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Natur der Kontraste
Wer kennt sie nicht, die Costa Brava? Die wilde Küste mit ihren kleinen Buchten und versteckten Stränden, ihren bizarren Felsen, steil abfallenden Pinienhängen und fantastischen Ausblicken über das Mittelmeer. Die Natur hat hier jedoch mehr als nur ein Gesicht. Die Naturparks der Region spiegeln die abwechslungsreiche Natur sehr gut.
Cap de Creus ist Kataloniens erstes Schutzgebiet, das Land- und Meeresgebiete umfasst und bringt uns an die bekannte Küste. Von der Küste geht es direkt über in die weiten Waldgebiete des Naturparks Montseny im Grenzgebiet zwischen Girona und Barcelona, der für seine Artenvielfalt der Flora und Fauna bekannt ist. Das Gebirgsmassiv Montgrí mit den Medes-Inseln und den Auenlandschaften von Baix-Ter zeigt uns wiederum ein ganz anderes Bild. Im Sumpfgebiet Aiguamolls de l’Emporda im Mündungsbereich der Flüsse Fluviá und Muga sind vor allem Vogelbeobachter unterwegs.
Das Vulkangebiet La Garrotxa wurde 1985 zum Naturpark ernannt. Mit 38 Vulkankratern und mehr als 20 Basaltlavazungen ist er das beste Beispiel für eine Vulkanlandschaft auf der Iberischen Halbinsel. Zwischen der Costa Brava und den Pyrenäen gelegen erstreckt sich das Gebiet mit den grünen Hügeln und einer üppigen Vegetation sowie dem Zauberwald La Fageda d’en Jordà, der nur von Buchen gebildet wird und sich durch eine besondere Stille auszeichnet.
Foto: Nicole Biarnés
Ein Geheimtipp in den Pyrenäen ist das Vall de Núria, das nicht mit dem Auto angefahren werden kann, sondern nur per Zahnradbahn oder über den Pilgerpfad Camí Vell de Núria erreicht wird. Auf 200 m Höhe zwischen den Pyrenäen-Gipfeln ist das Tal ein traditionsreiches katalanisches Pilgerziel: Hier findet sich das Bildnis der Gottesmutter von Núria.
Ein einzigartiger Naturraum ist der See von Banyoles mit seiner Umgebung. Als wichtigstes karstisches Seensystem Spaniens begeistert das Gebiet mit außergewöhnlichen Felsformationen, Spuren steinzeitlicher Kultur und Legenden über einen Drachen in einer Höhle am See und Feen in dem uralten Wald bei Porqueres.
Mittelalterliche Städte, Sehenswürdigkeiten und Dalí
Girona, die Hauptstadt der gleichnamigen Region gehört zu den historisch und architektonisch interessantesten Städten Kataloniens. Besonders das Altstadtviertel überzeugt mit zahlreichen Highlights. Eine ausgiebige Entdeckungstour durch das Jüdische Viertel El Call mit seinen verwinkelten Gassen, zur weißen Kathedrale Santa Maria auf einem Hügel über der Stadt und zur Basilika Sant Feliu, entlang der römischen Stadtmauer und in die arabischen Bäder erfordert etwas Zeit. Seit Jahrzehnten ist Girona eine beliebte Filmkulisse, bei einer Stadtführung entdeckt man nicht nur Schauplätze aus der Serie „Game of Thrones“.
Foto: Oriol Clavera
Besalú ist ein mittelalterlicher Ort wie aus dem Bilderbuch. Die alte Brücke Pont Vell über den Fluss Fluviá ist eines der beliebtesten Fotomotive in ganz Katalonien. Die Kirchen Sant Martí und Sant Vicenç, das Kloster Sant Esteve sowie die Synagoge und das historische Badehaus im alten jüdischen Viertel sorgen für weitere tolle Motive mit mediterraner Mittelalter-Romantik.
