Die Bodenschneid zwischen Spitzingsee und Tegernsee reiht sich optisch gut in die umliegenden Wald- und Wiesenberge ein. Auf der Nord- und Westseite dienen das Bodenschneidhaus und die beiden Firstalmen als Stützpunkte für eine zünftige Einkehr, und vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich für fast jede Schneelage und jeden Geschmack an. Trotzdem ist die Bodenschneid weniger frequentiert als viele andere Skiberge rund um den Spitzingsee. Das gilt zumindest für die Anstiege und Abfahrtsrouten, da sich die Tourengeher hier gut verteilen – am geräumigen Gipfel wird man bei schönem Wetter selten alleine sein. Das hat aber auch seinen Grund. Neben dem Tiefblick auf Spitzing-, Tegern- und Schliersee sowie das Bayerische Oberland bietet sich eine freie Aussicht auf den Alpenhauptkamm.
Drei verschiedene Aufstiegsrouten führen auf diesen Gipfel, jeweils mit verschiedenen Variationsmöglichkeiten. Jeder dieser Anstiege hat seinen eigenen Charakter und der Kenner wird seine Route passend zur jeweiligen Schneelage wählen. Die direkteste Route führt von der Mautstraße oberhalb Enterrottach von Westen über einen steilen Waldweg und den schönen Südosthang der Bodenalm zum Gipfel. Für die Abfahrt kann man dazu dann nach Süden ins Skigebiet queren. Der schneesicherste Anstieg beginnt am Spitzingsee – über die Firstalm steigt man unter der Felswand der Krettenburg entlang zum Nordosthang und durch eine steile Mulde zum Gipfelgrat. Der nachfolgend beschriebene Weg von Neuhaus ist der längste, aber auch abwechslungsreichste Anstieg und bietet eine schöne Rundtour. Wenn man den Gipfelhang zur Bodenalm noch anhängt, lassen sich mit einer Tour die lohnendsten Hänge der Bodenschneid kennenlernen. Zudem reduziert man den Kontakt mit dem Skigebiet des Spitzingsees und den oft zahlreichen Schlittenfahrern auf der Naturrodelbahn auf ein Minimum. Darüber hinaus finden sich zwei Einkehrmöglichkeiten am Weg – die Obere Firstalm mit einer herrlichen Sonnenterrasse vor dem Anstieg zum Gipfel und das gemütliche Bodenschneidhaus vor der Talabfahrt entlang der Rodelbahn.
Aufstieg Ein Forstweg führt rechts vom Bach durch das anfangs enge Tal aufwärts. Dieser Weg wird zwar als Rodelbahn genutzt, kann manchmal aber auch sehr gründlich bis auf den Schotter geräumt sein. Nach etwa einer halben Stunde kreuzen wir eine Forststraße. Diese führt nun nach links in einen flachen Kessel mit lichtem Wald. Bei einer Linkskurve verlassen wir die Straße geradeaus, marschieren flach in den Talboden und schließlich nach links hinauf zur Unteren Freudenreichalm. Südlich der Alm führt eine etwas steilere Schneise schräg nach links durch den Wald hinauf zu einer weiteren Mulde mit einer Almhütte. Hier könnte man links den schönen Westhang der Brecherspitze unter die Bretter nehmen. Wir hingegen ziehen rechts am Gebäude vorbei nach Süden zur Oberen Firstalm. Sofern wir die lockende Sonnenterrasse verschmähen, lassen wir die Wirtschaft links liegen und queren ohne Höhengewinn unter der Felswand der Krettenburg nach Westen, bis wir rechts durch lichten Wald bequem in den
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