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Günztal-Radweg

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Kneippland Unterallgäu Verifizierter Partner 
  • Foto: Tobias Klöck, Kneippland Unterallgäu

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    Der Günztal-Radweg führt von seiner Quelle im Ostallgäuer Günzach auf rund 92 km bis nach Günzburg zur Günzmündung in die Donau. Entlang der Stecke sind in die abwechslungsreiche Landschaft herrliche Kirchen und Schlösser eingebettet. Besonders sehenswert sind die Flora und Fauna entlang der Günz, da diese auf vielen Teilabschnitten noch naturbelassen ist.
    leicht
    Strecke 92,7 km
    6:12 h
    43 hm
    410 hm
    808 hm
    441 hm

    Der Günztal-Radweg hat eine Länge von ca. 92 km, von denen wir hier rund 58 km beschreiben: Obergünzburg bis Breitenthal. Er verläuft überwiegend auf verkehrsarmen Nebenstraßen und auf Feldwegen. Da er meist entlang des Flusstales führt, ist er für Kinder sehr gut geeignet. Es sind keine wesentlichen Steigungen zu bewältigen.

    Günzach, der Beginn des Günztal-Radweges liegt etwa 3 km von Obergünzburg entfernt, unserem Ausgangspunkt für die ca. 3 stündige familienfreundliche Radtour. Wir starten am historischen Marktplatz von Obergünzburg mit dem Mohrenbrunnen. Gegenüber sehen wir die imposante Kirche St. Martin aus dem 15. Jahrhundert. Wir radeln zunächst auf der Straße Unterer Markt, am Südseemuseum vorbei und biegen nach ca. 150 m links in die Krankenhausstraße ein. Diese Straße geht in den Forstweg über, dem wir bis zu den Schrebergärten folgen. Ab hier wird der Günztal-Radweg kiesig, aber sehr idyllisch. Die Günz wurde hier nicht begradig, sie zeigt ihren natürlichen Charme. Nach ungefähr 3 km erreichen wie die denkmalgeschützte Mühle des Schlosses Liebenthann. Hier können wir einen Zwischenstopp mit der ganzen Familie einlegen und im Ausflugslokal eine Erfrischung zu uns nehmen.

    Auf der anderen Seite des Tales befindet sich die Teufelsküche, ein Geotop. Wild übereinander gestapelte, große Blöcke aus der Nacheiszeit kennzeichnen dieses Gebiet und gaben der Teufelsküche ihren Namen. Wir folgen dem Günztal und kommen im Markt Ronsberg an. Er liegt im Voralpengebiet des östlichen Günztales. Auf dem Berg des Ruom, auf Ronsberg, erbauten die Herren von Ursin um 1130 eine neue Stammburg. Die Ronsberger gründeten 1183 das Benediktinerkloster Irsee.

    Wir fahren auf der Mühlstraße in den Ort ein, sehen rechts eine teilrenovierte Mühle und erreichen die Obergünzburger Straße. Hier biegen wir links Richtung St. Ulrich Kirche ab und radeln über den Marktplatz auf der Engetrieder Straße bis zum Ortsende, bis wir wieder an den Günztal-Radweg (Günzweg) gelangen.

    Am Sportplatz und den Tennisanlagen vorbei fahren wir an einem Günztal-Wasserkraftwerk vorbei und können die blühende Landschaft, fernab der Staatstraße genießen, bis wir in Engetried ankommen. Hier fahren wir ein kurzes Stück entlang der Hauptstraße. Die barocke Kirche lädt zum Verweilen und zur Ruhe ein, danach stärken wir uns in der gegenüberliegenden gut bürgerlichen Gaststätte. Am Ortsende vor der Verkehrsinsel biegen wir links auf den Radweg. Kurz nach Engetried, hinter dem öffentlichen Grillplatz, können wir vielleicht am Biotop den Grasfrosch oder andere Amphibien beobachten. In der naturbelassenen Günz haben wir die Möglichkeit an der Kneippanlage die Füße zu erfrischen. Wer seine Beine nicht entkleiden möchte – benützt das Armbecken zur Abkühlung. Die bereitgestellten Bänke laden zu einem gemütlichen Plausch ein oder wir genießen das Rauschen der Günz.

