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Hegauer Kegelspiel: Hohentwieler (Premiumweg)

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Walter Biselli
  • Wegmarkierung: Hegauer Kegelspiel
    Wegmarkierung: Hegauer Kegelspiel
    Foto: Schwarzwaldverein e.V.
Wegmarkierung: Hegauer Kegelspiel

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    Der erste Premiumwanderweg im Hegau beginnt unterhalb der Festung Hohentwiel auf dem Hausberg der Stadt Singen. Genießern bietet die Rundwanderung herrliche Ausblicke auf den Hegau, den Bodensee und die Alpenkette.

    mittel
    Strecke 7,3 km
    2:15 h
    200 hm
    200 hm
    618 hm
    483 hm

    Am Hohentwiel befindet sich Deutschlands höchstgelegener Weinberg. Einzigartig ist aber auch das vulkanische Gestein, das zu reicher Flora und Fauna beiträgt. Als „des Herrgotts Kegelspiel“ bezeichnete der Heimatdichter Ludwig Finckh den Hegau wegen seiner neun Vulkankegel. Sie prägen als Phonolith- und Basaltberge die Landschaft. Nicht nur wegen der prächtigen Aussicht in den Hegau lohnt sich der Aufstieg auf den Hohentwiel zur historisch bedeutsamen Festungsruine. Als württembergische Exklave, umgeben von vorderösterreichischem Herrschaftsgebiet, war sie von strategischer Bedeutung. Daher bauten sie die schwäbischen und württembergischen Herzöge zu einer der sieben Landesfestungen aus. Ihr berühmtester Kommandant war Konrad Widerholt, der im Dreißigjährigen Krieg sämtliche Belagerungen erfolgreich abwehrte und die umliegenden Burgen zerstörte. Während der Französischen Revolution wurde die Burg 1800 kampflos an die Franzosen übergeben, die sie entgegen der Kapitulationsvereinbarungen schleifen ließen. Der Hohentwiel bietet einen herrlichen Ausblick auf die Stadt Singen, den Untersee mit Radolfzell und die Reichenau. Die weitläufigen Burganlagen sind hochinteressant und verleiten zum Erkunden und Verweilen. Viel Wissenswertes vermittelt auch der Vulkanpfad. Auf zwölf Tafeln informiert er unterwegs über die einzigartige Geologie, Flora und Fauna des Hohentwiels. Aus diesem Grund wurde der Berg schon 1941 zum Naturschutzgebiet erklärt. Durch Schafbeweidung soll die traditionelle Weidelandschaft mit ihren charakteristischen Pflanzen und Tieren erhalten werden. Zum krönenden Abschluss der Premiumwanderung gönnen wir uns die Einkehr auf der Terrasse des Hotel - Restaurants „Hohentwiel“ mit Blick auf das Hegauer Kegelspiel.

    Autorentipp

    Die Eintrittskarten zur Besichtigung der Festungsruine Hohentwiel müssen bereits im Informations-Zentrum gekauft werden.

    Schwierigkeit
    T2 mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt
    618 m
    Tiefster Punkt
    483 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez

    Wegearten

    Asphalt 6,15%Schotterweg 2,65%Naturweg 65,62%Pfad 25,56%
    Asphalt
    448 m
    Schotterweg
    193 m
    Naturweg
    4,8 km
    Pfad
    1,9 km
    Höhenprofil anzeigen

    Sicherheitshinweise

    Besonders im Winter oder bei Regen sind die gepflasterten Wege auf dem Gelände der Burgruine Hohentwiel schlüpfrig. Das Klettern in der Burganlage ist gefährlich und verboten.

