Der Ort Dankmarshausen ist sicher eine fränkische Gründung aus der Zeit vor 800. Die Siedlung wurde strategisch bedeutsam an einem Werraübergang der Altstraße Kurze Hessen angelegt, einem Verbindungsweg der Via Regia zwischen Frankfurt/Main und Leipzig. Als Gerstungen, damals ein Eigendorf der Merowinger, im Jahre 744 von König Karlmann an das Kloster Fulda geschenkt wurde, ging auch alles Zubehör samt Familien in den Gemeinwesen Untersuhl, Dankmarshausen, Süß und Neustädt mit an das Kloster. Im Hoch- und Spätmittelalter zählte Dankmarshausen im Amt Gerstungen zum Herrschaftsgebiet der Reichsabtei Fulda. Zum Schutz ihrer Besitzungen im Werratal ließen die Fuldaer Äbte in der Stauferzeit die Burg Hornsberg erbauen. Ein Hinricus de Hornesberc wurde 1214 als fuldaischer Lehnsmann genannt. Als Pfand der in finanzieller Zwangslage befindlichen Abtei gelangte die Burg 1294 unter Reichsverwaltung, als König Adolf von Nassau seinen Feldzug nach Thüringen antrat. Nach dem Tod des Königs (1298) wurde die Burg wieder von Fulda eingelöst, aber bereits im 14. Jahrhundert soll sie aufgegeben worden sein. Um 1300 wird ein Ritter Bertold von Creuzburg fuldaischer Lehensherr.
Die urkundliche Ersterwähnung von Dankmarshausen war 1302 als Dangmerßhusen. Durch einen 1402 gesiegelten Kaufvertrag gelangte "Dankmershußen" dauerhaft an die Landgrafschaft Thüringen. Der heutige Ort entwickelte sich aus dem Oberdorf mit der Pfarrkirche St. Kilian auf dem Hochufer der Werra. Der Turm der gotischen Pfarrkirche von Dankmarshausen besitzt eine Inschriftentafel mit dem Baudatum von 1440. Das Gotteshaus wurde ebenso wie große Teile des Dorfes im Jahre 1727 durch einen Großbrand zerstört. Der Wiederaufbau der Kirche dauerte bis 1731 (erneuertes Kirchenschiff, Chorbau und Turm wurden beibehalten). 1878 wurde das Kircheninnere umfassend restauriert. Neben der Kirche ist das Pfarrhaus ein markanter Fachwerkbau mit altem Brunnen. Zum Unterdorf führt der Mühlrain und die Herrenstraße (benannt nach der ortsbildprägenden Gutshof-Anlage neben der ursprünglichen Werrabrücke). Die denkmalgeschützte Kemenate in der Schlossgasse ist ein bis heute erhaltener ehemaliger Sitz des Ortsadels. Weitere Rittergüter lagen im Unterdorf und sicherten den Werraübergang. Das herrschaftliche Kammergut wurde 1818 von der Gemeinde aufgekauft.
In den Jahren 1840 bis um 1865 setzte eine starke Abwanderung in größere Städte und nach Amerika ein. In der Heimat fehlte es an Arbeit. Die kleinen Handwerksbetriebe und die Landwirtschaft reichten bei Weitem nicht aus, um die stetig wachsende Bevölkerung zu versorgen. Erst die Erschließung der Kalivorkommen an der Werra um 1900 stoppte die Auswanderung. Der Schacht von Dankmarshausen von 1910 war allerdings ein glückloses Unternehmen, denn im 1. Weltkrieg ruhten die Arbeiten und 1922 ist der Schacht "abgesoffen" und war dadurch verloren. Während des 2. Weltkrieges waren auf dem ehemaligen Schachtgelände Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter verschiedener Nationalitäten untergebracht, die Zwangsarbeit im benachbarten Heringen bei Wintershall verrichten mussten. Dicht neben der heutigen Werrabrücke befinden sich die Reste der im Zweiten Weltkrieg gesprengten Brücke. Nach 1945 lag Dankmarshausen unmittelbar an der innerdeutschen Grenze, die vielfältigen Beziehungen zu den hessischen Nachbarorten wurden nach 1961 gekappt.
Das Naturschutzgebiet Rhäden zwischen Dankmarshausen, Bosserode und Wildeck-Obersuhl ist eines der bedeutendsten Rastgebiete für Wat-, Wasser- und Wiesenvögel in Hessen und Thüringen. In einer Rundwanderung kann man das Schutzgebiet erkunden, vier Vogelwarten stehen zur Beobachtung zur Verfügung.
Naturschutzgebiet Rhäden Plan (PDF 63 KB)
(Quelle: Wikipedia und www.dankmarshausen.de)
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