    Dieser kurze Abstecher hat unsere Sinne angeregt und flott geht es, fernab der Kreisstraße, weiter auf dem geschwungenen Radweg. Erholt erreichen wir nach einer kleinen Brücke auf dem Mühlweg Markt Rettenbach. Wir folgen der schmalen Straße, zur linken Seite steht die ehemalige Burgmühle zu Markt Rettenbach mit einem prächtig erhaltenen Fachwerkgiebel, überqueren die Ottobeurer Straße und fahren auf dem Riedweg aus dem Ort hinaus.

    Wir radeln entlang blühender Wiesen und der östlichen Günz auf der schmalen, nicht asphaltierten Straße in nördliche Richtung, halten uns an der Gabelung rechts, bis wir nach ca. 1,5 km Gottenau erreichen. Die Filialkirche ist Viehpatron St. Leonhard geweiht. Der Heilige erscheint im Deckengemälde von 1730 zusammen mit der Dreifaltigkeit und Maria sowie in einem großen Gemälde außen am Chor und als Holzfigur des 18. Jahrhunderts. Der Chorraum und der Turm stammen aus der spätmittelalterlichen Zeit.

    Wir biegen am Ortseingang links ab, lassen Gottenau rechts liegen und radeln auf dem geteerten Feldweg weiter durch die landwirtschaftlich genutzten Fluren. Wir überqueren die Ortsverbindungsstraße nach Altisried, fahren entlang des Kiesabbaugebietes Richtung Lindenhöf bis zur Kreuzung Hochfürst- und Hochstettener Straße beim Weiler Hammerschmied. Wir folgen dem Radweg entlang der einzelnen Gehöfte von Lindenhöf. Bald fällt unser Blick auf Sontheim, das 838 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt wurde. In Sontheim passieren wir die Verkehrsinsel und folgen der Frechenriedener Straße, die in die Hauptstraße mündet.

    Wir können einen Zwischenstopp in einem der ältesten noch bewirtschafteten Gasthäuser der Gegend einlegen. Das Gasthaus Adler wurde in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet. Früher war es üblich, dass neben einer Gaststätte die Kirche steht, so auch hier in Sontheim. Die Pfarrkirche St. Martin stammt aus der gleichen Zeit und wurde 1762 barock umgestaltet. Unsere Tour führt uns weiter bis zur Einmündung zur Bahnhofstraße, wo wir links abbiegen, die Bahnschienen überqueren und die vielbefahrene Straße ein kurzes Stück bis zur Abzweigung nach Schlegelsberg befahren. Ursprünglich bezeichnete man nur den Höhenzug zwischen Sontheim und Breitenbrunn als Schlegelsberg. Bei Erdarbeiten fand man 1954 einen Zahn eines Urpferdes. Augen auf, vielleicht haben auch wir Glück und finden Urzeitliches!

    Die leicht ansteigende Dorfstraße führt uns durch das Dorf und weiter unter der Autobahnbrücke der A96 hindurch nach Erkheim. Wir fahren auf der Schlegelsberger Straße, später Marktstraße, durch den Ort bis zur Arlesrieder Straße. Hier biegen wir links und gleich wieder rechts in die Babenhausener Straße ab. Die Günz liegt hier tief in ihrem Bachbett, doch bei Hochwasser werden die angrenzenden Gebäude von ihrem Wasser bedroht. Wir passieren die Kirche und die letzten Häuser und biegen an der Abzweigung am Ortsrand rechts in eine ruhigere Straße ab. Dieses flache Stück entlang der östlichen Günz lädt zum Genießen ein.

    Vor uns liegt das geschichtsträchtige Daxberg, wo wir uns links halten. Es lohnt sich ein Abstecher gerade aus hinauf auf den Berg. Als erstes nimmt man den mittelalterlichen Turm der katholischen Kirche St. Nikolaus wahr. Das Langhaus im Kern dieser Kirche stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. Nicht nur die Kirche ist sehenswert – auf dem Berg kann man den Schulalltag nachempfinden, denn das Allgäu-Schwäbische Dorfschulmuseum ist detailgetreu nachgebildet. Die Besucher sind erstaunt und fasziniert von der einklassigen Dorfschule. Unter Denkmalschutz steht hier ein Bauernhaus mit Resten des ehemaligen Burgstalls, eine Stadelmauer und noch einiges mehr.

