Der Große Daumen unmittelbar oberhalb von Oberstdorf ist im Sommer einer der beliebtesten Gipfel der Allgäuer Alpen. In erster Linie verdankt der Berg dies dem Hindelanger Klettersteig, der am Nebelhorn beginnt und am Großen Daumen endet. Dazwischen müssen etwa 5 Kilometer überwunden werden, die mit Drahtseilen, Leitern und Stiften üppig bestückt sind. Der Rückweg zur Seilbahn führt dann über das wellige Gelände des »Koblat«. Dieses Hochplateau ermöglicht auch dem Skitourengeher im Winter den Zugang zu diesem Gipfel. Skifahrerisch lohnt es sich jedoch nicht, ins Skigebiet zurückzukehren. Stattdessen fährt man nach Osten ins Ostrachtal ab.
In der Kombination von wenigen Höhenmetern im Aufstieg und einer langen, hindernislosen Abfahrt ist der Große Daumen sicherlich einer der interessantesten Skiberge der Allgäuer Alpen. Einziger Wermutstropfen ist der etwas umständliche Rückweg zum Ausgangspunkt. Diese Unternehmung bietet sich daher ideal für eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Mit dem Regionalexpress ist man von München in zweieinhalb Stunden am Bahnhof in Oberstdorf. Am Endpunkt im Ostrachtal steigt man dann in den Bus und kann direkt die Heimreise antreten, ohne erst zurück zum Auto nach Oberstdorf zu müssen.
AufstiegAuffahrt mit der Nebelhornbahn zum Edmund-Probst-Haus und mit dem Koblat-Sessellift zu dessen Bergstation. Nun fahren wir nach Osten hinab auf die wellige Hochfläche des Koblat (ca. 1940 m), wo wir die Felle aufziehen. Weiter geht es immer auf der Terrasse unterhalb der steilen Flanken der Wengenköpfe nach Nordosten durch schöne Mulden und über kurze Stufen bis unter den steilen Gipfelhang. In der Regel findet sich hier eine Spur – sollte diese fehlen, kann die Orientierung bei schlechter Sicht problematisch sein. Der letzte Hang wird in einem Rechtsbogen hinauf zum Ostgrat und der Gipfel schließlich über diesen erstiegen.Abfahrt Der Rückweg zum Nebelhorn ist skifahrerisch wenig lohnend, folgt aber im Wesentlichen der Aufstiegsspur. Eine lohnende Abfahrt führt hingegen hinab ins Ostrachtal. Der Gipfelhang wird anfangs entlang der Aufstiegsroute abgefahren, bis diese nach rechts wegzieht. Nun geht es über schön kupiertes Gelände geradeaus und leicht links haltend über einen
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