Die schönsten Skitourenberge in den Ötztaler Alpen verstecken sich oberhalb des abgelegenen Bergdorfes Vent. Schon die Anreise in den hintersten Winkel des Ötztales wirft die Frage auf, wie in aller Welt die ersten Siedler auf die Idee kamen, ausgerechnet hier ihre Häuser zu bauen. Umgeben von eisbedeckten Dreitausendern ist das Dörfchen vom oberen Ötztal durch ein enges, 12 Kilometer langes Tal getrennt, das im Winter ständig von Lawinen bedroht ist. Dazu war dann noch der weite Weg entlang der Ötz hinab ins Inntal von mehreren unwegsamen Schluchten erschwert. Da verwundert es nicht, dass die Besiedelung des hinteren Ötztales von Süden erfolgte. Noch heute bestehen daher alte Weiderechte, nach denen die Südtiroler Bauern ihre Schafe aus dem Schnalstal über die teils vergletscherten Joche ins Ötztal treiben.
Wie lange die Passübergänge bereits genutzt werden, lässt sich am Fund des weltberühmten »Ötzi« verfolgen. Vor etwa 5000 Jahren war der vermutlich aus dem Eisacktal stammende Mann in der Nähe des Hauslabjochs umgekommen und durch das ihn bald überdeckende Gletschereis bis ins Jahr 1991, das Jahr seiner Entdeckung, konserviert worden. Die Fundstelle lässt sich mit einem kurzen Umweg von der Similaunhütte problemlos erreichen.
Nun aber zum Similaun, unserem eigentlichen Ziel. Aufgrund seiner gleichmäßigen Hänge und des verhältnismäßig spaltenarmen Gletschers gehört er zu den einfacheren Skizielen jenseits der 3500 Meter in den Ostalpen. Dazu ist er mit zwei gut geführten Hütten entlang des Weges überdurchschnittlich komfortabel erschlossen. Nicht erspart bleibt den Aspiranten jedoch der lange Anmarsch durch das Niedertal bis zur Martin-Busch-Hütte. Es bietet sich daher an, hier mehrere Tage zu verweilen und noch den ein oder anderen Gipfel in dem großen Tourengebiet zu besteigen.
Aufstieg zur Hütte Vom Parkplatz an dessen Südwestende zu einer Brücke und nach links über die Venter Ache. Nun links vom Bach durch den Ort und über die Spiegelache nach links zu einem Schlepplift. Über die Piste steigen wir ein Stück auf, bis ein Querweg nach links ins Tal hineinführt. Auf dem Weg nun ziemlich flach taleinwärts bis zu den letzten Latschenfeldern. Der weitere Wegverlauf hält sich immer rechts ein Stück oberhalb vom Bach und führt nun leicht, aber kontinuierlich ansteigend zur Martin-Busch-Hütte. Bei Lawinengefahr aus den rechten Flanken oder sehr unangenehmen Lawinenkegeln gibt es ab etwa der Schäferhütte auch die Möglichkeit, im Talgrund oder rechts davon aufzusteigen und das letzte Stück ab Einmündung des Schalfbaches zur Hütte aufzusteigen. Ganz lawinensicher ist aber auch dieser Aufstieg nicht.Aufstieg zum Gipfel Von der Martin-Busch-Hütte geht es anfangs beinahe flach das Niederjochtal nach Südwesten. Nach etwa einer halben Stunde nimmt die Neigung etwas zu und
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