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Dolomiten Höhenweg 5

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  • Fischleintal, Sexten
    Fischleintal, Sexten
    Foto: By Rufus46 (Own work), CC BY-SA, via Wikimedia Commons

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    Einsame Überschreitung der östlichen Dolomiten von Sexten bis nach Pieve di Cadore
    schwer
    Strecke 79,4 km
    33:00 h
    6.533 hm
    6.955 hm
    2.610 hm
    858 hm
    Der Dolomiten-Höhenweg Nr. 5, auch Tizian-Höhenweg, ist eine Herausforderung für ausdauernde, erfahrene und klettergewandte Bergsteiger. Die gesamte Unternehmung steht im Schwierigkeitsgrad über den Höhenwegen 1-4 und erfordert mindestens zehn Wandertage. In Sexten beginnend werden zunächst die Sextener Dolomiten Richtung Süden durchwandert. Nach dem Zwischenabstieg nach Auronzo di Cadore erfolgt die technisch anspruchsvollere Durchquerung des Marmarole-Massivs von Ost nach West. Der letzte Abschnitt verläuft ebenso wie der Höhenweg Nr. 4 vom Riugio San Marco südostwärts durch die Antelao-Gruppe in das Piavetal. Die Überschreitung hält sowohl aussichtsreiche, bequeme Höhenwanderungen bereit, als auch ausgesetzte Steige wie den Sentiero degli Alpini, die Strada Sanmarchi, den Sentiero attrezzato Adriano Cipriano und die Via ferrata del Cadorin. Bei der Durchschreitung der Marmarole-Gruppe ist auf dem Abschnitt zwischen dem Rifugio Chiggiato und der nächsten bewirtschafteten Schutzhütte, dem Rifugio San Marco, mit mindestens einer Übernachtung im Biwak zu rechnen. Der Höhenweg ist mit einer rot-weiß-roten Markierung sowie mit einer fünf im roten Dreieck gekennzeichnet.

    Autorentipp

    Es empfiehlt sich, die Schlafplätze rechtzeitig zu reservieren! Die meisten Hütten haben von Anfang Juli bis Ende September geöffnet.
    Schwierigkeit
    schwer
    Gesamtschwierigkeit
    schwer

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt
    2.610 m
    Tiefster Punkt
    858 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez

    Wegearten

    Höhenprofil anzeigen

    Sicherheitshinweise

    • Der Höhenweg kann nur ausdauernden Bergsteigern mit ausreichender alpiner Erfahrung und Kletterfertigkeiten in gesichertem und freiem Gelände (bis zum Schwierigkeitsgrad II) empfohlen werden. Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie Orientierungsvermögen erforderlich!
    • An steilen Bergflanken und gesicherten Steigen herrscht Steinschlaggefahr, daher ist das Tragen eines Steinschlaghelms unerlässlich. 
    • Vorsicht nach längeren Regenfällen, bei Restschnee und Vereisung im Frühsommer sowie bei Nebel und Gewitter!
    • Von einer Alleinbegehung wird abgeraten.

    Wegbeschreibung

    Etappe 1: Sexten – Zsigmondyhütte

    Von der Ortsmitte Sexten aus queren wir den Sextenbach, gehen bis zum Skilift und dort rechts hinauf in den Wald. Wir passieren die Festung Heideck und wandern in das Fischleintal hinein. Nach gut einer Stunde erreichen wir die Fischleinbodenhütte und das Hotel Dolomitenhof, dann dem Weg Nr. 102/103 folgend die Talschlusshütte. Zunehmend steil geht es auf Weg Nr. 103 durch die Ostflanke von Einserkofel und Kanzel zur Zsigmondyhütte.

    Etappe 2: Zsigmondyhütte – Rifugio Carducci

    Von der Zsigmondyhütte geht es auf Weg 103 zunächst südwärts, dann in südöstliche Richtung steil aufwärts zur Forcella Giralba (2431 m), die zwischen Zwölferkofel und Monte Giralba liegt. Von dort geht es hinunter in das Val Giralba Alta und schließlich bis zum Rifugio Carducci.