Als eines der schönsten mittelalterlichen Dörfer Kataloniens und Spaniens gilt Pertallada. Geprägt durch schmale Gassen, sonnige Plätze und mittelalterliche Türme ist der Ort auf jeden Fall einen Ausflug wert. An den alten Steinhäusern des historischen Stadtkerns erkennt man viele gotische Elemente und natürlich gibt es auch eine Burg, die zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert errichtet wurde.
Ein besonderes Highlight ist auch das Kloster Sant Pere de Rodes, gelegen in der Sierra von Rodes in einem zurückgezogenen Gebiet. Es zeichnet sich durch architektonische und künstlerische Elemente der Karolinger und der Vorromanik sowie der römischen Kunst aus und ist heute der Sitz des Naturparks Cap de Creus. Als eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der nördlichen Costa Brava begeistert das Kloster nicht nur mit seinen Gebäuden, sondern auch mit seiner gebirgigen Küstenlandschaft und dem Blick über altes Weinbauland und das Mittelmeer.
Foto: Maria Geli, Pilar Planagumà, Arxiu Imatges PTCBG
Nicht nur auf Touristen übt die Region eine große Anziehungskraft und Inspiration aus. Salvador Dalí war hier zu Hause und ließ sich von der Landschaft inspirieren. Die traumverhangenen Landschaften seiner Gemälde mit den surrealen Lichtspielen sind ein Spiegel der Küstenlandschaft von L’Emporda. Seine Heimat widmet ihm daher gleich drei Museen: in Púbol, in Portlligat und in Figueres.
Aktiv in Girona
Das berühmteste Strandurlaubsziel der Iberischen Halbinsel ist mehr als nur Wasser und Sand – Wanderer und Radfahrer kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Wassersportler.
Die gute Wasserqualität und das hochspezialisierte Angebot in den großen touristischen Zentren an der Küste locken Segler (mit 17 Sporthäfen), Taucher (mit dem Naturreservat im westlichen Mittelmeer), Surfer und Kite-Surfer und natürlich Schwimmer und Schnorchler (mit den Vies Braves, einem markierten und mit Bojen versehenen Meeres-Wegenetz) an. Bei einer geführten Kajaktour erhält man einen noch tieferen Einblick in die Natur und Kultur der Costa Brava.
Foto: José Luis Rodríguez
Wanderer sind auf den Küstenwegen Camins de Ronda unterwegs. Die traditionsreichen Wege wurden über Jahrhunderte von Fischern, Küstenwächtern und Schmugglern genutzt. Spektakuläre Aussichten über die Küste, die Buchten und das Meer, steile Felsen und schattige Pinienwälder gestalten eine Tour abwechslungsreich. Besonders zu empfehlen sind die Camins de Ronda im Winter, wenn die Strände menschenleer sind und man ganz allein durch die romantischen Buchten spaziert.
Die Vies verdes, grüne Wege, sind speziell für Wanderer und Radfahrer entworfen und nicht für den motorisierten Verkehr zugelassen. Die Strecken verlaufen auf alten Eisenbahnschienen und weisen daher keine großen Höhenunterschiede auf. Sie verbinden nicht nur die fünf Landkreise der Region, sondern sind auch tolle Ausgangspunkte, um die Natur und Kultur Gironas zu entdecken.
Foto: Oscar Vall, Arxiu Imatges PTCBG
Radfahrern bietet sich außerdem ein weitläufiges Wegenetz, das besonders für Rennradtouren geeignet ist. Sanfte Hügel, steile Pässe, kurvige Straßen, die sich an die Felsen schmiegen, die Ausblicke auf das Meer und seine Brandung sowie das grüne Hinterland locken zu einer schnellen Tour. Aber auch Mountainbiker finden auf breiten Sand- und Schotterpisten sowie schmalen Singletrails die richtige Strecke.




très joli, mieux du côté Port de la Selva
fabulous walk, the climb is not gor the faint hearted, set off first thing and the smell of wild rosemary and cypresses on way up was unreal, you are rewarded with some great wildlife and stunning scenery