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Heilbronner Weg

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  • Auf der Rückseite des Kratzers leben Steinböcke.
    Auf der Rückseite des Kratzers leben Steinböcke.
    Foto: Stefanie Grath, Outdooractive Redaktion
mittel
Strecke 6 km
4:00 h
721 hm
709 hm
2.592 hm
2.078 hm

Dieser Abschnitt des traditionsreichsten Höhenwegs im Allgäu führt uns mit einigen Drahtseilen und Leitern auf rund 2500 m Höhe durch die schroffe Felsenwelt des Allgäuer Hauptkamms.

Der Heilbronner Weg ist mit seinen über 100 Jahren wohl der traditionsreichste Höhenweg im Allgäu. Der Abschnitt zwischen Bockkarjoch und Steinschartenkopf ist gut mit Drahtseilen und Leitern versichert und damit im Gegensatz zur restlichen Wegstrecke nicht als Höhenweg, sondern als gesicherter Steig einzustufen. Mit seinen gut 2500 m Höhe weist er hochalpinen Charakter auf und bietet uns ein imposantes Alpenpanorama. Unter anderem passieren wir den Schwarzmilzferner, das einzige dauerhafte Firnfeld in den Allgäuer Alpen.

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Profilbild von Malin Frank Autor Malin Frank

Nutzerfragen


21.09.2023
Marcel Faulhaber
Hallo Thomas, eine schöne Tour hast du dir rausgesucht, sie zählt zu meinen Lieblingen. Ich kann leider überhaupt nicht einschätzen, wie deine Fähigkeiten und Kondition als "Klettersteigneuling" sind, daher lass mich deine Frage einmal anders beantworten: Du hast dir eine alpine Gipfeltour rausgesucht, die anspruchsvoll ist, auch für Geübte und Erfahrene, insbesondere bei Wetter. Also grundsätzlich nichts für Neulinge. Für viele Klettersteigneulinge ist es eine der ersten Gebirgstouren, die sie (wahrscheinlich und hoffentlich) mit Guides begehen. Als Neuling ohne Übung, Erfahrung oder Guide an der Seite, würde ich dir daher von der Gipfelroute unbedingt abraten. Ausschlaggebend dafür sind weniger die anspruchsvollen Klettersteige (der Schwierigkeitsgrad spielt für mich dabei wirklich keine Rolle), sondern die Länge und Beschaffenheit der Route insgesamt. Hinzu kommt: Bei Wind, Nässe, Glätte und Gewitter wird es sehr schnell sehr gefährlich. Mach es doch so: Peile als Ziel nicht die Gipfelroute an, sondern eine der Hütten. Zum Beispiel über Birgsau zum Waltenberger Haus oder über Spielmannsau zur Kemptener Hütte und plane in jedem Fall eine Stärkung und idealerweise eine Übernachtung dort ein. Beim Hütten-Frühstück Steinböcke zu beobachten zählt für mich zu den schönsten Erlebnissen in den Bergen. Die Wege dorthin sind nicht nur wunderschön und atemberaubend, sondern sind für Klettersteigneulinge auch anspruchsvoll und man lernt seine Fähigkeiten und Kondition einzuschätzen. Von einer der Hütten als Basislager würde ich dann einen oder mehrere der umliegenden Gipfel (als Teile des Heilbronner Höhenwegs) in Form von Halbtages- oder Tages-Touren anpeilen. So lernst du dich und die Umgebung am Besten kennen und hast dabei ein tolles Bergerlebnis, versprochen. Bitte unterschätze die Länge und Beschaffenheit der Wege nicht, die Höhenmeter sind kräfteraubend. Grundsätzlich bin ich bei solchen Routen ein großer Fan davon, früh loszulaufen, gegen 8:00 Uhr sollte man auf dem Weg sein. So kann man viele, kleine Erholungspausen einlegen und im Zweifel auch umdrehen oder im besten Fall die Tour erweitern. Safety first! Grundsätzlich möchte ich dir als Neuling/Beginner empfehlen, zum Einstieg Tages-Gipfeltouren mit weniger Anspruch zu gehen, mit kleineren Klettersteigen, wo man auch Mal in den Fels langen muss, und mit etwas weniger Länge und/oder Höhenmetern. Weniger Anspruch bedeutet nicht weniger Gipfelglück. Der Aufstieg z.B. auf den Hohen Ifen hält ein tolles Gipfelerlebnis mit bestem Ausblick bereit und am Aufstieg sind einige Drahtseile angebracht. Außerdem kann ich zwei tolle Gipfel mit kleineren Seilen beim Aufstieg ans Herz legen: Iseler und Ponten, jeweils einzeln und als Rundweg gelaufen. Viel Spaß in den Bergen, Marcel
Foto: Marcel Faulhaber, Outdooractive Redaktion
Foto: Marcel Faulhaber, Outdooractive Redaktion
Foto: Marcel Faulhaber, Outdooractive Redaktion

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