Landschaftlich nette Wechsel zwischen Waldgebieten und Fahrten über die Felder. Der Große Seddiner See muß sowohl was die Strecke entlang des Sees, als auch die zahlreichen Bademöglichkeiten angeht, besonders hervorgehoben werden.
Für Freizeitradler ist dieser Abschnitt des 66-Seen-Weges aber nicht zu empfehlen, da über weite Teile der Strecke auf sehr sandigen Wegen gefahren wird, was sowohl hinsichtlich der Kondition als auch des Könnens einiges abverlangt.
Autorentipp
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Sicherheitshinweise
Wegkennzeichen des 66-Seen-Wanderweges: Blauer Punkt auf weissem Grund
Wegkennzeichen des E10/E11: Blauer Querstrich auf weissem Grund
Weitere Infos und Links
Wegbeschreibung
Vom Bahnhof Potsdam fährt man zunächst den E10 (Fernwanderweg E10 Rügen-Italien) entlang, gelangt so über die Neustädter Havelbucht und die Westseite der Havel nach Süden bis zum Bahndamm Templin. Tatsächlich befindet man sich hier bereits auf dem 66-Seen-Wanderweg, der weiter auf der Westseite der Havel bis Caputh führen, und dort mit der Fähre über den Templiner See auf die Ostseite weitergehen würde. Da ich diese Strecke aber bereits aus vorangegangenen Touren kenne, entschied ich mich, über den Fußweg-Bahndamm-Templin auf die Ostseite überzusetzen und zunächst hier dem E11 (Fernwanderweg E11 Niederlande-Polen) ein Stück zu folgen, den ich aber bereits hinter Caputh etwas varierte, um südlich von Caputh dann wieder auf den 66-Seen-Weg aufzuschliessen.
Ab hier ist die Kennzeichnung des 66-Seen-Weges sehr gut mit dem Blauen Punkt auf weissem Grund gegeben. Bis zum Kleinen Lienewitzsee geht es auf schönem Waldweg entspannt voran.
Bereits beim Kleinen Lienewitzsee wird der Weg aber sehr sandig, dies soll sich dann leider mit wenigen Ausnahmen bis Trebbin so fortsetzen, was ein Weiterkommen sehr beschwerlich, und teilweise wieder mal nur schiebend zulässt. Durch die ab hier vorherrschende schlechte Wegbeschaffenheit habe ich für die gesamte Tour selbst ohne wesentliche Pausen nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca 9km/h halten können. Mit dem Tourenrad war ich hier einfach am Limit.
Die Strecke kurz vor der A10-Überquerung war mit grobem Kopfsteinpflaster bedeckt, was ich angesichts des sandigen Weges zuvor schon fast dankbar angenommen habe. Hinter der Autobahn kam ein langes gerades Stück bergab durch den Wald, das ich an einer Stelle nur schiebend bewältigen konnte... sehr frustrierend. Ein kurzes, gebogenes Stück Weg vor der Bahnunterquerung war erholenderweise gepflastert. Danach geht es sandigerweise zum Teufelssee und sandig weiter bis zum Seddiner See.
Der Weg entlang des Seddiner Sees ist wiederum sehr schön, führt teilweise durch bewaldetes Ufer, vorbei an mehreren Badestellen, dann wieder über freies Gelände auf wiesenartigem, festen Grund im Bereich des Golfplatzes und ist so bis Wildenbruch angenehm zu fahren.
Hinter Wildenbruch geht es wieder sehr sandig voran bis Stücken. Dass man dann von Stücken bis Blankensee auf der Landstrasse fahren muss, nimmt man dankbar an.
Hinter Blankensee fährt man am Waldrand entlang auf wiederum sandigem Weg, und leider ist hier dann die Beschilderung nicht mehr gut. Tatsächlich scheinen hier die Hinweisschilder gänzlich zu fehlen, jedenfalls bin ich hier zunächst fälschlicherweise bis Schönhagen gefahren, um festzustellen, dass ich die Abzweigung nach Osten verfehlt haben muss. Diese Abzweigung konnte ich nirgends finden, so dass ich eine abenteuerliche Blindfahrt in den Wald gestartet habe, wobei ich hier mehrere Anläufe in verschiedene Wege genommen habe, die meist irgendwo im Gestrüpp endeten. Die Tatsache, dass ich vollkommen vergaß diese Stichfahrten ins Blaue mit Fotos zu dokumentieren, mag meine Anspannung veranschaulichen die ich empfunden habe, wenn ich mal wieder etwas verloren auf einem Waldweg in eine Sackgasse geraten bin. Aber irgendwie bin ich tatsächlich wieder auf dem 66-Seen-Weg gelandet, und ich muss sagen, so froh war ich noch nie, einen Blauen Punkt auf einem Baumstamm zu entdecken ;-)
Der weitere Weg, die B246 querend bis zum Löwendorfer Berg war dann wieder einfach zu finden, natürlich weiterhin auf sandigem Weg...
Der Löwendorfer Berg mit seinem Aussichtsturm ist über den 66-Seen-Weg/E10 nur schiebend zu erklimmen, da auch hier ein sandiger Untergrund vorliegt und der Weg tatsächlich recht steil nach oben führt. Der Ausichtsturm selbst ist aber die Plackerei wert und sollte auf keinen Fall verpasst werden. Die Abfahrt vom Turm in Richtung Löwendorf ist wiederum sehr sandig, kann aber durch den Wald umgangen werden, was allerdings etwas fahrerisches Können verlangt.
Von Löwendorf bis zum Bahnhof Trebbin fährt man dann auf normalem Strassenbelag. Leider gibt es am Bahnhof Trebbin weder Kiosk noch Kneipe, so dass ein verpasster Zug in lästiges Warten ausartet (wie bei mir: 1h20min bis zum nächsten, verspäteten Zug).
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
Abfahrt von Potsdam Hauptbahnhof (S-Bahn, RE1)
Rückfahrt von Trebbin Bhf (RE3)
Bahnhöfe entlang der Tour:
Potsdam Pirschheide (RB23)
Seddin (RE7)
Koordinaten
Ausrüstung
Mountainbike mit guter Übersetzung bei sandigen Wegen von Vorteil.Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

Nutzerfragen