Schwabendorf
116 Glaubensflüchtlinge gründeten 1687 auf dem ihnen zugewiesenen Siedelplatz „Auf der Schwobe“ die später „Schwabendorf“ genannte Kolonie.
Die Angerdorfanlage bestand aus den beiden Straßen „Sommer“- und „Winterseite“, dazwischen lag der Anger mit dem „Wassergraben“. Der Anger wurde erst später bebaut, zuerst mit Wirtschafts-, danach auch mit Wohngebäuden und Gemeinschaftsanlagen wie z.B. Brauhaus und Backhaus.
Strumpf- und Hutmacherei bildeten neben der Landwirtschaft eine wichtige wirtschaftliche Grundlage, so dass das Dorf um 1750 das Zentrum der oberhessischen Strumpfwirkerei darstellte.
Das Dorfmuseum Daniel-Martin-Haus auf der Winterseite mit seiner Dokumentation zur Dorfgeschichte stellt das bäuerliche Leben, das traditionelle Handwerk und Gewerbe und die genealogische Forschung dar. Herausragendes Museumsobjekt ist ein Strumpfwirkstuhl aus dem 18. Jahrhundert. Am Museum bietet ein Outdoor-Terminal weitreichende Informationen in vier Sprachen, die Geschichte der Kolonie ist dazu auf einer Orts- und etlichen Haustafeln anschaulich dargestellt.
Informationen, Führungen, Kontakte:
Arbeitskreis für Hugenotten- und Waldensergeschichte Schwabendorf e.V.,
Winterseite 17,
35282 Rauschenberg,
Tel.(mobil) 0172/9355510 oder
06421-3046450,
E-Mail: .
Geöffnet:
März - November,
jeweils am 3. Sonntag im Monat 14-17 Uhr oder nach Vereinbarung.
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