Der Bau des Systems von Floßgräben und Teichen begann vor 1580. Der Kielfloßgraben wurde 1632 in Betrieb genommen.
In den Gräben wurde das Holz geflößt und reichte das Wasser nicht aus, wurden die Floßteiche geöffnet. Die straff organisierte Flößerei auf den hiesigen Gräben wurde über 300 Jahre äußerst gewinnbringend für die sächsischen Kurfürsten betrieben. Auf diesen Transportwegen über die Mulde bis Zwickau und über die Gölztsch und Weiße Elster bis Greiz und Leipzig, gelangte das hauptsächlich für die Salinen im Leipziger Raum und in Halle wichtige Holz.
In Leipzig besaß Muldenberg einen eigenen Stapelplatz, der heute noch Floßplatz heißt. Mit dem Eisenbahnbau 1874/75 ging die Flößerei zu Ende.
Die Floßgräben in Muldenberg sind heute ein technisches Denkmal. Der obere Floßgraben hat eine Länge von ca. 7 km. Vermessung und Bau des Grabens muss auch heute noch als Meisterleistung angesehen werden, da das Gefälle auf der gesamten Strecke teilweise auf einem Kilometer nur 12 cm beträgt.
Der Verein hat die in Vergessenheit geratene Brennholzflößerei wiederbelebt. Beim jährlich stattfindendem Flößerfest im Mai wird diese vorgeführt. Kinder haben hier die Möglichkeit, sich im Flößen auszuprobieren. In den Räumlichkeiten des Hotels Flößerstube sowie im Außengelände sind verschiedene Gerätschaften und Werkzeuge zur historischen Flößerei als ständige Ausstellung mit Museumscharakter zu erleben.
Entlang der Floßgräben lässt sich die Region zu Fuß oder per Rad bestens erkunden.
Öffentliche Verkehrsmittel
Muldenberg erreichen Sie mit der Vogtlandbahn (www.vogtlandbahn.de) aus Richtung Plauen oder Zwickau. Bei der Anreise mit Bahn und Bus, sowie bei der Wahl Ihrer Übernachtungsmöglichkeiten, unterstützt Sie die Tourismus-. und Verkehrszentrale Vogtland unter www.vogtlandauskunft.de bzw. am Servicetelefon 03744 / 19449.
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Floßgrabensystem Muldenberg
08223 Muldenberg
0374656764 http://www.floesser-verein.de E-Mail: info@floesser-verein.de
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