    Etappe 3: Rifugio Carducci – Rifugio Monte Agudo

    Weiter führt die nächste Etappe auf Weg Nr. 103 abwärts Richtung Südosten, auf der rechten Talseite vorbei an der Abzweigung zur Via ferrata Cengia Gabriella, und weiter hinab in ein Seitental. Später gelangen wir erneut in das Val Giralba Alta und dann hinunter zu dem Punkt, an dem Val Giralba Alta und Val di Stallata zusammentreffen. Nun folgt der Abstieg durch das Val Giralba Bassa, bis wir die SS48 im Val d’Ansiei erreichen. Den Fußweg auf der vielbefahrenen Straße nach Reane können wir uns durch eine Busfahrt ersparen. Von der Station Taiarezze steigen wir dann entweder in rund zwei Stunden steil auf oder wir erleichtern uns den Anstieg durch Nutzung des Sesselliftes bis zur Bergstation am Monte Agudo, von wo das Rifugio Agudo in fünf Minuten erreichbar ist.

    Etappe 4: Rifugio Monte Agudo – Rifugio Ciareido

    Mit der vierten Etappe beginnt die Durchschreitung der Marmarole-Gruppe. Vom Rifugio geht es wieder hinab zur Verzweigung bei der Bergstation, dort in südwestliche Richtung zum Waldrand. Wir folgen Weg Nr. 262/271 bis zur Croda di Grazioso, an deren Gipfel wir knapp unterhalb vorbeiwandern. In südöstliche Richtung geht es bis vor den Col Burgion, an dessen Westflanke entlang und vom südlichen Sattel des Berges hinab zu einer Gabelung. Dort folgen wir Weg Nr. 262 zur Tabià Forcella Bassa, dann südwärts hinauf zur Hochfläche Col dei Buoi. Weiter südwestlich treffen wir auf eine von Lozzo di Cadore kommende Straße, der wir nach rechts folgen. Bei der nächsten Abzweigung halten wir uns geradeaus, um dem Weg Nr. 268 steil hinauf zum Rifugio Ciareido zu folgen.

    Etappe 5: Rifugio Ciareido – Rifugio Baion

    Diese Etappe ist eine angenehme Höhenwanderung zum Rifugio Baion. Wir gehen gen Ciareido-Massiv hinab zur Verzweigung, dort links und hinauf zu einer Schulter. An der Gabelung entscheiden wir uns für den gut zu gehenden Weg Nr. 262, der uns zunächst in südwestliche, dann in südliche Richtung teils eben, später steil hinab zum Rifugio Baion führt.

    Etappe 6: Rifugio Baion – Rifugio Chiggiato

    Vom Rifugio geht es auf Weg 262 westwärts, bei der Gabelung nach ca. einer halben Stunde weiter geradeaus, die Südhänge des Monte Peronat querend. Dann geht es rechts in das Hochtal zwischen Peronat und Croda Bianca. Das geröllige Hochtal wird gequert, dann folgt ein anspruchsvoller und teils exponierter Steig, der jedoch auch umgangen werden kann und uns in das Vallon del Froppa leitet. Dieses wird gequert, bevor wir die Forcella Sacù erreichen. An der Gabelung geht es geradeaus zum Rifugio Chiggiato.

    Etappe 7: Rifugio Chiggiato – Bivacco Tiziano

    Die nun folgende Teilstrecke über den „Sentiero degli Alpini“ ist sehr anspruchsvoll. Sie sollte nicht alleine begangen werden, optimale Wetterverhältnisse sind erforderlich. Zudem muss an ausreichend Proviant und Wasser gedacht werden, denn es muss eine Übernachtung in mindestens einem der Biwaks geplant werden. Vom Rifugio auf bekanntem Weg zurück zur Gabelung, dort links auf Steig Nr. 260 Richtung Nordwesten und bis an die Südflanke der Cima Salina. Es geht ausgesetzt und ungesichert aufwärts, bevor der Steig an einem Absatz rechts in die steile Westflanke leitet. Anspruchsvoll geht es weiter in das Val de la Tana, dann nach Norden aufwärts und links hinauf zu einem Kamin. Über Leitern und Kletterpassagen (I) gelangen wir zu einem Schutthang, dann folgt erneut ein Aufschwung mit Kletterstellen. Weiter geht es unter der Westwand der Punta Anita entlang, dann ausgesetzt hinab in die Forcella Jau de la Tana. Von dort führt der Steig nordwestwärts zum Bivacco Tiziano.

