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Hochtour empfohlene Tour Hochtour  · Ortler Gruppe

Ortler Normalweg

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  • Zustieg Tabarettahütte
    Zustieg Tabarettahütte
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv Redaktion

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    Der eisgepanzerte Ortler bietet eine unglaubliche Fernsicht und ist ein echtes "Muss" für jeden ambitionierten Bergsteiger.
    mittel
    Strecke 21,2 km
    15:00 h
    2.000 hm
    2.000 hm
    3.905 hm
    2.010 hm
    Dennoch darf der mäßig schwierige Normalweg über die Payerhütte mit einer kurzen Kletterstelle im oberen dritten Schwierigkeitsgrad  nicht unterschätzt werden. Auf dem Gletscher selbst ist sicheres Steigeisen-Gehen erforderlich (kurzzeitig bis 40° steil).

    Autorentipp

    Für die Übernachtung auf der Payerhütte muss man unbedingt rechtzeitig reservieren. Wenn möglich sollte man diese beliebte Tour unter der woche unternehmen.
    Schwierigkeit
    WS+III40° mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt
    Ortler, 3.905 m
    Tiefster Punkt
    Sulden, 2.010 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez
    Exposition
    NOSW
    Standplätze
    mit Bohrhaken
    Zwischensicherung
    Normalhaken, mobile Sicherungsmittel
    Seillänge
    1 x 50 m
    Anzahl Expressschlingen
    4
    Erstbegehung
    J. Pichler, 27.9.1804

    Wegearten

    Asphalt 0,20%Naturweg 18%Pfad 50,54%Weglos 31,23%
    Asphalt
    44 m
    Naturweg
    3,8 km
    Pfad
    10,7 km
    Weglos
    6,6 km
    Höhenprofil anzeigen

    Sicherheitshinweise

    Diese teils exponierte Hochtour darf nur bei stabilen Wetter unternommen werden. Für die Gratpassage (dort oft Staugefahr) ist Trittsicherheit und Schwindelfreieheit Pflicht. Im Zweifelsfall sollte man sichern.

    Zudem besteht Eisschlaggefahr im Bärenloch.

    Weitere Infos und Links

    Alle Infos zu Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeiten der Payerhütte: www.payerhuette.com/

    Wegbeschreibung

    Hinter der Kirche führt der Weg Nr. 4 in den Wald und erreicht bald ein riesiges Geröllfeld. Nach dessen Querung geht es kurz steiler zur Tabarettahütte hinauf. In einer langen, leicht ansteigenden Querung geht es weiter über die Geröllhänge des Muttgrabens zur Bärenkopfscharte. Man gelangt auf die Westseite des Tabarettakammes und folgt dem teils seilversicherten Weg bis zur Payerhütte, wo man übernachtet.

    Am nächsten Tag  quert man zunächst die Westhänge der Tabarettaspitze. Hinter einer Scharte klettert man kurz bergab. Nun führt der Grat in leichtem Auf und Ab zum Teil bereits etwas ausgesetzt (Stellen im I. Grad) zur Scharte unterhalb des Felsaufschwungs. Es folgt eine steile Kletterpassage, die durch eine Eisenkette entschärft ist. (In der Literatur oft als Tschierfeck-Wandl bezeichnet, auch wenn der eigentliche Tschierfeck gemäß der Karte  weiter oben ist.) Am Grat folgt erst Gehgelände, dann ausgesetzte Kletterstellen bis III. Wer hier nicht seilfrei gehen möchte, findet Sicherungsmöglichkeiten, wie Stangen und Haken.

    Nach den Felsschwierigkeiten quert man einen steilen Firnhang hinüber in das „Bärenloch“ genannte Gletscherbecken. Die Steilstufe an dessen oberen Ende überwindet man am besten ganz rechts über eine kurze Eis- bzw. Schneerinne. (Auch hier ist im Zweifelsfalle Seilsicherung für weniger Geübte ratsam. Vorsicht vor Eisschlag aus dem rechts davon liegen Gletscherbruch.) Auf dem folgenden flacheren Absatz geht man rechts am Bivacco Lombardi vorbei zum Oberen Ortlerferner.

    Noch einmal wird der Gletscher etwas steiler und zerrissener, bevor man eine große Querspalte umgeht und dann das aller oberste flache Gletscherbecken erreicht. Zuletzt geht es in einem großen Bogen zum Ansatz des kurzen Gipfelgrats und über diesen zum höchsten Punkt hinauf.

    Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg. Etwas unterhalb des Bivacco Lombardi gibt es beim Felsabbruches die Möglichkeit an Bohrhaken zum Bärenloch abzuseilen.

