Stadt Grimma in der LEIPZIG REGION
Die kleine Dorfkirche, deren Eingangsportal die Zahl 1288 trägt, ist reich an Details.
Die Kanzel mit Schalldeckel, an der Christus und die vier Evangelisten zu sehen sind, wird von einer Mosefigur getragen, die die Tafeln mit den zehn Geboten in der Hand hält. So wird auf besondere Weise zum Ausdruck gebracht, dass letztendlich alle christliche Verkündigung auf Mose und dem Alten Testament ruht. Ohne diese Säule hat nichts Bestand, was wir von Gott und Glauben sagen.
Eine weitere Besonderheit der Kirche ist die Orgel von Johann-George Friedlieb Zöllner von 1782, eine seiner ersten Orgeln. Diese sind ein bedeutender Zweig sächsischer Orgelbaukunst neben Gottfried Silbermann. Bis zu ihrer Erneuerung im Jahr 2018 schlief sie einen längeren Dornröschenschlaf und verwilderte, die Prospektpfeifen fehlten komplett. So blieb sie jedoch ohne Umbauten erhalten und ist Zöllners Konzeption am nächsten geblieben. Die Höfgener Zöllner-Orgel ist eine der jüngeren Schwestern der Kleinbardauer Orgel. Zöllner-Orgeln sind in ihrem Aussehen einander sehr ähnlich, da er Bauform und Größe immer beibehielt.
Die Kirche Kleinbardau besitzt eine Glocke von 1827 (Jauck, Leipzig), die auch heute noch vom Eingangsbereich der Kirche aus per Hand geläutet wird.
Preise:
kostenfreiÖffentliche Verkehrsmittel
RB 110 aus Richtung Leipzig und Döbeln
Bus 610, 630, 690, 693
anschließend Bus 610
Anfahrt
Autobahn A14 aus Richtung Leipzig und Dresden
in Grimma über B 107a und S 11 nach Kleinbardau

Nutzerfragen