    Etappe 8: Bivacco Tiziano – Bivacco Musatti

    Die nächste Etappe führt auf Weg Nr. 280 südwärts in das Val Longa, dort rechts entlang der Ostflanke des Tacco del Tedesco, über zwei Wiesen und zu einer Rampe. Diese führt uns steil bis fast zum Grat, dort Richtung Süden und auf spärlich markiertem Steig aufwärts zu einer Scharte, woraufhin wir etwas weiter westlich einen aussichtsreichen Sattel erreichen. Dessen westlichen Steilabfall müssen wir rechts umgehen, bevor wir in nördliche Richtung hinab zur Gabelung des Schiavina-Nordgrates kommen. Dann halten wir uns links und geben beim Abstieg über die schrofigen Hänge Acht, über die wir in ein Geröllkar gelangen. In westliche Richtung geht es unmarkiert weiter in das Kar Meduce di Fuori und schließlich zum Bivacco Musatti.

    Etappe 9: Bivacco Musatti – Bivacco Voltolina

    Die neunte Etappe über die „Strada Sanmarchi“ ist erneut sehr anspruchsvoll – beste Sichtverhältnisse, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Orientierungsvermögen und Kletterfertigkeiten (bis II) sind erforderlich. Vom Bivacco geht es auf den Spuren des Steigs 280 Richtung Süden, bis die Markierung nach rechts weist. Über steile Wiesen (Rutschgefahr) und Kletterstellen (teils gesichert, teils frei) geht es in die Forcella Mescol. Der nächste Abschnitt führt in westliche Richtung über Geröll und mit Kletterpassagen in das Kar Meduce di Dentro und zur Ostflanke der Croda Rotta. Deren Gratzug wird überschritten (Leitern, Geröll, Schutt, Schrofen), man gelangt in die Forcella Croda Rotta, in die Westseite des Grates und in eine Scharte mit Steinmann. Unter der Westwand der Cima Vanedel wird die Überschreitung, zuletzt über eine senkrechte Wand mit Sicherung, in die Forcella Vanedel fortgesetzt. Unter den Nordwänden der Cima de Marchi wird teils ausgesetzt zum Rücken zwischen Cima de Marchi und Col Nero gequert. Von einer weiter westlich gelegenen Schulter geht es nach links in die Westflanke der Cima de Marchi, wo erneut sehr exponierte Stellen warten. Wir gelangen dann in das Val di Mezzo hinein, wo sich das Bivacco Voltolina befindet.

    Etappe 10: Bivacco Voltolina – Rifugio San Marco

    Durch das Val di Mezzo geht es auf der linken Seite talauswärts (Weg 280), unter der Ostwand des Corno del Doge entlang, dann in die Nordwand. Dort beginnt das Band der Cengia del Doge, die auf dem Sentiero attrezzato Adriano Cipriano überschritten wird und zwar heikle Passagen (II) enthält, jedoch zu den schönsten und imposantesten Abschnitten des Höhenwegs zählt. So wird der Corno del Doge umrundet. Dann treffen wir im Valle di San Vito auf die Route des Höhenweges Nr. 4. Auf Weg Nr. 266 geht es unter dem Torre dei Sabbioni vorbei in die Forcella Grande, dann südwärts hinab zum Rifugio San Marco.

    Etappe 11: Rifugio San Marco – Rifugio Galassi

    Vom Rifugio San Marco folgt eine lange Querung nach Osten. Bei der Einmündung des Weges 229 geht es geradewegs in ein Hochtal, dann in steilen Kehren zu einer Gabelung. Wir entscheiden uns für die linke Variante und gelangen in die Forcella Piccola, anschließend in einem Rechtsbogen zum Rifugio Galassi.

