Walter Biselli
Variante des Premiumweges "Aacher Geißbock" für Werktage: rund um Aach im Hegau erkunden wir die Aachquelle und das malerische Wasserburger Tal mit seinen bizarren Felsformationen.
Die Rundwanderung verläuft zu zwei Dritteln auf dem Premiumwanderweg "Aacher Geißbock", umgeht aber bewusst den Ober Dornsberg mit der Landesjagdschule und den damit verbundenen Lärmbelästigungen während der Schießübungen.
Ausgangspunkt ist das Bergstädtchen Aach im Hegau. Es ist weithin durch den Aachtopf bekannt, die schüttungsreichste Karstquelle Deutschlands. Die Rundwanderung beginnt am Aachtopf, der das Wasser der noch jungen Donau zwischen Immendingen und Fridingen abzapft (Donauversickerung) und es als Radolfzeller Aach dem Rhein zuleitet. So mündet die Donau in die Nordsee anstatt ins Schwarze Meer! Unter dem Aachtopf fanden Höhlentaucher ausgedehnte Karsthöhlen und unterirdische Seen. Sie prägen den auch heute noch geheimnisvollen Untergrund der Schwäbischen Alb. Malerische Felsen kennzeichnen das tief in die Hegaualb eingeschnittene Wasserburger Tal. Zahlreiche Aussichtspunkte entlang des Wanderweges bieten weite Blicke auf die vulkanisch geprägten Berge des Hegaus – das „Hegauer Kegelspiel“. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis in das Alpenvorland.
Autorentipp
Sehenswert sind auch die Altstadt von Aach mit der gotischen Pfarrkirche St. Nikolaus, das Untere Tor und der Alte Turm.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Einkehrmöglichkeiten
Gasthaus LöwenGasthaus Kranz
Gasthaus Waldrapp
Sicherheitshinweise
Die Variante des "Aacher Geißbock" umgeht den lehmigen und steilen Abstieg ins Wasserburger Tal und reduziert Geräuschemisionnen der Landesjagdschule
Weitere Infos und Links
Wegbeschreibung
Vom Portal „Aachquelle“ folgen wir dem kleinen Quellsee des Aachtopfs am Südufer entlang nach rechts zur Ten-Brink-Brücke. Unter dieser liegt die Hauptquelle. Nach der Brücke führt nach rechts ein gesicherter Weg zur markanten Sarah-Spalte im Fels der Quellnische. Dem Wanderweg folgen wir über Treppenstufen aufwärts zu einem Pavillon mit herrlichem Blick über die Aach auf das Hegauer Kegelspiel mit Hohentwiel, Hohenkrähen und Mägdeberg. Gleich darauf erreichen wir die Burgruine „Alter Turm“. Sie war eine der ältesten Ritterburgen im Hegau. Am Waldrand entlang geht es weiter mit schöner Aussicht auf das Bergstädtchen Aach. Oberhalb der Weggabelung „Alter Turm“ erreichen wir zwei große Dolinen (Einsturztrichter), wo die Höhlenforscher einen Zugangssstollen zur „Donauhöhle" errichtet haben um weiter in die Karsthöhlen vordringen zu können. Am höchsten Punkt der Tour genießen wir von einer Himmelsliege aus den Zweiseenblick auf den Überlinger See und Untersee des Bodensees. Dazwischen liegt der bewaldete Bodanrück.
Dann verlassen wir den Premiumwanderweg um nach rechts Richtung "Unter Dornsberg" mit der gelben Raute als Wegmarkierung abzubiegen. Beim Hofgut genießen wir erneut den Blick zum Überlinger See. Bei der nächsten Weggabelung gehen wir ohne Markierung unter der Hochspannungsfreileitung hindurch und folgen dem geschotterten Weg zurück zum Hofgut. Weit oberhalb des Haslertals blicken wir hinüber zum Bürzelberg bei Eckartsbrunn. Nach der Linkskurve nehmen wir den rechts stetig abfallenden Weg zum Wasserburgertal. Hier verlief der als „Königstraße“ bezeichnete mittelalterliche Verbindungsweg vom Neckarraum in den Hegau. „Unterm Katzensteig“ blicken wir auf den Wasserburger Talbach, der uns die folgenden drei Kilometer begleiten wird. Er trennt den Wanderweg von der gegenüberliegenden mäßig befahrenen Straße durch das zauberhafte Tal. An imposanten Felsen vorbei schreiten wir durch das Seitenportal des Premiumwanderweges und blicken 500 Meter weiter in das greise Gesicht im Großen Felsen..
An der Weggabelung „Im Tal“ geht es geradeaus durch Buchenwald zum „Homberg“. Im Auderle präsentieren sich nochmals die Hegauer Kegelberge vom Hohentwiel bis zum Hohenstoffeln. „Hinter der Stadt“ steigen wir geradeaus in Richtung der Bergstadt hinauf und blicken vom Aussichtspunkt Hohenhalden auf den Hohenhewen.
Bevor wir die Wanderung auf dem Premiumweg fortsetzen lohnt sich eine kurze Besichtigung des schmucken Städtchens Aach. Anschließend lädt eine weitere Himmelsliege zum Panoramablick ein bevor wir über die Buchhalde wieder die Radolfzeller Aach erreichen.
Zum Abschluss der Premiumwanderung lädt das Gasthaus Jägermühle direkt am Aachtopf zur Einkehr.
Parkplatz
Aach (Hegau) Aachquelle
Aachtopf
Alter Turm
Alter Turm
Bank
Dolinen
Dolinen
Himmelsliege
Zwei Seenblick
Unterm Katzensteig
Infotafel Wasserburgertal
Wasserburgertal
Tümpel und Felsen
Lange Halde
Parkplatz
Großer Felsen
Im Tal
Infotafel Altholzinsel Homberg
Homberg
Designerbank
Auderle
Hinter der Stadt
Gasthaus Kranz
Gasthaus Löwen
Pfarrkirche St. Nikolaus
Gasthaus Waldrapp
Blick in den Hegau
Aach
Buchenbühl
Buchhalde
Am Feuerwehrhaus
Gasthaus Jägermühle
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
Hinfahrt ab den Bahnhöfen Singen (Hohentwiel) oder Stockach mit dem Regionalbus 7364 zur Haltestelle Aachquelle, Aach (Hegau); ab dem Bahnhof Engen mit dem Regionalbus 7366 (nur Mo - Fr)Fahrplanauskunft:
SüdbadenBus Gesellschaft (SBG): www.suedbadenbus.de
Verkehrsverbund Hegau-Bodensee (VHB): www.vhb-info.de
Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.de
Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de
Anfahrt
Aach liegt an der B31 zwischen der A81, Ausfahrt 39 Engen und Stockach. Ziel für Navi: Hauptstraße 51A, 78267 Aach, DeutschlandParken
Parkplatz gegenüber der Aachquelle am AusgangspunktKoordinaten
Kartenempfehlungen des Autors
Wanderkarte des Schwarzwaldvereins 1:25 000 (grüne Serie): W268 Singen (Hohentwiel) – Hegau, Höri, Engen (März 2021), ISBN 978-3-86398-494-6
Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg
Buchtipps für die Region
Ausrüstung
Festes Schuhwerk mit gutem Profil wird empfohlen, ebenso Rucksackverpflegung für unterwegs. Teleskopstöcke könnten hilfreich sein.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

Nutzerfragen
Unbeantwortet