    Weitere Infos und Links

    Festungsruine Hohentwiel

    Informationszentrum Hohentwiel
    Auf dem Hohentwiel 2a
    D-78224 Singen
    Tel./Fax + 49 (0)77 31-6 91 78

    info@festungsruine-hohentwiel.de

    www.festungsruine-hohentwiel.de

    www.schloesser-und-gaerten.de

    App zum Hohentwiel: www.festungsruine-hohentwiel.de/besuchsinformation/app

    Audioguide zum Vulkanpfad: www.singen-kulturpur.de/Hohentwiel-Vulkanpfad.51.html 

    Naturschutzgebiet Hohentwiel
    www.in-singen.de/NSG_Hohentwiel.827.html

    Wegbeschreibung

    Vor Beginn der Rundwanderung sollten wir uns im Informations-Zentrum. die Ausstellung mit interessanten Schautafeln zum Hohentwiel nicht entgehen lassen. Hier. muss man bereits die Eintrittskarten zur Besichtigung der Burgruine kaufen. Sie gelten aber erst ab der Karlsbastion.

    Am „Portal Hohentwieler“ befindet sich eine Übersichtstafel mit Informationen zum Premiumwanderweg. Gemeinsam mit dem Vulkanpfad führt er am Schafstall der Domäne vorbei zur Weggabelung „Alte Landesgrenze“, dem eigentlichen Ausgangspunkt des Rundweges.

    Wie „Feuer und Eis“ den Hohentwiel prägten, beschreibt die erste Tafel des Vulkanpfades mit dem Blick auf den markanten Hegauberg Hohenkrähen (643 m). Er ist der kleinste der Phonolithberge.

    Aussichtsreich gehen wir geradeaus weiter. Unter uns erkennen wir den bewaldeten Staufen (593 m), ein wenig bekannter Phonolithberg. Auf ihm sind nur noch spärliche Reste der früheren Festung erhalten. „Überm Wasserreservoir“ gerät ein zweihöckriger Berg links vom „Staufen“ ins Blickfeld. Es ist der Hohenstoffeln (844 m), der markanteste Berg im Hegau. Dem Basaltabbau in den 1930er-Jahren ist der ehemals dritte Gipfel zum Opfer gefallen. Einst standen hier drei Burgruinen: Vorder-, Mittel- und Hinterstoffeln.

    Im Westen blicken wir auf Hilzingen; direkt unterhalb liegt der Singener Stadtteil Twielfeld, dahinter der bewaldete Plören.

    Nach einer weiteren Infotafel über die Schafbeweidung im Naturschutzgebiet führt der Weg wieder in Richtung Burg zurück. „Am Galgenrain“ gehen wir jedoch geradeaus weiter.

    „Unterm Alexandertor“ führt der Aufstiegsweg zum Burgeingang. Wir biegen jedoch rechts ab und bleiben auf dem Vulkanpfad. In seiner Linkskurve eröffnet sich gleich ein weites Panorama des Hegaus und seiner Vulkankegel: Hilzingen – Hohenstoffeln – Kirche in Watterdingen – Hohenhewen (846 m) – Windräder auf der Stettener Höhe – Neuhewen (867 m) – Hegaublick – Mägdeberg (664 m) – Höwenegg (798 m) – Witthoh ( 862 m) – Hohenkrähen – Aach.

    Bei guten Wegverhältnissen lohnt sich in jedem Fall die Fortsetzung des regulär ausgeschilderten Weges. Zu einer erholsamen Unterbrechung lädt gleich darauf auf eine Ruheliege mit Blick auf den Untersee ein. Dann können wir „bei der Karlsbastion“ einen Abstecher zur Burg unternehmen, zu der Treppen hinauf führen. Der Weg verläuft dann in einer großen Schleife unterhalb der Burg zum Olgaberg, dem südöstlichen Weinberg am Hohentwiel.

    Am Wegweiser „Alter Weinberg“ biegen wir im spitzen Winkel nach rechts ab und erreichen am Ende des Bannwalds die höchsten Rebstöcke des Staatsweingutes Meersburg. Am Standort „Elisabethenberg“ sind wir an der südwestlich exponierten Reblage „Elisabethenberg“ angelangt. Sie gehört bereits zum Weingut Vollmayer am Fuß des Berges.