    Wir umrunden Daxberg, kommen zur Moosmühle und folgen der Günz. Vor der Ölmühle biegen wir links ab und können nach ca. 200 m das Zusammentreffen der westlichen und östlichen Günz beobachten. Wir fahren nach rechts ca. 2,6 km an der nun vereinigten Günz entlang, bis wir zur Frickenhausener Straße kommen und links nach Egg abbiegen. Egg hat 1486 einen berühmten Theologen hervorgebracht, Johannes Eck, eigentlich Johannes Mayer – er wurde nach seinem Geburtsort Eck (Egg) genannt und war seinerzeit ein Gegner von Martin Luther.

    In Egg fahren wir links auf die Inneberger Straße und dann rechts auf dem Sportplatzweg, am Tennisplatz vorbei und wieder hinaus aufs freie Feld bis zur Verbindungsstraße nach Engishausen. Hier fahren wir links, aber schon nach 200 m wieder rechts auf den befestigten Feldweg über den Täuferbach. An der nächsten Abbiegung halten wir uns links und radeln entlang der Wiesen und Äcker, zwischen den Ortschaften Weinried und Klosterbeuren hindurch. Kurz vor Babenhausen können wir auf der Fabrikstraße nach links zum Badesee mit Kiosk und Spielplatz abbiegen. Wir radeln bis zur Abzweigung Rechbergstraße und rechts weiter zum Fuggerschloss. Ein Besuch der barocken, ehemaligen Fuggerkirche St. Andreas und des Fuggerschlosses mit dem Fuggermuseum ist sehr lohnenswert. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts ist das Schloss im Besitz der Kaufmannsfamilie Fugger.

    Die Schrannenstraße führt uns unterhalb des imposanten Schlosses entlang bis zum Marktplatz und links weiter auf der Ritter-von Rafflerstraße und dem Gänsberg Orts auswärts. Auf der schattigen Straße, vorbei an Einzelgehöften touren wir bis zur Einmündung Talstraße, wo wir rechts Richtung Bebenhausen abbiegen. Westlich von Bebenhausen liegt der Günzstausee Babenhausen, es folgen noch weitere künstliche Seen. Wir radeln am Ortsrand entlang bis zur Gabelung der An der Mühlstatt, halten uns links, überqueren abermals die Günz und biegen nach 200 m rechts auf den Feldweg ein. Wir radeln durch die Fluren von Ketters­hausen, das seit 1806 zum Königreich Bayern gehört und 1162 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Über 250 Jahre hatte Kettershausen den Sitz des Gerichts der Herrschaft der Fürsten Fugger-Babenhausen inne.

    In Kettershausen fahren wir am Sportplatz vorbei, radeln rechts, überqueren die Günz und biegen bei der nächsten Abzweigung links in die Waldstraße ab. Einen weiteren kulturellen Abstecher können wir bei der neuromantischen St. Michaels-Kirche machen und die Stille genießen. Unsere Radtour führt uns am Günzstausee Kettershausen und an Mohrenhausen vorbei. Ca. 1 km nach Mohrenhausen erreichen wir eine Gabelung, an der wir uns links an der Günz halten in Richtung Tafertshofen. Dem Weg folgend, biegen wir etwa einen km weiter nach Zaiertshofen ab. Noch vor der Ortseinfahrt verlassen wir diese Straße und fahren bis zur nächsten Gabelung. Hier biegen wir links ab, treffen auf die naturbelassene alte Günz, fahren am Kiesabbaugebiet und an den Fischweihern vorbei, halten uns links und können am Campingplatz am Oberrieder Weiher an heißen Sommertagen schwimmen, entspannen oder auch einen Imbiss einnehmen. Die Kinder können sich mitten im Naherholungsgebiet am Spielplatz austoben. Gegenüber vom Baggersee befindet sich der Günztalstausee Breitenthal, dieser wird für die Stromerzeugung genützt. Erholt fahren wir die Oberrieder Weiherstraße entlang bis zur Gabelung und erreichen unser Ziel: Breitenthal. Breitenthal hat seinen Namen von der Lage am Günztal und bezieht sich auf die lateinische Bezeichnung „lata valle“ und bedeutet „breites Tal“.  

