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Wanderung empfohlene Tour Wanderung  · Schwarzwald

Querweg Freiburg - Bodensee: Schattenmühle – Blumberg

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Schwarzwaldverein e.V. Verifizierter Partner 
  • zur Wutachschlucht
    zur Wutachschlucht
    Foto: Walter Biselli, Walter Biselli

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    Von der Schattenmühle bis zur Wutachmühle durchwandern wir auf dem Querweg Freiburg – Bodensee den Kernbereich der wildromantischen Wutachschlucht und wandern weiter über Achdorf nach Blumberg.

    mittel
    Strecke 21,3 km
    6:30 h
    550 hm
    500 hm
    726 hm
    529 hm

    Unterwegs erkunden wir mehrere Millionen Jahre Erdgeschichte des Schwarzwalds. Eine abwechslungsreiche Flora und Fauna machen die Tour entlang des reißenden Wildbachs zum einmaligen Erlebnis. Sie führt uns entlang der Wutach durch die von der „wütenden Aach“ geprägte Wutachschlucht. Diese wurde bereits 1939 als eines der ältesten Naturschutzgebiete Baden-Württembergs ausgewiesen.

    Von der Schattenmühle starten wir - geologisch betrachtet - in der Muschelkalkschlucht, die sich bis zur Wutachmühle erstreckt. Hinter dem ehemaligen Bad Boll beginnt die cañonartige Schlucht mit senkrechten Feldwänden. Mit etwas Glück können wir am Amselfelsen Wasseramseln und Eisvögel beobachten. Vor der Gauchachmündung gelangt die Wutach schließlich in den Keuper und noch weiter flussabwärts in die Schichten des Unter- und Mitteljuras. Bei Achdorf knickt sie dann im Winkel von 90 Grad nach Süden zum geologisch jüngeren Rhein hin ab, während sie noch vor 20.000 Jahren durch die Blumberger Pforte als Quellfluss der Donau strömte.

    Alle Etappen des Querwegs Freiburg - Bodensee bei outdooractive

    Autorentipp

    An schönen Wochenenden ist die Wutachschlucht ein beliebtes Ausflugsziel. Unter der Woche kann die Wanderung entspannter sein. 

    Schwierigkeit
    T2 mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt
    Fohlenstall, 726 m
    Tiefster Punkt
    Achdorf, 529 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez

    Wegearten

    Asphalt 8,81%Schotterweg 38,89%Naturweg 3,96%Pfad 45,72%Straße 2,59%
    Asphalt
    1,9 km
    Schotterweg
    8,3 km
    Naturweg
    844 m
    Pfad
    9,7 km
    Straße
    553 m
    Höhenprofil anzeigen

    Einkehrmöglichkeiten

    Landgasthaus Scheffellinde
    Hotel-Gasthof Hirschen

    Sicherheitshinweise

    Die Wanderwege in den Schluchten sind teilweise schmal und bei Nässe rutschig. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich. Bitte weitere Hinweise zur Sicherheit und aktuelle Informationen zur Begehbarkeit auf www.wutachschlucht.de beachten!

    Weitere Infos und Links

    Hochschwarzwald Tourismus GmbH
    Tourist-Information Lenzkirch
    Am Kurpark 2, 79853 Lenzkirch
    Tel: (07652) 1206 - 8400, Fax: (07653) 684-45
    lenzkirch@hochschwarzwald.de
    www.hochschwarzwald.de

    Touristinformation Blumberg
    Hauptstraße 52, 78176 Blumberg
    Tel.: (077 02) 51-200, Fax: (077 02) 51-222
    touristinfo@stadt-blumberg.de
    www.stadt-blumberg.de/de/Tourismus

    Schwarzwaldverein e.V.
    Schlossbergring 15, 79098 Freiburg
    Tel.: (0761) 380 53-0 , Fax: (0761) 380 53-20
    info@schwarzwaldverein.de
    www.schwarzwaldverein.de

    www.schwarzwaldverein-loeffingen.de

    www.schwarzwaldverein-blumberg.de

    Naturschutzgebiet Wutachschlucht: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpf/abt5/ref56/naturschutzgebiete/naturschutzgebiet-wutachschlucht  

    Aktuelle Wegeinformationen von der Wutachrangerin: https://www.wutachschlucht.de 

    Wichtiger Hinweis:

    Aufgrund einer Straßensperrung der L 170 zur Schattenmühle gibt es in 2024 Änderungen für Wanderungen durch die Wutachschlucht. 

    Wegbeschreibung

    Für diejenigen Wanderer, die nicht auf dem Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins unterwegs sind und eigens für diese Tour anreisen, empfiehlt sich zuvor die Wanderung von ca. 1,5 km durch die Lotenbachklamm, eine romantische Seitenschlucht der bekannteren Wutachschlucht. Sie startet beim Wanderparkplatz Lotenbachklamm bzw. den benachbarten Bushaltestellen „Gündelwangen Lotenbachklamm“ oder „Gündelwangen Abzw. Schattenmühle“ und endet am Wanderparkplatz Schattenmühle. 