    Öffentliche Verkehrsmittel

    Mit dem Zug nach Meran und mit Bus 271 mit Umsteigen in Stilfs nach Sulden.

    Anfahrt

    Über den Reschenpass nach Glurns. Dahinter rechts Richtung Stilfser Joch abbiegen und in Gomagoi den Beschilderungen nach links bis nach Sulden. Parkplatz hinter der Kirche St. Getraud.

    Parken

    Geräumiger Parkplatz im Ortszentrum. Fahrpläne: www.sii.bz.it

    Koordinaten

    DD
    46.527008, 10.583318
    GMS
    46°31'37.2"N 10°34'59.9"E
    UTM
    32T 621430 5153822
    w3w 
    ///moosgrün.mündeten.fortbildungen
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Buchempfehlungen des Autors

    M. Pröttel, Die Königstouren der Ostalpen. Bruckmann Verlag.

    Kartenempfehlungen des Autors

    Tabacco Karte 08, Ortlergebiet, 1:25000

    Kartentipps für die Region

    Mehr anzeigen

    Ausrüstung

    Komplette Hochtourenausrüstung mit Seilzeug, Gurt, Pickel, und Steigeisen.

    Nutzerfragen


    12.07.2022
    Lars-Uwe Heise  
    Wir haben am unteren Gletscher welche benötigt, ausgeapert. Den Aufschwung am Ende des unteren Gletschers besser links über die Felsen bewältigen. Am oberen Gletscher morgens hilfreich, im Abstieg sulziger Schnee.
    12.07.2022
    Eric H.  
    Fragesteller
    Danke 👍 Ist die Tour oben solo möglich? Bin meist allein unterwegs.
    12.07.2022
    Bruno Bayer
    Ohne Steigeisen. Ohne Seil. Ohne Partner. Das wird Dir hoffentlich keiner empfehlen!!
    13.07.2022
    Eric H.  
    Fragesteller
    Ich sprach nicht von ohne Steigeisen und ohne Seil ... Ich fragte nach den Bedingungen und der Schwierigkeit.
    13.07.2022
    Markus Schwill  
    Ohne Steigeisen ist die Tour völlig unmöglich. Das ist eine nicht zur unterschätzende Hochtour die viele nur mit Bergführer schaffen werden. Wer fit ist und Erfahrung hat kann sie gut meistern, wer das nicht hat, hat am Ortler leider nix verloren. Das geht schief...
    13.07.2022
    Eric H.  
    Fragesteller
    Danke, das sind eher hilfreiche Auskünfte/ Einschätzungen.
    03.08.2022
    Benjamin Ochs
    War heute oben, solo viel zu gefährlich. Schwierigkeit? Eine herausfordernde Tour, nicht zu unterschätzen! Konditionen? Naja, der schneearme Winter und die Hitzewellen tragen ihren Teil dazu bei, dass der Gletscher nicht gerade sicherer wird.
    12.08.2022
    Lydia Sarlay  
    @Benjamin Ochs: wie waren die Bedingungen am Gletscher/Spalten? Planen die Tour in knapp 3 Wochen. Danke!
    14.08.2022
    Benjamin Ochs
    Spalten konnten für mein Empfinden im unteren Teil super umgangen bzw übergangen werden und weiter oben hat auch alles gut geklappt, auch wenn kaum Schnee da war. Empfehlung ist auf jeden Fall zum Frühstück um 4 Uhr bereits alles gerichtet zu haben, damit ihr so früh wie möglich los könnt. Manche Firnbrücken im oberen Teil waren im Abstieg heikel.
    14.08.2022
    Benjamin Ochs
    Wenig Schnee, haben an der Steilstelle (Blankeis) am Abstieg uns gesichert (Bohrhaken vorhanden). Frühstück gibts um 4, danach so früh wie möglich starten. Manche Firnbrücken im oberen Teil sind nicht mehr sehr stabil. An einigen Stellen sind Leitern. Liebe Grüße und viel Spaß!

    4,8 von 5
    10 Bewertungen · 4 Rezensionen
    fantastisch
    5
    sehr schön
    4
    ganz in Ordnung
    3
    nicht so toll
    2
    sehr schlecht
    1
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     von 

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    Schwierigkeit
    WS+III40° mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    21,2 km
    Dauer
    15:00 h
    Aufstieg
    2.000 hm
    Abstieg
    2.000 hm
    Höchster Punkt
    3.905 m
    Tiefster Punkt
    2.010 m
    Aussichtsreich Gipfel-Tour Hin und zurück

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

    Statistiken

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