Pfarrkirche hl. Paul
Von der romanischen Chorturmkirche des 12. Jhs. sind noch der Chorturm und Teile des Saalraumes erhalten. Das spätgotische Sternrippengewölbe im Langhaus geht auf das Jahr 1513 zurück. Gleichzeitig wurde die den Turm östlich abschließende Apsis entfernt und ein rundbogiger Eingang mit gotischer Profilierung errichtet. Damals wurde vermutlich die Ausrichtung der Kirche von Osten nach Westen geändert.
Ein weiterer Umbau erfolgte in der Mitte des 18. Jhs. Dabei erhielt die Kirche im Westen des Langhauses einen Drei-Apsiden-Anbau in Kleeblattform - vermutlich nach Vorbild des Salzburger Doms – und den Turmabschluss sowie den Zubau einer barocken Sakristei mit Empore im Obergeschoss.
Die Pfarrkirche birgt 3 Altäre aus der Mitte des 18. Jhs. Diese stammen aus der Werkstatt Johann Pachers aus St. Veit. Der Hochaltar zeigt am Altarblatt den Sturz des hl. Paulus, flankiert von den Schnitzfiguren der hll. Petrus und Jakobus d. Ä. sowie zwei weiteren Heiligen über den Opfergangsportalen. Den Altaraufsatz bildet ein brennendes Herz im Strahlenkranz, umgeben von Engeln.
Die beiden Seitenaltäre besitzen einen originellen plastischen Aufbau. Die Mittelnische des linken Seitenaltars birgt eine thronende Muttergottes mit zwei knienden Ordensheiligen, den Aufsatz bildet eine Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit. Am rechten Seitenaltar findet sich ebenso reicher Figurenschmuck. Hier ist der Tod des Franz Xaver dargestellt, darüber die Heilige Familie.
Am Korb der Kanzel finden sich die Figuren der vier Kirchenväter. Reliefs an den Brüstungsfeldern zeigen die Berufung des Matthäus, die Himmelfahrt des Elias und den Sämann. Am Schalldeckel ist die Verklärung am Berg Tabor zu sehen.
Der Karner südwestlich der Kirche ist ein romanischer Rundbau des 13. Jhs. mit einem steinplattlgedeckten Kegeldach, einer halbkreisförmigen Apsis mit Sterngewölbe auf Konsolen und Gewölbemalereien des 16. Jhs. Außen sind ein römerzeitliches Grabbaurelief mit der Darstellung eines geflügelten Genius und ein profiliertes Gesimsfragment eingemauert.
Bei der Rundkapelle hinter dem Karner handelt es sich um den Befestigungsturm der ehemaligen Wehranlage.
Literaturnachweis:
Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, S. 331 f.
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9321 Kappel/Krappfeld
+43 (0)4262/2314 oder +43 (0)676/8772-8422 http://www.kath-kirche-kaernten.at/pfarren/pfarre/C3105 E-Mail: kappel-krappfeld@kath-pfarre-kaernten.at
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