Kinizsi-vár (Nagyvázsony) – Die Kinizsi Burg (Nagyvázsony)
Über Nagyvázsony fällt jedem (Ungarn) die Burg und zugleich Kinizsi Pál ein. Mit einem Tagesausflug kann man mehrere Sehenswürdigkeiten der Gegend kennenlernen.
Der Ursprung der Burg ist ungeklärt. Die ersten Aufzeichnungen erwähnen sie Mitte des 15. Jh.-s als Besitz der Familie Vezsenyi und vermutlich ließen sie dieselben Grundbesitzer auch umbauen. Nach 1472 wurde die Festung grundlegend umgeändert. In dieser Zeit verschenkte sie König Matthias an Kinizsi Pál, an seinen treuen Heeresführer, der ein echtes Festungswerk aus dem früheren Großgrundbesitzer-Nest machte. Aus Verteidigungsgründen ließ er das äußere Mauerwerk verstärken, ließ einen Burggraben anlegen, ließ eine Burgkapelle, einen mehrstöckigen Wohnturm, einen Palastflügel und einen Barbakan (ein Verteidigungs- und Torwerk für Kanonen) errichten.
Heutzutage erinnert nur noch ihre vier Stockwerke hoher Turm an die einstige Pracht der Burg. Ausstellungen im Turm zeigen die Lebensweise der Burgbewohner im Mittelalter. Im unteren Teil ist ein Kerker, im ersten Stock die Behausung der Wächter, im zweiten der Rittersaal. In der dritten Etage befindet sich das „Frauenhaus“, in der vierten werden Ausgrabungsobjekte, Erinnerungsstücke aus der Blütezeit der Burg ausgestellt. Es gibt ein Lapidarium, eine Kapelle, in der Burgdruckerei können wir Münzen schlagen und die erneuerte Waffenausstellung im Barbakan bietet auch immer was Neues.
In der Kinizsi-vár (-Burg) werden jeden Sommer Renaissance Burgspiele veranstaltet, in deren Rahmen vom 1. Juli bis den 20. August täglich zweimal (um 11 und um 15 Uhr) Reiten, Bogenschießen, Sternenwerfen und Lanzenwerfen den Besuchern vorgeführt wird.
Wenn man schon in Nagyvázsony ist, sollte man als Alternative – neben der Besichtigung der Burg – auch das Postmuseum gegenüber der Festung besuchen, welches die Reliquien der Fernmeldetechnik vom Balaton-felvidék (-Oberland) von den 1800er Jahre bis heute zeigt. (Für Kinder ist es obligatorisch das Mickey Maus-Telefon auszuprobieren!) Aber auch vom Besuch des Schumacher-ház (-Haus), das heißt des volkskundlichen Freilichtmuseums werden wir begeistert sein. Auf dem Hügel hinter der Burg steht die weißgetünchte Evangelische Kirche, auf ihrem grasbewachsenen Hof mit der Ritterstatue von Kinizsi Pál. Sein Grabdeckel aus Marmor ist in der Burgkapelle zu sehen.
Öffnungszeiten
Sie ist im ganzen Jahr zu besuchen.Preise:
Informiere dich darüber auf der Webseite des Providers!
Öffentliche Verkehrsmittel
- Nagyvázsony, autóbusz-váróterem Bushaltestelle ist im Zentrum der Ortschaft. Vor allem aus Veszprém kommen hier Busse an.
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Anfahrt
- Von der Bushaltestelle gehen wir entlang der Kinizsi utca in westliche Richtung, wo diese dann links abbiegt, dort halten wir uns rechts und biegen in eine enge Seitengasse ein. Wir spazieren geradeaus genau unter die Burg.
Parken
- Nagyvázsony liegt auf der Straße 77, die Veszprém mit Keszthely verbindet. Zur Burg kommen wir entlang der Rákóczi utca - Sörház utca - Vár utca.
- Neben der Burg, in der Vár utca darf man frei parken.
Koordinaten
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