Rund um den 14 m tiefen Obinger See führt ein Skulpturenweg mit über 20 Objekten zeitgenössischer Bildhauer der Region. Wer zügig unterwegs ist, braucht dafür keine Stunde – wer sich aber mit den originellen Kunstwerken und den Informationstafeln am Weg genauer beschäftigt und Pausen zur äußeren und inneren Erfrischung einlegt, kann am Obinger See auch locker mehrere gemütliche Stunden ohne Langeweile verbringen. Der See liegt außerhalb des lebhaften Reliefs der würmeiszeitlichen Jungmoränen, die den Chiemsee, die Eggstätter und Seeoner Seen umranken; er liegt im Übergangsbereich zu einer Landschaft mit sanften Hügeln – diese sind ebenfalls Moränen, aber solche, die die weiterreichenden Gletscher vorangegangener Eiszeiten, vor allem jene der Mindel- (vor rund 700.000 Jahren) und Risseiszeit (vor rund 300.000 Jahren) abgelagert haben. Aufgrund ihres höheren Alters sind sie schon stärker abgetragen und die Landschaft ist dementsprechend flacher. Diese Tour führt durch eine Gegend, die die würmeiszeitliche Vergletscherung gerade eben nicht mehr erreicht hat. Der Blick auf die ganz nahen Eisfronten des Chiemseegletschers im Süden und des Chiemseegletschers im Westen wäre uns aber vor 18.000 Jahren sicher gewesen ...
Wir starten vom Minigolfplatz auf dem Skulpturenweg nach Osten. Dabei kann man über die Bedeutung einiger Installationen nachdenken oder einfach die wunderbare Schilfzone des Obinger Sees bewundern. Bei einer Verzweigung im Südosten des Sees halten wir uns links und passieren dann den Weiler Jepolding. Anschließend beschreiben wir einen weiteren Linksbogen und kommen zum Parkplatz des Strandbads. Bei entsprechendem Wetter sollte man von Anfang an einplanen, es sich dort eine Zeit lang gut gehen zu lassen. Es locken ein Beach-Volleyball-Platz, ein Kiesstrand mit Steg sowie ein Wassertrampolin und ein Floß im See. Für kleine Kinder gibt es einen Nichtschwimmerbereich und einen Spielplatz mit Sandkasten. Der Weiterweg nach Westen verläuft durch Pfaffing über den Fußweg zwischen der Seestraße und der breiten Uferzone des Obinger Sees. Nachdem wir die Richtung beibehaltend in die Kienberger Straße gekommen sind, zweigt der Seerundweg bald nach links ab. Als Fußweg führt er mit etwas Abstand
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