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Themenweg empfohlene Tour Themenweg  · Kötschach-Mauthen

Geotrail Laas TW_N19

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Nassfeld - Pressegger See Verifizierter Partner 
  • Foto: Nassfeld - Pressegger See, Geopark Karnische Alpen

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    !!!ACHTUNG!!! Der Geotrail Laas ist infolge von Sturmschäden abschnittsweise nicht begehbar. Gesperrt ist leider der Zugang zu den versteinerten Bäumen.

    In Laas befindet sich ein Naturdenkmal höchsten Ranges: der versteinerte Baum von Laas, das größte Pflanzenfossil Österreichs.

    leicht
    Strecke 5 km
    3:00 h
    196 hm
    196 hm
    961 hm
    827 hm
    Abgesehen von diesem geologischen Highlight lässt die Vielfalt der lokalen Gesteine eine spannende Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten ist, die aber nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat. Es ist die Geschichte einer Dorfgemeinschaft, die sich nur entfalten konnte, weil ihr die geologischen Verhältnisse günstige Voraussetzungen boten, und weil die Menschen die Gesteine zu nutzen wussten.

    Die geologischen Gegebenheiten lenkten die Entwicklung, den Wohlstand und die kulturelle Entfaltung des Dorfes. Sie sorgten aber auch für Rückschläge, Angst und Schrecken, wenn sie Naturgewalten wie Murenabgänge mitverantworteten. Bis in die 1950er Jahre bestand diese Abhängigkeit, dann vergrößerte die Auslagerung vieler Produktionsprozesse, die vorher in allen Einzelschritten im Dorf selbst vorgenommen wurden, die Distanz zu den Lebensgrundlagen vor Ort. Aber auch heute noch ist Geologie von existenzieller Bedeutung. Nur muss man genauer hinsehen, um das zu erkennen. Der geologische Wanderweg durch Laas soll dazu beitragen.

    Schwierigkeit
    leicht
    Gesamtschwierigkeit
    leicht

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt
    961 m
    Tiefster Punkt
    827 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez

    Wegearten

    Asphalt 24,57%Naturweg 29,44%Pfad 31,88%Straße 14,09%
    Asphalt
    1,2 km
    Naturweg
    1,5 km
    Pfad
    1,6 km
    Straße
    707 m
    Höhenprofil anzeigen

    Sicherheitshinweise

    FAIR PLAY & RESPEKT:

    Achtsamkeit für Natur – Grundbesitzer – deine Gesundheit.... und die Sicherheit am Berg haben höchste Priorität bei deiner Tour und der damit verbundenen Tourenplanung!

    Deshalb erkundigt euch vor jeder Wanderung über die Verhaltensregeln - Sicherheit-am-Berg - sowie die aktuelle Wetterlage.

    Müllentsorgung:

    Abfall ist nicht immer zu vermeiden - in der Natur hat er aber nichts zu suchen und ist ordnungsgemäß (bevorzugterweise im Tal bzw. zu Hause) zu entsorgen. 

    Notrufnummern:

    Euronotruf: 112 (Zugang in jedes verfügbare Netz)

    Alpinnotruf Österreich: 140

    Weitere Infos und Links

    Du bist auf der Suche nach Wandertipps in der Region sowie einem staatlich geprüften Guide für eine geführte Bergwanderung?

    Dies und noch viele weitere Infos findest du unter - Tourentipps und Anbieterinfos

    In Kötschach-Mauthen gibt es zahlreiche ganzjährig geöffnete Einkehrmöglichkeiten - Details dazu unter Service A-Z.

    Wegbeschreibung

    Haltepunkt 1: Die Laaser Mühle – Symbol der Fruchtbarkeit

    Damit ein Dorf entstehen kann, müssen zwei Lebensgrundlagen vorhanden sein: Wasser und fruchtbare Böden.

    An letzere erinnert der Sinnspruch über der Tür zur Laaser Mühle.  Böden haben deswegen viel mit Geologie zu tun, weil sie fast zur Gänze aus Mineralen und Gesteinen bestehen. Auf ihnen wurde alles angebaut, was der Mensch zum Leben brauchte. Das waren nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Rohstoffpflanzen wie z.B. Flachs für die Herstellung von Stoffen. Waldböden lieferten den unentbehrlichen Bau- und Brennstoff Holz.

