Walldorf
Die Ansiedlung waldensischer Glaubensflüchtlinge geschah im Jahre 1699. Vertrieben aus ihrer Heimat, den Orten Roure und Mean im Chisonetal, ließen sie sich hier mit Erlaubnis des Landgrafen Ernst-Ludwig von Hessen- Darmstadt nieder.
In Walldorf erinnert die Waldenserkirche aus dem Jahre 1805 an die Flüchtlinge aus dem Piemont, die ihre eigene Kultur und Religion in der Siedlung lebten. Der erste Pfarrer im Ort war Jacques Papon, der neben anderen Waldenserpfarrern (zu ihnen zählte auch Henri Arnaud) die Glaubensflüchtlinge aus ihrer Heimat über die Schweiz nach Deutschland geführt hatte.
Die waldensische Erstbebauung im Ort ist noch zu großen Teilen erhalten, über kulturgeschichtlicher Aspekte der frühen Siedlungsgeschichte informiert die umfangreiche Beschilderung.
Der Waldenserstein hinter der alten Kirche gedenkt an die Gründerfamilien Walldorfs.
Heimatmuseum Walldorf
Eine Ausstellung thematisiert hier die historischen und religionsgeschichtlichen Hintergründe sowie die Geschichte der Flucht, verbunden mit der Ansiedlungsproblematik unter dem Aspekt von Religion, Kultur und Sprache.
Daneben wird die Ortsgeschichte Walldorfs vom 18.Jh bis ins frühe 20. Jh. anschaulich dargestellt.
Die Öffnungszeiten des Museums Walldorf sind Do und So 15-18 Uhr.
Kontakt:
Museum Walldorf
Langstraße 96
Mörfelden-Walldorf
E-Mail: museum@moerfelden-walldorf.de
Ansprechpartnerin: Museumsleiterin
Claudia Battistella
https://www.moerfelden-walldorf.de/de/freizeit/kultur/museen/museum-walldorf/
Tel.: 06105/938274 oder 01605/938875
Führungen auf Anfrage möglich.
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