    Etappe 12: Rifugio Galassi – Rifugio Antelao

    An diesem Tag erwartet uns mit der Querung des Antelao-Massivs die längste und eine der anspruchsvollsten Etappen des Höhenweges. Vom Rifugio geht es auf Steig 250 nach Süden in Richtung Antelao-Gletscher. Am Fuß des Gletschers beginnt der anspruchsvolle Steig „Via ferrata del Cadorin“ (II), der zur Forcella del Ghiacciaio (2584 m) führt. Von dort geht es ostwärts mit einigen Kletterstellen (I) weiter, später dann steil abwärts nach Süden ins Valle Antelao. Weg Nr. 250 führt uns dann über begrünte Hänge südostwärts, bis wir auf Nr. 230 treffen und diesem zur Forcella Piria folgen. Von dort geht es in unschwierigem Gelände Richtung Osten bis zum Rifugio Antelao.

    Etappe 13: Rifugio Antelao – Pieve di Cadore

    Der letzte Abschnitt zeigt sich als angenehm zu gehender Abstieg in das Piavetal. Wir halten uns an Weg Nr. 250, der uns ostwärts zunächst zur Forcella Antracisa führt. Auf Weg Nr. 252 geht es dann weiter zum Monte Trànego. Von dort erfolgt der Abstieg in vielen Kehren zunächst nach Pozzale und schließlich nach Pieve di Cadore.

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    Rifugio Baion
    Rifugio Chiggiato
    Rifugio Tiziano
    Bivacco Musatti
    Bivacco Voltolina
    Rifugio San Marco
    Rifugio Antelao
    Piazza Tiziano
    Talschlusshütte - Berghütte

    Öffentliche Verkehrsmittel

    mit Bahn und Bus erreichbar

    Mit der Bahn zum Bahnhof Innichen, weiter mit dem Bus nach Sexten

    Am Ende der Tour mit dem Bus von Pieve di Cadore wieder zurück nach Sexten

    Suche Fahrplan zum Zielort

    nach
    Dolomiten Höhenweg 5

    Anfahrt

    Über die Brennerautobahn A22 bis zur Ausfahrt Brixen/Vahrn (Pustertal), dann auf der Staatsstraße (SS49-E66) nach Sexten

    Koordinaten

    DD
    46.701825, 12.350333
    GMS
    46°42'06.6"N 12°21'01.2"E
    UTM
    33T 297443 5175439
    w3w 
    ///antennen.prüfer.bricht
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Buchtipps für die Region

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    Kartentipps für die Region

    Mehr anzeigen

    Ausrüstung

    Feste und gut eingelaufene Wanderschuhe, bequeme und funktionale Kleidung (wind-, wasserdicht, mehrere Schichten), KS-Set, Steinschlaghelm, Seil, Pickel, Steigeisen, großer Rucksack mit Regenhülle, Karte und Kompass, Sonnenschutz, Lampe, Erste-Hilfe-Set, Wasser und Nahrungsmittelvorrat, Campingausrüstung mit Biwak-/Schlafsack

    Nutzerfragen

    Unbeantwortet

    Wollte mal fragen bin Dolomiti 1 und 2 gegangen auch ROSENGARTEN WELCHER DER ANDEREN DOLOMITENWEGE ÄNELT DIESEN BEIDEN.KANN MIR JEMAND EINEN TIPP GEBEN WÜRDE 6 ODER 7 TAGE WANDERN
    Hat jemand in 2019/2020 auf dem 5er die Marmarole Durchquerung gemacht? Wenn ja, wäre ich sehr interessiert zu erfahren, in welchem Zustand der Weg ist und wie die technische Schwierigkeit im Vergleich zum 3er und 4er ist.

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    Schwierigkeit
    schwer
    Gesamtschwierigkeit
    schwer

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    79,4 km
    Dauer
    33:00 h
    Aufstieg
    6.533 hm
    Abstieg
    6.955 hm
    Höchster Punkt
    2.610 m
    Tiefster Punkt
    858 m
    mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour Aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Von A nach B

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

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