Während die große Masse der Skitourengeher von Namlos in Richtung Wetterspitze oder zur Engelspitze unterwegs ist, sind die meisten anderen Tourenziele lechtalertypisch relativ einsam. Insbesondere für denjenigen, der ein ganzes Wochenende in dem kleinen Bergdorf verbringt, bietet sich daher der Tschachaun als gutes Kontrastprogramm an. Steigt man am ersten Tag eines Aufenthaltes auf diesen Berg, so lässt sich von seinem Gipfel darüber hinaus die anspruchsvolle Ostabfahrt der Wetterspitze gut studieren. Sofern diese am nächsten Tag überschritten werden soll, stellt dies natürlich ein schlagkräftiges Argument für den Tschachaun dar.
Aber auch sonst hat dieser unscheinbare Gipfel – eingelagert zwischen Heiterwand und Namloser Wetterspitze – einiges zu bieten. Bereits der landschaftlich wunderschöne Anmarsch am Brentersbach entlang und durch das Brennhüttental zum Imster Grubigjöchl ist für sich allein schon eine lohnende Unternehmung. Kurz vor dem Gipfel erreichen wir dann einen Ort namens »Schnecken-Laibdieb«, dessen Bezeichnung eines der vielen ungeklärten Rätsel der Lechtaler Alpen darstellt. Am Gipfel bietet sich uns dann ein famoser Rundblick in einer wilden, einsamen Gebirgslandschaft. Und sofern wir die Abfahrt durch das Faselfeiltal wählen, erhalten wir eine realistische Chance auf weite, unverspurte Pulverhänge.
Aufstieg Entlang der Fahrstraße recht flach links des Baches taleinwärts. Nach etwa drei Kilometern teilt sich das Tal, rechts zweigt hier das Brennhüttental ab. Bereits einige Hundert Meter vor der Abzweigung geht’s rechts hinab ins Bachbett und an geeigneter Stelle auf die andere Seite. Nun steigen wir immer rechts vom Bach durch Latschenfelder auf, am besten meist entlang des Sommerwegs. Bald wird die enge Schlucht etwas harmloser und das letzte Stück zum Obernamlosbödele legen wir am besten im Talgrund zurück. Am Obernamlosbödele teilt sich das Tal erneut. Diesesmal halten wir uns links und erreichen durch eine schöne Mulde das Imster Grubigjöchl. Links vom Joch trennt uns nun ein kurzer Steilhang von dem plateauähnlichen Gelände zwischen Tschachaun und Heiterwand, auf dem sich auch besagter Schnecken-Laibdieb und etwas dahinter die Anhalter Hütte befinden. Von links nach rechts ansteigend erreichen wir diese Terrasse und in gleicher Richtung weiterquerend das Flachstück vor dem
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