Das Spertental ist das östlichste Seitental des Brixentales und zweigt bei Kirchberg nach Süden ab. Nur sanft steigt die Straße auf den 7 km bis Aschau am Talschluss an. Dort befindet sich mit der Oberlandhütte am südlichen Ortsrand von Aschau ein idealer Stützpunkt im Tal, von dem aus etwa ein Dutzend Skitouren angegangen werden können. Die Bewirtschaftung dieser Alpenvereinshütte lässt keine Wünsche offen, wer allerdings in der Hochsaison hierher kommen möchte, sollte frühzeitig reservieren, da die Hütte auch gerne von Pistenskifahrern genutzt wird, die kostengünstig im Kitzbüheler und Kirchberger Skigebiet übernachten wollen.
Unmittelbar hinter der Hütte verzweigt sich das Tal in den Oberen und den Unteren Grund, und wie gewöhnlich sind die beliebtesten Skitouren gleich am Beginn der Gründe zu finden. Wer sich weiter in die Seitentäler hineinwagt, wird auch hier oft alleine unterwegs sein. Einen guten Kompromiss zwischen Talhatscher und Trubel – beziehungsweise Vermeidung derselbigen – stellt der Floch dar. Der Andrang ist bereits spürbar geringer als an den beiden beliebtesten Spertentaler Touren – Schwarzkogel und Brechhorn – und der Anmarschweg hält sich noch in Grenzen. Als Lohn dafür warten dann die für die Kitzbüheler typischen Almhänge bei der Abfahrt. Die Waldpassagen im unteren Teil lassen sich bequem über Forststraßen oder mit Ortskenntnis durch steile Schneisen überwinden.
AufstiegAuf der Forststraße an dem felsigen Falkenstein vorbei und hinein in den Unteren Grund bis zur Hintenbachalm. Hier führt der Forstweg nach rechts über eine Brücke und gabelt sich. Wir folgen nun der rechten Straße in einigen Kehren an der Steicheralm vorbei, bis kurz nach einer Rechtskehre eine weitere Forststraße links abzweigt. Diese führt nach Süden hinein in das Hinterkar zur Niederalm. An den Almhütten vorbei leitet nun eine breite und eher flache Mulde links vom Wald nach Norden. Wo das Gelände steiler wird, halten wir uns leicht rechts und erreichen so eine kleine Scharte in dem lang gezogenen Ostrücken. Ein erster Aufschwung bringt uns zu einem kleinen Plateau, wo wir uns entscheiden müssen, welchen Gipfel des Floch wir besteigen wollen. Zum Hauptgipfel überqueren wir das Plateau im Bereich eines Bachbettes schräg nach rechts und steigen über dessen Ostflanke auf.Verfolgen wir hingegen links den Rücken nach Westen weiter, gelangen wir zum nur wenig niedrigeren Südgipfel.
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