    Unter den Nahrungspflanzen war Getreide eines der wichtigsten, das aber erst durch abriebfeste Steine zu Mehl vermahlen werden musste. Auch diese fand man in der Umgebung von Laas: die wegen ihres Quarzgehaltes widerstandsfähigen roten Brekzien.

    In der Mühle wurde aber nicht nur Getreide zu Mehl vermahlen. Zwischen 1880 und 1930 betrieb man mit ihr auch Dresch- und Futterschneidmaschinen in den benachbarten Bauernhöfen. Die Mühle ist die letzte einer Reihe von Mühlen, Sägen und Schmieden, die sich einst am Laaser Bach aneinander reihten.

    Haltepunkt 2: Die Mure – Angst und Schrecken

    Die schöne Kulturlandschaft lässt auf den ersten Blick nicht erkennen, dass ihre Entstehung für die Dorfbewohner mit Angst und Schrecken verbunden war. Man steht hier auf einem Schwemmkegel, einem für Täler typischen Landschaftselement. Seinen Ausgang nimmt er punktförmig von einem Graben und verbreitert sich talabwärts fächerförmig. In diesen Gräben sammelt sich über die Jahre lockeres Gesteinsmaterial an, das dann bei starken Regenfällen in Bewegung kommt und als Mure seinen Weg nach unten sucht.

    Immer wieder wurden die Dörfer des Gailtals von solchen Muren überfahren. Häuser wurden verschüttet und die Landschaft verwüstet. Mühselig war das Aufräumen der Felder, denn schwere Steine mussten entfernt werden. Meist wurden sie zu Steinhäufen oder Steinmauern aufgeschlichtet.

    1878 wurden zum Schutz von Laas knapp oberhalb der Wohnblöcke am Bergfuß Rückhaltemauern aufgebaut.

    Haltepunkt 3: Das Wasserwerk – Genug Wasser dank Wüste

    Wasser ist neben dem Boden unabkömmlich für das Bestehen eines Dorfes. Und das hat Laas im Überfluss. Einerseits wegen des Klimas, denn das Gailtal zählt zu den niederschlagreichsten Regionen Kärntens. Aber dass das Wasser auch als hochwertiges Quellwasser zur Verfügung steht, dazu trägt die Geologie bei.

    Die Gipfel der Gailtaler Alpen um Laas werden von Kalk- und Dolomitgesteinen aufgebaut. Dank ihrer vielen Klüfte nehmen sie das Niederschlagswasser auf und leiten es im Berg in die Tiefe. Auf ihrem Weg nach unten treffen die Bergwässer auf die wenig wasserdurchlässigen roten Sedimentgesteine, Gesteine die sich in einer Wüste gebildet haben. Diese Sperrschicht zwingt das Wasser zum Austritt. Die Quelllinie, entlang der eine Quelle nach der anderen aus dem Berg sprudelt, zieht sich den ganzen Laaser Berg entlang. Wäre diese Sperrschicht nicht vorhanden, würde das Wasser im Berg abfließen. Dann wären die Gailtaler Alpen bei Laas nicht die guten Quellwasserspender, die sie sind.

    Die erste zentrale Wasserversorgung für Laas wurde 1922 gebaut. Das Wasserreservoir zeugt davon. Vorher bezogen die Einwohner ihr Wasser von zentralen Dorf- oder Hofbrunnen.

    Haltepunkt 4: Die versteinerten Bäume von Laas – ein verkannter Schatz

    Kann der Mensch aus einem Naturgebilde keinen unmittelbaren praktischen Nutzen ziehen, bleibt es bestenfalls unbeachtet liegen - und sei es für die Wissenschaft noch so wertvoll.

    So erging es dem Versteinerten Baum von Laas, dem größten Pflanzenfossil Österreichs. Er wurde um 1930 bei Felssprengungsarbeiten freigelegt und zunächst nur von einheimischen Kindern als spektakulärer Spielplatz genutzt. Erst in den 1940er Jahren erfuhren die Geologen vom Stamm und erst 1968 erklärte man ihn zum Naturdenkmal. Seither wurden in Laas etliche weitere versteinerte Bäume gefunden.