    Unsere Streckenwanderung beginnt beim Gasthaus Schattenmühle. Zunächst durchqueren wir das Gelände der Schattenmühle, wo ein Holzschild beim Mühlkanal den Weg zur Wutachschlucht weist. Auf einem wurzeligen Pfad steigen wir am linken Ufer der Wutach aufwärts. Wo sich hohe Wände aus Buntsandstein erheben, wird der Weg enger. Bald erreichen wir eine Lichtung und treten wenig später wieder in den Wald ein. Dort treffen wir auf die Ruinen von Oberdietfurt und unternehmen einen Abstecher hinunter zum Prallhang der Wutach. Aus dem Jahre 1424 stammt die erste urkundliche Erwähnung einer Gipsmühle im Untereren Muschelkalk der Wutachschlucht. Sie befand sich an der Dietfurt (Diet mhd. = Volk), wo ein uralter und bedeutender Fernweg aus dem Neckarraum zur Schweiz die Wutach querte. Von der Gipsmühle und dem ehemaligen Gasthaus sind nur noch die überwachsenen Ruinen zu sehen. Ein Gipsblock am Weg markiert die Stelle, wo einst die Dietfurter Brücke stand. Reisende hatten hier keine Zölle zu entrichten. An diesen alten Verbindungsweg zwischen Reiselfingen und Bonndorf erinnert der Stationenweg. 

    Nach dem Dietfurter Wasserfall erreichen wir den links vom Weg angelegten Grillplatz. Bevor wir den Wildbach an der breiten neuen Dietfurtbrücke erreichen, gönnen wir uns hier eine Rast. Beim Blick von der Brücke fallen die massiven Schutzvorrichtungen auf, mit denen die Brückenpfeiler vor Beschädigungen durch Treibholz geschützt werden sollen. Der linken Seite der Wutach folgen wir weiter bis zum Fritz-Hockenjos-Steg. Gegenüber befand sich das „ehemalige Bad Boll“. Von diesem einst mondänen Kurort ist nur noch eine Kapelle erhalten. Ein Informationspavillon dokumentiert die Historie des Ortes. Geradeaus gehen wir weiter durch eine Allee zum „Felsenweiher“ und dem Tannegger Wasserfall. Von einer Wand des Oberen Muschelkalks stürzt er 15 Meter tief und bildet dabei bizarre Ablagerungen aus Kalktuff. Auf dem Ludwig-Neumann-Weg gehen wir 40 m hoch über der Wutach entlang der Felsengalerie. Diese mit Stahlseilen gesicherte Passage im Hauptmuschelkalk ist insbesondere nach Regenfällen schlammig. Unterwegs kommen wir zum Steinkreuz am Engländerfelsen, das an den tödlichen Absturz eines Jungen vor über 100 Jahren erinnert. Der Ludwig-Neumann-Weg führt uns zur Schurhammer-Hütte mit einem Grillplatz. An mehreren Versickerungsstellen der Wutach vorbei kommen wir zum Amselfelsen und queren schließlich die Wutach auf dem hochwassersicheren neuen Rümmele-Steg zum zweiten Mal, wenig später nach dem Wegweiser „Inselwirts-Keller“ nochmals über den Bachheimer Steg. Bis zur Gauchachmündung gehen wir auf teilweise schmalen und feuchten Felswegen am Rand der Steilwände entlang. Schwierige Passagen sind jedoch mit Stahlseilen gesichert. Beim Kanadiersteg bleiben wir weiterhin auf der rechten Seite der Wutach und erreichen auf einem geschotterten Weg nach einem Kilometer das Sägewerk „Wutachmühle“ mit Bushaltestellen und einem Kiosk auf der gegenüberliegenden Seite der Wutach. Der Querweg leitet über die Straße nach „Achdorf (5,0 km)“, führt ca. 300 m an der Landstraße nach Ewattingen hoch und dann links ab in Unteren Maushaldenweg. Dieser bringt uns in den Wald, verengt sich zum Pfad, der wieder bergab Richtung Wutach und gleich wieder hoch zu einem Fahrweg führt. Ihm folgen wir nach links bis zur „Wutachbrücke Überachen“. Wir bleiben auf der rechten Seite der Wutach bis zur „Wutachbrücke Achdorf“, wo wir den Fluss überqueren und wieder nach links in den „Uferweg“ abbiegen. Geradeaus führt die Lindenstraße zu dem durch den Dichter Josef Victor von Scheffel bekanntem Gasthaus Scheffellinde. Der Querweg biegt rechts ab durch die Lindenstraße zur „Ortsmitte“, wo er sich vom Schluchtensteig trennt. Hinzu kommt jetzt der Ostweg, der uns ein kurzes Wegstück begleitet. Wir biegen links ab in die Blumberger Straße, gehen an der Bushaltestelle Achdorf vorbei zur „Krottenbachbrücke“.und dann rechts hoch zum Waldrand. Der Pfad verläuft kurz nach rechts und dann links in den Wald hinein. In Serpentinen steigen wir 200 Hm steil hinauf und erreichen in einer Lichtung den „Fohlenstall (726 m)“ am höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung. Hier trennen sich die Fernwege. Der Querweg führt geradeaus weiter und hangparallel über den „Scheibenrain“ an den Ortsrand von Blumberg. Beim Wegweiser biegen wir in die Straße „Am Eichberg“ nach rechts ab, links in die Schießhüttenstraße und rechts durch die Voglgasse in die Hauptstraße zur „Gänseliesel“. Wir sind am Ende der Etappe auf dem Querweg in Blumberg angekommen. Von der Bushaltestelle „Hauptstraße“ aus bestehen gute Anbindungen Richtung Donaueschingen.

