Großvillars
1700 wurde zur Ansiedlung von 379 Waldensern aus Villar Perosa ein Ortsplan mit einer langen Haupt- und einer kürzeren Querstraße erstellt. An diesem klaren Grundriß sollten sich die Häuser geradlinig aufreihen. Ein Teil der Siedler wechselte schon 1 Jahr später nach Kleinvillars im Nachbarort Knittlingen. 1703 zerstörte ein Brand die aufgebauten ersten Holzhäuser in Großvillars, nachfolgend wurden auf landgräflichen Befehl nur noch Steingebäude errichtet. Um 1750 kam das Kirchengebäude hinzu.
In der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, über 50 Jahre lang, züchteten die Bürger Großvillars in eigens angelegten Maulbeerplantagen Seidenraupen und stellten in einer Seidenmanufaktur den kostbaren Seidenstoff her.
Im Museum „Waldenserhäusle“, getragen vom Bürgerverein Großvillars, wird die Ortsgeschichte präsentiert. Informationstafeln an einem Ortsrundweg erläutern die Geschichte der Waldenser und insbesondere die Seidenproduktion.
Informationen:
http://v8.oberderdingen.de/website/de/gemeinde/ortsbeschreibung/ortsteile/grossvillars/
Kontakt:
http://www.buergerverein-grossvillars.de
Koordinaten
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