    Der  280 Millionen Jahre alte Baum beweist, dass schon damals im Zeitalter des Perms bis zu 30 Meter hohe Bäume wuchsen. Sie hatten eine weit verzweigte Krone, waren aber noch keine echten Nadelhölzer, sondern deren Vorläufer, die Cordaiten. Der wissenschaftliche Namen des Baumes lautet Dadoxylon schrollianum. Erhalten geblieben ist nicht das Holz selbst, sondern seine mit Quarz verfüllten Poren. Aus der Anordnung der Bäume im Sandsteinfels - sie liegen in diesem kreuz und quer - kann abgeleitet werden, dass sie nicht hier gewachsen sind, sondern an ihren heutigen Platz geschwemmt wurden.

    Haltepunkt 5: Schlacken – Türkis und Jade

    Im leise plätschernden Bächlein funkeln zwischen roten Gesteinen hie und da glasige, türkisblaue bis jadegrüne Steine auf. Häufiger findet man dunkle und blasenreiche Gesteine, wie man sie in der Nähe von Vulkanen erwarten würde. Sie geben entlang des Geotrails den ersten Hinweis darauf, dass der Mensch immer versucht hat, durch die Nutzung von Rohstoffen sein Leben leichter und komfortabler zu gestalten.

    Tatsächlich handelt es sich bei den Gesteinen um künstliche Schmelzrückstande (Schlacken), die bei der Gewinnung von Metallen aus Erzen in einer nahe gelegenen Hochofenanlage anfielen. Schlacken wirken glasartig, weil sie schnell abkühlen. Ihnen bleibt keine Zeit Kristalle zu bilden, sondern sie erstarren wie Glas zu einer ungegliederten (amorphen) Masse. Die bunten Farben gehen auf verschiedene Metallsalze zurück. Die blasenförmigen Hohlräume entstehen durch die Gase, die sich während des Schmelzprozesses bilden und zunächst in der Schlacke eingeschlossen werden.

    Schlacken wurden und werden als Dämm- und Schüttmaterial (z.B. als Straßenschotter) sowie in der Zementindustrie verwendet.

    Haltepunkt 6: Die Hochofenanlage – Glanz und Glamour

    Einer der wichtigsten Rohstoffe für die Menschheit ist Eisen, weil sich aus ihm Waffen von hoher Qualität und robuste Werkzeuge herstellen lassen. Es wurde in den Gailtaler und den Karnischen Alpen abgebaut und war ein Garant für Wohlstand. Auch in unmittelbarer Nähe zum Standort wurden zwei Abbaue betrieben.

    Die Hochofenanlage von Laas vermittelt wegen ihres guten Erhaltungszustandes ein klares Bild einer Schmelzhütte des frühen 19. Jahrhunderts. Der Hochofen wurde 1817 angeblasen, der Betrieb aber wegen Unrentabilität bereits 1847 wieder eingestellt. In der Anlage dominiert das Forsthaus mit dem angebauten, alles überragenden Hochofen. Dahinter erstreckt sich der eindrucksvolle Kohlbarren, von dem aus über eine Holzbrücke der Hochofen mit Erz und Holzkohle von oben befüllt wurde. Der doppelt ausgeführte Röstofen, mit dem das Erz entschwefelt wurde, ist in seiner Art einzigartig in Österreich. Jährlich wurden in Laas im Schnitt 140 Tonnen Roheisen erzeugt.

    Das Forsthaus diente in den 1950er Jahren sogar als Filmkulisse. Mit der Filmcrew zum Heimatfilm „Die Försterbuben“ kam ein Hauch von Glamour in das noch stark bäuerlich geprägte Gailtal.

    Haltepunkt 7: Die Pittersburg – alte Burg auf jungem Fels

    Wie überall musste sich der Mensch durch die Errichtung von Holz- oder Steingebäuden vor den Unbilden der Natur und Feinden schützen. Holzbauten boten naturgemäß bei feindlichen Angriffen wenig Sicherheit, weswegen für Wehrbauten und Burgen Stein bevorzugt wurde.

