Der Tourbeginn ist eigentlich mehr eine Sight-Seeing-Tour durch Potsdams preußische Schlösser- und Parkanlagen. Der 66-Seen-Wanderweg gibt hier bewußt keine genaue Route vor (siehe Bild 3). Das Befahren mit dem Rad ist auf den meisten Wegen in den Parkanlagen jedoch nicht gestattet, so daß ich diesen Teil der Tour etwas abgekürzt habe. Wer sich dafür interessiert, sollte die Parks tatsächlich zu Fuß erkunden und sich dafür ruhig einen ganzen Tag Zeit einplanen.
Hinter Nedlitz beginnt dann der naturschöne Teil des Weges. Man fährt entlang der Havelkanäle oder über die Felder, eher selten im Wald.
Ein paar Wegabschnitte führen entlang von Landstrassen und sind teilweise dazu noch stark befahren. Zwar als Wanderweg ausgewiesen ist diese Route insgesamt gesehen sinnvollerweise mit dem Rad abzufahren. Zu lang sind sonst viele Wegabschnitte, auf denen sich die Landschaft kaum ändert.
Autorentipp
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Sicherheitshinweise
Zu Beginn dem E10 folgen (Wegmarkierung: blauer Querstrich auf weissem Grund, siehe Bild 1).
Dann dem 66-Seen-Weg folgen (Wegmarkierung: blauer Punkt auf weissem Grund, siehe Folgebilder)
Die Wegmarkierungen sind gerade innerorts oft nicht zu sehen (oder nicht vorhanden?), so dass es sich empfiehlt, das PDF zur Tour mitzuführen.
Wegbeschreibung
Vom Hauptbahnhof Potsdam folgt man dem E10 enlang der Neustädter Havelbucht und der Westseite der Havel. An der Kastanienalle biegt man nach rechts auf den 66-Seen-Weg ein und folgt der Strasse bis zum Park Sansoussi. Hier ist leider auf den meisten Wegen das Radfahren verboten, so dass ich den 66-Seen-Weg etwas abgekürzt habe, indem ich den Hauptwegen folgend über Neues Palais und Orangerie am Bornstedter See wieder auf den Routenverlauf einschwenkte. Mit einem kurzen Anstieg überquert man den Ruinenberg, fährt dann durch die Russische Kolonie bis zur Parkanlage "Neuer Garten", wo man aufgrund des Fahrradverbotes weder Marmorpalais noch Schloss Cecilienhof vom Radweg aus zu Gesicht bekommt.
Im Wohnviertel zwischen "Neuer Garten" und Pfingstberg kann man die Geheimdienststadt "Militärstädtchen Nr.7" auf einem Geschichtspfad erkunden: hier befand sich fast 50 Jahre lang die Deutschlandzentrale der sowjetischen Militärspionage.
Nach dem Pfingstberg fährt man entlang der B2 bis zum Ortsausgang, von dort geht es nach Westen am Waldrand entlang bis Nedlitz. Hinter Nedlitz durch ein kurzes Waldstück und über die Felder bis man mit der B273 den Sacrow-Paretzer-Kanal überquert. Auf der Nordseite des Kanals fährt man bis zum Schlosspark Marquardt. Durch das Städtchen nach Norden bis hinter die B273 an der Strasse entlang, danach parallel zur Bahnstrecke auf einsamem Weg weiter nach Norden. Ein Zaun am Bahngelände verwehrt scheinbar die Weiterfahrt, man kann aber die Wegmarkierung mit dem Blauen Punkt direkt dahinter erkennen (siehe Bild 16). Den Zaun umgehen und einfach stur auf der Strecke bleiben.
Der Weg biegt dann nach Westen ab, hat man die Autobahn überquert, fährt man ziemlich einsam entlang der Felder auf schöner Strecke bis zum Havelkanal.
Hinter Karpzow ist der Weg direkt am Kanal eher schwierig zu befahren und kann kurz über die L204 umfahren werden. Danach geht es bis Wustermark auf schönem Weg den Kanal entlang. In Wustermark wechselt man auf die Ostseite des Kanals. Unterquert man die B5, wird man auf einer Strasse wieder auf die Westseite geführt. Hier geht es bis Zeestow auf einer stark befahrenen Landstrasse weiter, danach erneut am Kanal entlang bis Brieselang.
Der Weg durch Brieselang ist sowohl lang, als auch langweilig, so dass ich am Bahnhof eine Abkürzung nach Norden genommen habe. Hinter dem Ort führt der Weg durch ein schönes Waldstück bis man mit der L201 den Havelkanal überquert. Danach führt der Routenverlauf nun in östlicher Richtung auf ruhigem Weg durch Wald und Felder, teilweise wieder am Kanal entlang.
Überquert man im Wald die L16, wird der Weg sehr sandig und schwer befahrbar bis Schönwalde-Glien. Hinter Schönwalde geht zunächst wieder etwas besser voran, hat man die L20 passiert, wird es erst mal wieder sandig, man landet dann aber schliesslich vor Hennigsdorf auf einem gut ausgebauten Radweg, der auch von zahlreichen Skatern befahren wird.
In Hennigsdorf habe ich mich dann auf der Suche nach dem richtigen Weg Richtung Heiligensee etwas verfranst, so dass ich an der Havel noch ein kurzes Stück am Mauerweg zurück fahren musste, um nach Heiligensee zu gelangen.
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
Mit dem RE1 oder der S-Bahn (Achtung, evtl. Schienenersatzverkehr mit Bussen) aus Berlin bis Potsdam Hauptbahnhof.
Rückfahrt ab S-Bahnhof Hennigsdorf(ABC-Bereich) oder S-Bahnhof Heiligensee (AB-Bereich)
Stationen entlang der Tour (ab Potsdam):
Marquardt (RB21)
Wustermark (RE4 ODEG, RB13, RB21)
Brieselang (RB10, RB14)
Hennigsdorf (S-Bahn)
Koordinaten
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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