwärts, bis wir wieder auf die Hauptstraße kommen, und verlassen auf ihr nach Süden den Ort. An der zweiten Einmündung von rechts (an einem einsamen Haus hinter einer Bushaltestelle) biegen wir rechts auf einen breiten Feldweg ab. Zunächst führt er über die einsame Feldflur, dann senkt er sich hinab zum Randowbruch. Geradeaus an einem Abzweig vorbei kommen wir abwärts zur Kreuzung mit dem Weg zum Gehöft Eschenweg. Wir gehen geradeaus (nach rechts: ⟶ Variante) am Waldrand weiter, an einem Querweg nach rechts und gleich wieder nach links. Nach gut 1 km treffen wir erneut auf eine Querstraße. Auf dieser nach rechts parallel zur Randow, an die wir wegen der Viehweiden, Meliorationen und Sümpfe nicht direkt herankommen. Nach gut 500 m passieren wir den Abzweig rechts zum Gehöft Eschenweg und erreichen nach nochmals 500 m eine Querstraße tief unten im Bruch. Hier gehen wir nach rechts, der Plattenweg wird zum Wiesenpfad,
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