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Montanroute

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  • Radfahrer auf geteerter Strasse bei Braunfels
    Radfahrer auf geteerter Strasse bei Braunfels
    Foto: CC BY-SA, Braunfelser Kur GmbH

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    Entdecken Sie 2000 Jahre Bergbaugeschichte und malerische Landschaften im Lahn-Dill-Bergland, Westerwald, Lahntal und Taunus
    mittel
    Strecke 82,7 km
    6:05 h
    367 hm
    413 hm
    424 hm
    141 hm
    Mit der Geopark Montanroute, die den Lahn-Dill-Kreis auf einer Länge von 95 km von Nord nach Süd durchquert, bietet sich Radfahrern die einmalige Möglichkeit, die Bergbaugeschichte der Region kennenzulernen und sich auf die Spur dieser 2000 Jahre zurückreichenden Tradition zu begeben. Neben zahlreichen bergbauhistorischen Stätten laden unterwegs immer wieder spannende Besuchereinrichtungen, wie der Besucherstollen Ypsilanta in Oberscheld, Die Villa Grün in Dillenburg oder auch das Besucherbergwerk Grube Fortuna in Solms-Oberbiel, zu einer kurzen Verschnaufpause ein. Auch landschaftlich hat die Tour einiges zu bieten. Die Landschaft des Lahn-Dill-Berglands erwartet die Radfahrer ebenso wie das Dilltal, Lahntal sowie Westerwald und Taunus. Die Geopark-Montanroute startet im Biedenkopfer Stadtteil Wallau und verläuft, auf bestehenden Radwegen, vom Naturpark Lahn-Dill-Bergland bis in den östlichen Hintertaunus nach Brandoberndorf.
    Schwierigkeit
    mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt
    424 m
    Tiefster Punkt
    141 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez

    Wegearten

    Asphalt 72,69%Schotterweg 5%Naturweg 2,40%Pfad 2,59%Schieben 0,87%Straße 11,96%Unbekannt 4,46%
    Asphalt
    60,1 km
    Schotterweg
    4,1 km
    Naturweg
    2 km
    Pfad
    2,1 km
    Schieben
    724 m
    Straße
    9,9 km
    Unbekannt
    3,7 km
    Höhenprofil anzeigen

    Wegbeschreibung

    Der Ausgangspunkt der Geopark-Montanroute ist der Biedenkopfer Stadtteil Wallau. Im äußersten Norden des Naturparks Lahn-Dill-Bergland, an den südlichen Ausläufern des Rothaargebirges gelegen, durchfließt die Lahn in Wallau die erste hessische Ortschaft. Die Begegnung mit der Lahn wird jedoch nicht von langer Dauer sein. Die Montanroute verlässt Wallau in südwestlicher Richtung auf dem hessischen Radfernweg R8 und wird erst im letzten Teilabschnitt, im Lahntal bei Wetzlar, wieder auf den Flusslauf stoßen.

    Der erste Teilabschnitt führt, leicht aufsteigend, durch die wunderschöne Hügellandschaft des Lahn-Dill-Berglands. Dabei werden immer wieder kleine, malerische Ortschaften durchfahren, die vor allem eines gemeinsam haben – eine lange und bewegte Bergbaugeschichte. Kurz bevor die Ortschaft Simmersbach durchquert wird, erreicht die Montanroute den höchsten Punkt (425m ü. NN) der Tour und verläuft fortan angenehm „bergab“ dem Dilltal entgegen.

    Schon bald wird das Landschaftsbild von einer echten kulturhistorischen Besonderheit geprägt. Gemeint sind die Hauberge bei Eibelshausen. Im Bergland des nördlichen Lahn-Dill-Kreises, an der oberen Dill sowie im Roßbach- und Dietzhölztal, wird seit Jahrhunderten eine genossenschaftliche Waldbewirtschaftung betrieben, die man Haubergswirtschaft nennt. Vermutlich seit dem 13. Jahrhundert werden dort im Turnus von 16 – 20 Jahren die Laubholzbestände abgetrieben, die aus den stehengebliebenen Stümpfen (auch: Stöcke) wieder nachwachsen. Die Entstehung dieser Form der Niederwaldbewirtschaftung ist auf den immensen Bedarf an Holzkohle zurückzuführen, der für die Eisengewinnung in den Rennöfen und später in den Eisenhütten und Hochöfen benötigt wurde. Im weiteren Verlauf weckt außerdem die „Alte Schmiede“ in Wissenbach das Interesse, weil sich dort für das Hoch- und Spätmittelalter eine erste Arbeitsteilung im Verhüttungswesen nachweisen lässt. Hinweistafeln informieren darüber, dass das Eisen aus den Rennöfen der Region in dieser mittelalterlichen Schmiede zu Barren und Stangen weiterverarbeitet wurde. Kurz darauf erreicht die Montanroute die historische Oranierstadt Dillenburg.

