UM DIE HÄUSER ... - ...mit Annette! Unterwegs in Münsters Westen
mittel
Strecke 26,2 km
2:00 h
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Entspannt-kompakte Tour durch die schöne Stadt(Um)landschaft in Münsters Westen, bei der man im Vorbeifahren Bekanntschaft mit einer der bedeutendsten deutschen Dichterinnen macht und in den Genuss grandioser Baukultur kommt! Einladende Stopps unterwegs und wieder in Münster. Von Schloss zu SchlossMit Blick auf den Aasee starten wir am grünen Innenstadtring 1 / Promenade/Ecke Aegidiistraße und atmen akademisch-urbanes Flair bei der Fahrt durch den "Unisektor" – viele Gebäude der Universität Münster, mit ca. 60.000 Studierenden einer der größten in Deutschland, liegen im westlichen Innenstadtbereich. An der Gerichtsstraße gelangen wir rechts wieder auf die Promenade. Hier lässt uns der Panoramablick auf 2 / Schloss Münster mit seiner leuchtenden Fassade aus dem hellem Sandstein der nahegelegenen Baumberge und rotem Backstein anhalten. Von 1767 bis 1787 vom bedeutendsten Baumeister des WestfälischenBarocks Johann Conrad Schlaun erbaut, war es bis Anfang des 19. Jh. Residenzschloss des Fürstbischofs und ist seit den 1950er Jahren Sitz der Hochschulverwaltung. Der idyllische Botanische Garten im Schlosspark (Mo–So 8–19 Uhr) ist nicht nur für Biologiestudierende einen Besuch wert, denn hier gibt es den Taschentuchbaum und tausende andere faszinierende Pflanzen aus aller Welt zu entdecken. Über Neutor und Steinfurter Straße radeln wir zur Gasselstiege, die uns auf den nächsten Kilometern bald ins Grüne führt. Links ab auf die gleichnamige Straße kommen wir zum 3 / Wasserschloss Wilkinghege mit Ursprüngen als Wasserburg im 14. Jh. (Steinfurter Straße 374, 48159 Münster). In dem ehemaligen Landgut befindet sich ein Hotel. Den Abstecher belohnt der schöne Anblick des Schlosses über die Gräfte. Hohe KulturNach Überquerung der Steinfurter Straße sind wir nun endgültig in der Münsterländer Parklandschaft angekommen und können die Weite aus Feldern, Wiesen und Wäldern genießen. Wir radeln über schmale Pättkes und halten uns rechts auf den Horstmarer Landweg, der hier doch deutlich ruhiger ist als nahe der Studierendenwohnheime in Innenstadtnähe. Am Gievenbach geht’s links und bald wieder rechts ab über die A 1. Dahinter liegt das von viel Grün umgebene wunderschöne 4 / Haus Rüschhaus (Außenbes. jederzeit, Droste-Museum April–Okt. Mi–So 11–16:30 Uhr, Innenbes./-führung, digitaler Rundgang mit VR-Brillen siehe www.burg-huelshoff.de/orte/haus-rueschhaus, Am Rüschhaus 81, 48161 Münster). Auch hier war Schlaun am Werk, der das frühere Lehngut von 1745 bis 1749 im Stil des Spätbarocks und inspiriert sowohl von Münsterländer Gräftenhöfen als auch dem französischen Landhausstil zu einem Sommersitz umbaute und selbst nutzte. Von 1826 bis 1846 lebte hier Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848), die zu den wichtigsten deutschsprachigen Poetinnen und Poeten nicht nur des 19. Jh. zählt und für die regionale Literaturgeschichte bedeutend ist. Im Schreibzimmer auf Haus Rüschhaus, dem "Schneckenhäuschen", schrieb sie die berühmte Judenbuche und weitere Werke mit Bezug zu Natur und ihrer westfälischen Heimat. Ein Rundweg an der Gräfte führt rund um das Haus mit dem malerischen Nutz- und Ziergarten dahinter. Er lädt ein, diesen besonderen historischen Ort von allen Seiten zu bestaunen. Der Weg – ein GedichtWir befinden uns übrigens am östlichsten Punkt des 2021 als Freiluft-Kulturerlebnis auf den Spuren Droste-Hülshoffs eröffneten Droste-Landschaft: Lyrikwegs (www.lyrikweg.net), den wir auf den nächsten Kilometern begleiten. Dieses "Outdoor-Museum" vermittelt auf der von der Dichterin oft gelaufenen Strecke zwischen Haus Rüschhaus und Burg Hülshoff an thematischen Stationen viele Informationen und