    Öffentliche Verkehrsmittel

    mit Bahn und Bus erreichbar

    Hinfahrt zur Haltestelle Göschweiler Schattenmühle

    Rückfahrt ab Haltestelle Blumberg Hauptstraße

    In der Saison verkehrt an Wochenenden der Wanderbus Wutachschlucht: www.wutachschlucht.de

    Unbedingt Verkehrstage und Fahrtzeiten beachten!

    Fahrplanauskunft:

    Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.de
    Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de

    Suche Fahrplan zum Zielort

    nach
    Querweg Freiburg - Bodensee: Schattenmühle – Blumberg

    Anfahrt

    B31 Freiburg - Donaueschingen, Abzweig Löffingen L170 bis Schattenmühle

    B315 Gündelwangen  - Bonndorf , Abzweig  L170 Göschweiler - Schattenmühle

    Parken

    Wanderparkplatz Schattenmühle UTM  32 T 449068 5299062

    Koordinaten

    DD
    47.842987, 8.319914
    GMS
    47°50'34.8"N 8°19'11.7"E
    UTM
    32T 449114 5299073
    w3w 
    ///besagt.gründete.bejaht
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Buchempfehlungen des Autors

    • Die Wutach: Wilde Wasser - steile Schluchten: 512 S. und ca. 800 Abb., ISBN‎ 9783799504492. 
      Herausgeber: Regierungspräsidium Freiburg und Schwarzwaldverein, Sept. 2014, Thorbecke-Verlag, Ostfildern: 35 €
    • Friedbert Zapf, 70 Jahre Naturschutzgebiet Wutachschlucht: Hermann Schurhammer, "alemannischer Dickschädel" und "Vater des Schutzgebietes". In: Der Schwarzwald. 2009, H 3. S. 14-16 Volltext (PDF; 3,0 MB)

    Kartenempfehlungen des Autors

    Wanderkarte des Schwarzwaldvereins W259 Blumberg, Maßstab 1:25 000, ISBN 978-3-86398-485-4, Ausgabe 2023. Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg

    Buchtipps für die Region

    Mehr anzeigen

    Ausrüstung

    Festes Schuhwerk, am besten knöchelhohe Wanderstiefel mit dicker Profilsohle, sind Voraussetzung für die Schlucht, evtl. Teleskopstöcke. Da es innerhalb der Schlucht keine Einkehrmöglichkeiten gibt, sollte der Rucksack genügend Verpflegung und Getränke enthalten. Erst nach ca. 12 km gibt es bei der Wutachmühle einen Kiosk.


    Nutzerfragen

    Unbeantwortet

    Hallo Walter, einige gutgemeinte (vielleicht kleinliche) Anmerkungen zur Geologie. Zu "Unterwegs erkunden wir mehrere 100 Millionen Jahre Erdgeschichte des Schwarzwalds": die drei Formationen des Trias (Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper) umfassen rund 50 Mill. Jahre, wenn wir die ersten Jura-Schichten (hinter Wutachmühle) dazu nehmen, kommen wir wohl max. auf weiter 50 Mill. Jahre (ich ignoriere dabei die jungen Deckschichten). Wir befinden uns auch nicht im Schwarzwald. Naturräumlich endet dieser schon kurz hinter Gündelwangen, geologisch ist er begrenzt auf kalkfreien Untergrund und endet demnach kurz hinter der Schattenmühle - der Tourabschnitt verläuft weitgehend in den Neckar-Tauber-Gäuplatten ("Alb-Wutach-Gebiet"). In der Wutachschlucht gehen wir insgesamt nur ein kurzes Stück durch Buntsandstein, daher sollten wir diese Schicht nicht unterschlagen. Der Buntsandstein begleitet uns auf dem ersten Kilometer der Tour, wie du ja selbst durch ein Tourfoto belegst. Erst danach beginnen die Muschelkalk-Felsgalerien, die Markenzeichen der Wutachschlucht.

    4,5 von 5
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    Schwierigkeit
    T2 mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    21,3 km
    Dauer
    6:30 h
    Aufstieg
    550 hm
    Abstieg
    500 hm
    Höchster Punkt
    726 m
    Tiefster Punkt
    529 m
    mit Bahn und Bus erreichbar Von A nach B Etappentour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights Flora Fauna

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

    Statistiken

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