Die alte evangelische Kirche im neuromanischen Stil ließ Carl Ferdinand Stumm 1881/82 nach den Plänen von Ferdinand Schorbach (1846 – 1912), einem Schüler und Mitarbeiter von Edwin Oppler, der das Schloss auf dem Halberg entworfen hatte, erbauen. Bis dahin hatten die evangelischen Einwohner Brebachs den Gottesdienst in St. Arnual oder Bischmisheim besuchen müssen.
Eigens für die Familie Stumm, die sonntags mit der Kutsche vom Schloss auf dem Halberg kam, wurde der Nordeingang angelegt. Das Giebelfeld über dem Portal zeigt das Stummsche Wappen mit dem Baudatum. Die Kirche blieb bis 1936 Eigentum der Familie. Alle evangelischen Belegschaftsangehörigen waren zum regelmäßigen Besuch des Gottesdienstes verpflichtet.
Als Gegenleistung für die Unterstützung, die der Industrielle der evangelischen Kirche zukommen ließ, erhielt Carl Ferdinand Stumm bei Gründung der Kirchengemeinde Brebach das Recht, den ersten Pfarrer auszuwählen.
Während des Ersten Weltkrieges veranlasste Stumms patriotische Witwe, dass beide Kirchenglocken an die Rüstungsindustrie abgegeben wurden. Dies geschah gegen den Willen der Presbyter, die, wie allgemein üblich, eine Glocke behalten wollten.
Anfang der 1970er Jahre wurde die inzwischen in eine Randlage geratene Kirche verkauft und ist seither in Privatbesitz. Eine Neunutzung, die der orts- und baugeschichtlichen Bedeutung des Bauwerks angemessen wäre, hat sich bislang nicht realisieren lassen.
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