    Die neue Wegführung erfordert einen Zwischenabstieg über das Twielfeld. Zurück auf dem Rennweg, überqueren wir den Autobahntunnel der A81. Links am Rand des bewaldeten „Staufen“ vorbei erreichen wir auf einem Wiesenweg beim „Gönnersbohl“ einen kleinen Rastplatz mit einer Ruheliege. Entspannt blicken wir in die Hegaulandschaft, die hier durch die beiden Höcker des Hohenstoffeln geprägt wird. Wer mag, kann dann am Standort „Staufen“ einen Abstecher zu den wenigen erhaltenen Ruinenresten der ehemaligen Burg unternehmen. Dann folgen wir nach rechts weiter dem Waldrand mit Blick auf den kleinen „Ettenberg“.

    Mit dem Blick auf die Festungsruine auf dem Hohentwiel überqueren wir ein weiteres Mal die A81 und erreichen wieder die Weggabelung „Alte Landesgrenze“.

    Auf dem schon bekannten Vulkanpfad nehmen wir den Wiesenweg hinauf zum Schafstall und kommen zum Ausgangspunkt des Premiumweges zurück.

    Öffentliche Verkehrsmittel

    mit Bahn und Bus erreichbar

    Mit dem Anruf-Sammel-Taxi vom Bahnhof Singen (Hohentwiel) oder dem Haltepunkt Landesgartenschau der Regionalbahn „Seehas“ zur Haltestelle „Hohentwiel Infozentrum, Singen (Hohentwiel)“. Anmeldung des AST mind. 30 Min. vorher Tel. (07731) 69933.

    Vom Haltepunkt Landesgartenschau aus führt auch der mit der gelben Raute des Schwarzwaldvereins markierte Wanderweg über die Standorte „Hotel Widerhold“, „Wiederholdweg“ und „ten Brink-Weg“ zur „Domäne Hohentwiel (532 m)“.

    Fahrplanauskunft:
    Verkehrsverbund Hegau-Bodensee (VHB): www.vhb-info.de
    Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.de
    Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de

    Anfahrt

    A uf A81 Ausfahrt 41-Singen nehmen; weiter auf L191; nach 2,5 km rechts abbiegen auf Duchtlinger Str. und gleich links bis zur Domäne: Hohentwiel 4, 78224 Singen (Hohentwiel)

    Parken

    Domäne Hohentwiel (UTM 32U 486362 5290422)

    Koordinaten

    DD
    47.767597, 8.817591
    GMS
    47°46'03.3"N 8°49'03.3"E
    UTM
    32T 486332 5290486
    w3w 
    ///belegten.besten.seinen
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Buchempfehlungen des Autors

    • Info-Paket „Burgen im Hegau“ - Erlebniswege Hegau, westlicher Bodensee und angrenzende Schweiz; mit. Freizeitkarte 1 : 50 000; ISBN 3-89021-708-7

    • „Festungsruine Hohentwiel“ der Reihe „Führer Staatliche Schlösser und Gärten“

    • "Vulkanpfad Hohentwiel": Inhalt der zwölf Informationstafeln. Herausgeber: Staatliche Naturschutzverwaltung Baden-Württemberg; Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Freiburg; Medium: 13 Seiten mit Karte des Naturschutzgebiets Hohentwiel. Jahr: 2001

    Kartenempfehlungen des Autors

    Wanderkarte des Schwarzwaldvereins 1:25 000 (Neue Serie): Singen (Hohentwiel) (W268) – Hegau, Höri, Engen (März 2021), ISBN 978-3-86398-494-6

    Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg

    www.lgl-bw.de/unser-service/article/Singen-Hohentwiel-W268

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    Schwierigkeit
    T2 mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    7,3 km
    Dauer
    2:15 h
    Aufstieg
    200 hm
    Abstieg
    200 hm
    Höchster Punkt
    618 m
    Tiefster Punkt
    483 m
    mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour Aussichtsreich familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights Flora Fauna

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