    Der charakteristische Dillenburger Schlossberg ist schon aus der Ferne gut zu erkennen und sollte unbedingt besichtigt werden. Dort befindet sich auch mit dem Geopunkt „Villa Grün“, ein wirtschaftsgeschichtliches Museum, das die wirtschaftliche Entwicklung des Dillgebietes wieder aufleben lässt und u.a. über die Themen Bergbau, Handwerk und Haubergswirtschaft informiert. Für geologisch Interessierte könnte auch ein Abstecher zum Geotop „Am laufenden Stein“, auf der Rückseite des Dillenburger Bahnhofs gelegen, lohnenswert sein.

    Ab Dillenburg verläuft die Montanroute, vorerst bis zum Dillenburger Stadtteil Niederscheld, auf dem Dilltalradweg. Dieser wird bei besagter Ortschaft kurzfristig verlassen, um einen Abstecher in den traditionsreichen Schelderwald zu machen. Dem Schelderwald ist innerhalb des Lahn-Dill-Gebietes ehemals eine besondere wirtschaftliche Bedeutung zugekommen. Seit der Latènezeit (5.-1. Jahrhundert v. Chr.) und bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein wurde hier Eisenerz vom berühmten Typ Lahn-Dill abgebaut, wovon auch heute noch die zahlreichen historischen Eisenerzgruben zeugen. In Oberscheld endet der kurze Abstecher in den Schelderwald am Besucherstollen „Grube Ypsilanta“. Dieser kann an jedem 1. Sonntag im Monat sowie nach Voranmeldung (Tel.: 02771 21193) auf einer ca. 40 Minuten dauernden Führung besichtigt werden.

    Zurück auf dem Dilltalradweg verläuft die Montanroute nun wieder in südlicher Richtung weiter nach Herborn – ein lebendiges Fachwerkstädtchen mit zahlreichen Bars, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Der Radweg schlängelt sich anschließend stets entlang des Dillufers, vorbei an den Ortschaften Sinn, Katzenfurt, Dillheim und Ehringshausen.

    Kurz nach der Ortschaft Ehringshausen wird der Dilltalradweg schließlich wieder verlassen, um von Berghausen aus Kurs in Richtung Besucherbergwerk „Grube Fortuna“ zu nehmen.

    Mit dem Geoinformationszentrum „Grube Fortuna“ (Tel.: 06443 82460) können Besucher eines der letzten klassischen Erzbergwerke in Deutschland in seinem Orginalzustand besichtigen. In 150 Metern Tiefe wird dort der gesamte Ablauf der Eisenerzgewinnung originalgetreu vorgeführt. Diese „Erlebniswelt unter Tage“ stellt ein absolutes Highlight auf der Montanroute dar und sollte auf keinen Fall verpasst werden.

    Schon kurze Zeit später, wenn die letzten Ausläufer des Westerwaldes überwunden sind, bietet sich ein herrlicher Blick in das Lahntal hinein. Dieses wird nun zwischen Oberbiel und Burgsolms durchquert und verschwindet ebenso schnell wieder aus dem Sichtfeld, wie es erschienen ist.

    Bei der Ortsdurchfahrt von Burgsolms sollten die Augen nach einem „Stein-Starken-Erlebnis“ offen gehalten werden. Im gesamten Stadtgebiet befinden sich öffentliche Informations- und Spielstationen, die über den historischen Bergbau in der Region informieren und sich, auf allgemeinverständliche Art und Weise, der heimischen Geologie annehmen.

    Dem Solmstal Richtung Quelle folgend, endet die Geopark Montanroute schließlich im östlichen Hintertaunus in Brandoberndorf.

    Öffentliche Verkehrsmittel

    mit Bahn und Bus erreichbar

    Wallau(Lahn) ist mit der Bahn Strecke Marburg - Erndtebrück - https://www.bahn.de - RB 94 erreichbar. Von dort erreichen Sie nach ca. 950m über Bahnhofstraße, rechts in die Hohe Straße, links in die Georg Müller Straße und dann in die untere Lahnstraße einbiegen, auf dieser bleiben ( nicht wieder rechts einbiegen) und dem überqueren der Lahn den Startpunkt.

    Vom Endpunkt der Radstreche sind es knapp 100 m zum Banhof Brandoberndorf

    Suche Fahrplan zum Zielort

    nach
    Montanroute

    Koordinaten

    DD
    50.925767, 8.476956
    GMS
    50°55'32.8"N 8°28'37.0"E
    UTM
    32U 463239 5641700
    w3w 
    ///gipfelt.anrichte.einrichtungen
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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    Schwierigkeit
    mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    82,7 km
    Dauer
    6:05 h
    Aufstieg
    367 hm
    Abstieg
    413 hm
    Höchster Punkt
    424 m
    Tiefster Punkt
    141 m
    mit Bahn und Bus erreichbar Aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights Von A nach B

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

    Statistiken

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