Das Strehlaer Schloss zählt mit zu den ältesten und eindrucksvollsten Kulturdenkmälern der nordsächsischen Elblandschaft. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz.
Es liegt auf steiler Höhe nach Norden und Osten zur Elbe hin und man hat einen wunderschönen Ausblick über den Elbbogen. Da es keine genauen Unter- lagen über den Bau des Schlosses gibt, bleiben nur Schätzungen auf das ungefähre Alter durch Baustildetails. Es ist aber anzunehmen, dass die vorhandenen Bauten oberhalb der Keller aus den Jahren 1440 bis 1480 stammen. Davon zeugt der spät- bzw. spätestgotische Baustil. In der anschließenden Bauperiode bis 1600 sind die Turmaufbauten, das Blendwerk des Südgiebels am Ostflügel und das Torhaus, unter Einfluss der von Süden eindringenden Renaissance entstanden. Die letzte gravierende Bauphase endete 1890 mit dem völligen Umbau des Nordflügels. Die gesamte Burganlage besteht aus einer ringförmig geschlossenen Hauptburg mit zwei hohen Wehrtürmen und einer Schildmauer, einer Vorburg mit Torhaus und Wirtschaftsgebäuden. Das Torhaus bildet den Eingang zur Schlossanlage. Es wurde vom heutigen Eigentümer saniert und wird zu Wohnzwecken genutzt.
Der wohl architektonisch und künstlerisch am wertvollsten ausgestattete Raum im Schloss ist das Trinkstübchen. Es befindet sich im Südwestturm des Schlosses, hat eine Breite von nur 2,33 m, ist 6,50 m lang und 3,40 m hoch. Sie ist die einzig bekannte Trinkstube der Renaissance. Die Nähe der Malereien zu Lucas Cranach ist nicht zu übersehen. Es ist zeitlich durchaus möglich, dass sich der oder die in Strehla tätigen Maler an den Werken Lucas Cranach’s orientierten, denn dieser arbeitete zu gleicher Zeit im nur 35 Kilometer nördlich von Strehla gelegenen Schloss Hartenfels in Torgau. Von Cranach wissen wir, dass er mit seinen Söhnen und Angestellten einige Schlösser an der Elbe ausmalte, beziehungsweise dafür sogenannte Tüchlein anfertigte. Das sind bemalte Stoffbahnen, die man als Dekoration vor die Wände spannte. Seit 1994 befindet sich das Schloss in Privatbesitz.
Öffnungszeiten
Außen- und Hofbesichtigung (außer Lustgarten) jeder Zeit möglich.Öffentliche Verkehrsmittel
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Anfahrt
Strehla erreicht man von Leipzig oder Dresden aus über die B 6. Nach Oschatz oder Meißen auf die B 169 Richtung Riesa abbiegen und dieser bis vor die Elbbrücke folgen. Vor der Brücke erst nach rechts und dann nach links auf die B 182 (Berliner Str.) einbiegen und dieser bis Strehla folgen. In der Stadt auf dem Markt nach rechts in die Torgauer Str. einbiegen, auf der folgenden Linkskurve nach rechts abbiegen und der Straße geradeaus folgen - das äußere Torhaus ist von hier aus zu sehen. Kostenfreie Parkplätze vor der Anlage.Koordinaten
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