Im späten 17. Jahrhundert wurde der Schwarzwald von Freiburg bis zur Baar durch ein Verteidigungssystem aus Redouten, Wall-Graben-Anlagen und Bastionen gegen französische Invasionen gesichert. Die Anlagen erstreckten sich von der Schanze Haldenbuck oberhalb des Höllentals über den Hohwart (1120 m ü. NHN) zur Ringelschanze und weiter zur Rossbergschanze. Nach einer Unterbrechung folgten im Osten die Schanzen Beckenhöhe und Mucklewald.
Diese Befestigungen sind Teil des Türkenlouis-Pfads, der sieben barocke Schanzenanlagen miteinander verbindet. Sie wurden zwischen 1688 und 1707 unter Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, dem „Türkenlouis“, errichtet. Für den Bau und die Unterhaltung wurden Bauern aus Breitnau und der Umgebung zu mühsamen Schanzarbeiten und Wachdiensten herangezogen.
Entlang des Weges geben Informationstafeln Einblicke in das Leben dieser Menschen, die zwischen Hof und Wall, Pflug und Schanze ihren Alltag bestritten. Außerdem bietet die Tour beeindruckende Ausblicke auf die Schweizer Alpen, den Feldberg, die Vogesen und die Rheinebene.
Autorentipp
Zum Abschluss der Tour genießen wir Kaffee und Kuchen im Café Sonnenhöhe
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Einkehrmöglichkeiten
Café SonnenhöheNaturfreundehaus Breitnau
Sicherheitshinweise
Die Route führt über gut begehbare, teils naturnahe Wege.Weitere Infos und Links
Der Türkenlouis-Pfad ist vor Ort bis zur Hohwart-Schanze mit dem „Türkenlouis“ markiert. Zwischen den Wegweisern leitet die gelbe Raute des Schwarzwaldvereins:
www.schwarzwaldverein.de/schwarzwald/wanderwege/die-wegweiser.
Vom „Windrad“ zur Haldenbuckschanze ist der Weg nicht markiert, aber beschrieben. Somit kann die Tour auch ohne GPS-Unterstützung durchgeführt werden.
Der Schwarzwaldverein Hinterzarten-Breitnau e.V. (Marina Fuss) und der Verein Wälderleben e.V. (Bernhard Schwär) initiierten den Türkenlouis-Pfad und restaurierten die erhaltene Ringelschanze.
Weitere Informationen zum Türkenlouis-Pfad:
- swv-hinterzarten-breitnau.de/wege/tuerkenlouis-weg
- www.waelderleben.de/seite/641968/der-türkenlouis-pfad-breitnau.html
Wegbeschreibung
Ausgangspunkt des Themenwegs ist die Bushaltestelle vor der Kirche in Breitnau. Das Dorf wurde am 20. Februar 1690 von französischen Soldaten gebrandschatzt, während die Kirche von den dort eingeschlossenen habsburgischen Soldaten zur Wehrkirche ausgebaut wurde. In der Folge ließ der „Türkenlouis“ systematisch die Verteidigungslinien auf den Schwarzwaldkämmen ausbauen. Eine erste Informationstafel zum Türkenlouis-Pfad befindet sich direkt am Startpunkt der Wanderung.
Von hier aus führt der Weg am „Infopunkt Breitnau“ (mit WC) sowie am Wanderparkplatz vorbei hoch zum Roßberg und weiter zum Oberen Fahrenberg. Dort eröffnet sich ein beeindruckender Panoramablick über das Rheintal bis zu den Vogesen, über St. Peter zum Kandel sowie nach St. Märgen. Anschließend folgen wir dem Naturpfad entlang der Kammlinie bis fast zur B 500, wo sich ein alternativer Einstiegspunkt an der Bushaltestelle „Breitnau Ramshalde“ befindet.
Oberhalb der Ramshalde liegt – abseits des Türkenlouis-Pfads – die Mucklewaldschanze auf St. Märgener Gemarkung. Das östliche Ende des Türkenlouis-Pfads wird durch das Schild „Rückweg“ markiert, das sich direkt an der heute kaum erkennbaren Kleinen Schanze Beckenhöhe befindet. Diese liegt ebenso auf St. Märgener Gebiet wie die westlich gelegene Große Schanze Beckenhöhe, die mit ihren zwei gut sichtbaren Bastionen in einem kleinen Waldstück erhalten geblieben ist. Beide Schanzen werden heute als Heulager genutzt.
Am Wegweiserstandort „Oberer Fahrenberg“ folgen wir einem asphaltierten Weg geradeaus zum Naturfreundehaus, vor dem einst die Rossbergschanze errichtet wurde. Heute dient sie vor allem als Spielplatz für die jüngeren Gäste der bewirtschafteten Wanderhütte am Fahrenberg.
Von der Rossbergschanze aus zieht sich ein Wall in Richtung der rekonstruierten Ringelschanze. Im neu errichteten Blockhaus können sich Wandernde in den Sommermonaten mit gekühlten Getränken erfrischen. In Sichtweite liegt bereits das Schanzenhäusle, das – im Gegensatz zu den anderen Schanzen – nicht von einem Wall umgeben war. Vor vielen Jahren war es eine beliebte Ausflugsgaststätte.
Von hier ist es nicht mehr weit zum aussichtsreichen Hohwart und der unterhalb gelegenen gut erhaltenen Hohwartschanze. Dort endet die Markierung des Türkenlouis-Pfads.
Mit der gelben Raute steigen wir hinab zum Windrad, biegen am gleichnamigen Wegweiserstandort links ab und kurz darauf beim Parkplatz-Schild ohne Markierung rechts. Vorbei am Köhlerhäusle führt der Weg in den Wald, aus ihm heraus und weiter rechts haltend bis zum nördlichen Ende. Hier befindet sich linkerhand die Haldenbuckschanze, die westlichste Schanze auf Breitnauer Gemarkung.
Der Rückweg folgt derselben Strecke bis zum Wegweiserstandort „Schanz Waldeck“. Von dort führt der Panoramaweg am Fuß des Roßbergs zurück zum Ausgangspunkt.
Türkenlouispfad
Café Sonnenhöhe
Breitnau/Kirche
Infopunkt Breitnau
Breitnau/Am Panoramaweg
Umsetzer Roßberg
Hugenweiher
Oberer Fahrenberg
Große Schanze Beckenhöhe
Breitnau Ramshalde
Kleine Schanze Beckenhöhe
Mucklewaldschanze
Rossbergschanze
Naturfreundehaus Breitnau
Ringelschanze
Schanz Waldeck
Hohwartschanze
Windrad
Haldenbuckschanze
Pfarrwald
Rossberg
Wanderparkplatz Breitnau Kirche
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
Mit der Breisgau S-Bahn S1 bzw. S10 nach Hinterzarten, weiter mit dem Bus 7216 nach Breitnau Kirche.
Suche Fahrplan zum Zielort
Anfahrt
Von der B 500 zwischen Hinterzarten und Thurner nach Breitnau Ortsmitte abbiegenParken
Wanderparkplatz an der Kirche Breitnau: Kirchweg 14, 79874 Breitnau
Koordinaten
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W258 Titisee-Neustadt (Feldberg, Schluchsee, St. Blasien) Feb 2018, ISBN 978-3-86398-484-7
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Ausrüstung
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