inszeniert historische Texte, zeitgenössische Literatur und Audiostücke. Vieles davon erlebt man direkt an den Infostationen am Weg, die Hör-Infos über die zugehörige App. Wir biegen also am Haus Hürländer vom Rüschhausweg in den Twerenfeldweg. Vorbei an Pferdewiesen erreichen wir dann rechts auf der gleichnamigen Straße die früher viertürmige Wasserburg 5 / Haus Vögeding, die in der heutigen Form im 16. Jh. erbaut wurde. Der schöne Blick übers Wasser auf das imposante lang gestreckte Bauernhaus mit Rundturm und Bauerngarten davor lohnt den Stopp! Auch dieses Haus gehörte der Familie von Droste-Hülshoff, auf ihren Wegen soll Annette hier regelmäßig eingekehrt sein, um sich im Turmzimmer mit einer Buttermilch zu stärken. Westfälisch gebaut & geschlemmtEin Stück weiter an der Hülshoffstraße haben wir eine großartige Aussicht in die sattgrüne Natur der Flussaue entlang der Münsterschen Aa. (Hier quert Tour 19.) Nach Überquerung der Hohenholter Straße folgen wir weiter dem Lyrikweg und radeln über die geschotterte Allee Schonebeck direkt auf 6 / Burg Hülshoff zu (Park Feb.–Dez. Einlass tgl. 10–17,Droste-Museum Mi–So 11–18:30 Uhr, Schonebeck 6, 48329 Havixbeck, www.burg-huelshoff.de). Hier, wo Annette geboren und aufgewachsen ist, gibt es nicht nur das wundervolle Renaissance-Wasserschloss zu entdecken, das in der heutigen Form zwischen 1540–1545 erbaut wurde, sondern auch super Picknickmöglichkeiten im Schlosspark! Im Droste-Museum erhält man Einblicke in das Leben der Dichterin und ihrer adligen Zeitgenossen. Wir folgen der Havixbecker Straße und gelangen bald zu einer einladenden Möglichkeit für eine 7 / Einkehr in Roxel. Dazu halten wir im schönen Ortskern Ausschau nach dem St.-Pantaleon-Kirchturm und steuern den "gemeinsamen" Biergarten an: In der Gaststätte Kortmann kannst du thematisch passend zur Tour herausfinden, was sich hinter dem "Drosteteller" verbirgt (Di–Fr ab 16, Sa–So, Fei ab 11 Uhr, Pantaleonstraße 10, 48161 Münster, www.kortmann-muenster.de). Auch direkt nebenan beim Restaurant Brintrup zeigt der Blick auf die Speisekarte eine schöne Auswahl saisonaler Spezialitäten der westfälischen Küche. Schon mal ein Krüstchen probiert? Natürlich gibt‘s in beiden Lokalen auch Vegetarisches. Endspurt mit SeeblickÜber die Dorffeldstraße und am Rohrbusch vorbei geht’s nach einem Stück am Meckelbach bald auf die Altenroxeler Straße und dann rechts in den Mecklenbecker Landschaftspark. Über die Mecklenbecker Straße erreichen wir den Aasee, ein zentrales und äußerst beliebtes Freizeitgebiet in Münster.
Kurz vorm Ziel steigen wir am Ende der Bismarckallee vom Rad und finden an der berühmten Claes-Oldenburg-Skulptur 8 / "Aasee Kugeln" (auch Tourenziel von Tour 19) einen perfekten Platz für den Sonnenuntergang!
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Die Kompass Freytag & Berndt GmbH ist ein führender Anbieter von Kartenwerken und Outdoor-Literatur im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen entstand aus der Fusion der traditionsreichen Marken Kompass-Karten und freytag & berndt und vereint jahrzehntelange Kartografie-Expertise. Das inhaltliche Portfolio umfasst eine breite Auswahl an Wander-, Rad-, Ski- und Freizeitkarten, Cityplänen, Straßenkarten sowie Atlanten in gedruckter und digitaler Form. Ergänzt wird das Angebot durch umfassende Reiseführer und Outdoor-Handbücher mit detaillierten Tourenvorschlägen, Hintergrundinformationen und GPS-Tracks. Zielgruppen sind Freizeit- und Aktivurlauber, Kartografiefans und Individualreisende, die Wert auf präzise Orientierung und aktuelle Informationen legen. Die Produkte zeichnen sich durch hohe Aktualität, sorgfältige Recherche und Benutzerfreundlichkeit aus und decken Zielgebiete im In- und Ausland umfassend ab.

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