    Schwierigkeit
    leicht
    Gesamtschwierigkeit
    leicht

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt
    808 m
    Tiefster Punkt
    441 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez

    Wegearten

    Asphalt 41,93%Schotterweg 32,39%Naturweg 14,75%Straße 10,91%
    Asphalt
    38,9 km
    Schotterweg
    30 km
    Naturweg
    13,7 km
    Straße
    10,1 km
    Höhenprofil anzeigen

    Wegbeschreibung

    Obergünzburg - Ronsberg - Markt Rettenbach - Sontheim - Erkheim - Egg - Babenhausen - Kettershausen - Breitenthal - Wisenbach - Ellzee - Waldstetten - Ichenhausen - Günzburg

    Wegeoberfläche: ca. 75 % Asphalt, ca. 25 % gekieste Wirtschaftswege

    Einkehr
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    Wegpunkt
    Startpunkt
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    Tiefpunkt
    Höhepunkt
    Vorhersage
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    {x} weitere anzeigen
    Foto
    Video
    Günzquelle
    Günzach
    Obergünzburg
    St. Martin
    Freibad Hagenmoos
    Hagenmoos Naturbad - EU-Badesee
    Liebenthann Mühle
    Teufelsküche
    Kreuzkapelle in Engetried
    Naturdenkmal Aurikelschlucht
    Pfarrkirche St. Blasius in Engetried
    Kneippanlage in Engetried
    Grillplatz in Engetried
    Kneippanlage in Markt Rettenbach
    Pfarrkirche St. Jakobus maj. in Markt Rettenbach
    Gasthof Adler
    Wallfahrtskirche Maria Schnee, Markt Rettenbach
    Filialkirche St. Leonhard in Gottenau
    Kneipptretanlage in Sontheim
    Pfarrkirche St. Martin, Sontheim
    Gemeinde Sontheim
    Bahnhof Sontheim
    Dampfsäg Sontheim
    Natur-Freibad Erkheim
    Kneippanlage in Erkheim
    Daxberger Mariengrotte
    1. Allgäu-Schwäbisches Dorfschulmuseum - Altes Schulhaus Daxberg
    Zusammenfluss Westliche und Östliche Günz
    Hochterrasse zwischen Egg und Lauben
    Kath. Pfarrkirche St. Bartholomäus, Egg a.d. Günz
    Rochuskapelle, Egg a. d. Günz
    Römerturm, Oberschönegg
    Kath. Pfarrkirche St. Sebastian, Engishausen
    Badesee mit Kiosk und Liegewiese in Babenhausen
    Kneippanlage Babenhausen
    Tourist-Info Babenhausen
    s'Radlgschäft Babenhausen
    Markt Babenhausen
    Pfarrkirche St. Andreas, Babenhausen
    Günzstausee
    Badeweiher Kettershausen
    Naturschutzgebiet Kettershauser Ried
    Puppen- und Bauernmuseum
    Fahrradservice Schulz
    Günz-Bad
    Bahnhof Ichenhausen
    Bahnhof Hochwang
    Bahnhof Kleinkötz
    Baggersee
    Tourist-Info LEGOLAND Allee
    E-Bike Ladestation
    Bahnhof GZ-Wasserburg
    Tourist-Info Günzburg-Leipheim
    Altstadt Günzburg
    Waldbad
    E-Bike Ladestation
    Bahnhof Günzburg

    Koordinaten

    DD
    47.820610, 10.453367
    GMS
    47°49'14.2"N 10°27'12.1"E
    UTM
    32T 608788 5297384
    w3w 
    ///eulen.gaben.ziegel
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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    Schwierigkeit
    leicht
    Gesamtschwierigkeit
    leicht

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    92,7 km
    Dauer
    6:12 h
    Aufstieg
    43 hm
    Abstieg
    410 hm
    Höchster Punkt
    808 m
    Tiefster Punkt
    441 m
    Etappentour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch Flora Fauna

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

    Statistiken

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