    Von den drei Hauptgesteinsgruppen rund um Laas, den Granatglimmerschiefern zuunterst, den Kalken zuoberst und den roten Festlandablagerungen dazwischen, wurden nur die letzteren zwei als Bau- und Gebrauchssteine eingesetzt. Und natürlich nicht nur für die Burg! Aus ihnen wurden Haus- und Gartenmauern, Mörser oder Mühlsteine und sogar Geschoßkugeln zur Erstürmung der Pittersburg hergestellt. Keine Verwendung fanden wegen ihres schiefrigen Aufbaus und geringen Festigkeit die Glimmerschiefer.

    Die Pittersburg wurde auf einem markanten Felsrücken aus Kalkgestein errichtet. Es ist mit ca. 245 Millionen Jahren das jüngste Gestein, das im Zuge des Geotrails erwandert wird. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg geht auf das Jahr 1252 zurück. Ab dem 16. Jahrhundert setzte der Zerfall ein. Erhalten geblieben sind die Reste einer Zisterne, eines Burgfrieds und die Zwingermauer.

    Haltepunkt 8: Die Dorfkirche  - Unerwartetes

    Steinkunst von unerwarteter Qualität kann in der spätgotischen Filialkirche zum hl. Andreas bewundert werden. Diese Kulturleistung war möglich, weil zum einen genug Geld für exzellente Handwerker zur Verfügung stand, da die Pittersburg bei Laas über Jahrhunderte Sitz vermögender Verwalter war. Sie initiierten die Errichtung der Kirche. Zum anderen fand man den Werkstoff für Steinmetzarbeiten vor Ort: den wegen seiner Feinkörnigkeit leicht zu bearbeitenden, roten Laaser Sandstein. Gebaut wurde an der Kirche zwischen 1510 bis 1535 unter der Leitung von Bartlmä Firtaler.

    Seine höchste Vollendung erreichte das Steinmetzhandwerk beim Sakristeiportal, an dessen Tür sich auch ein spätgotisches Schloss und die Beschläge erhalten haben. Bizarr wirken die Steinmännchen hoch oben an den mit Kreuzblumen geschmückten Strebepfeilern an der Außenwand. Aufwändig wurden auch die Steine rund um das West- und das Südportal mit seiner spätgotischen eisenbeschlagenen Tür bearbeitet. Von besonderem Zauber in der Kirche ist zudem ihr Schling- und Sternrippengewölbe mit seinen zarten aufgemalten Blütenranken.

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    Haltepunkt 7

    Öffentliche Verkehrsmittel

    mit Bahn und Bus erreichbar

    Die nachhaltigste Anreisevariante ist mit der Bahn bis nach Oberdrauburg (von Lienz oder Villach kommend)  bzw. bis nach Hermagor (von Villach kommend) möglich.

    Von Oberdrauburg  aus erreichst du in weiterer Folge mit dem Bus den Ort Laas.

    Von Hermagor aus fährst du mit dem Bus bis Kötschach-Mauthen und steigst hier in die Buslinie Richtung Oberdrauburg ein, um in weiterer Folge den Ort Laas zu erreichen.

    Details unter - Mobilitätsinfos Nassfeld sowie Routenplaner Kärntner Linien

    Anfahrt

    Anreise mit dem PKW:

    Von Hermagor über die B111 (Gailtal Straße) bis Kötschach-Mauthen und von hier aus weiter in Richtung Oberdraubug - über die B110 (Plöckenpass Straße) - bis Laas. 

    Oder von Oberdrauburg kommend, über die B110 (Plöckenpass Straße) in Richtung Kötschach-Mauthen, bis zur Ortschaft Laas.

    Parken

    Kostenlose Parkplätze stehen in Laas beim Feuerwehrhaus (in der Nähe der Kirche) zur Verfügung.

    Koordinaten

    DD
    46.693773, 12.987301
    GMS
    46°41'37.6"N 12°59'14.3"E
    UTM
    33T 346113 5173102
    w3w 
    ///tänzer.stimmt.abgeschlagen
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Buchtipps für die Region

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    Schwierigkeit
    leicht
    Gesamtschwierigkeit
    leicht

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    5 km
    Dauer
    3:00 h
    Aufstieg
    196 hm
    Abstieg
    196 hm
    Höchster Punkt
    961 m
    Tiefster Punkt
    827 m
    mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour Aussichtsreich familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

    Statistiken

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