Mit 4805 m Höhe ist der Mont Blanc (Monte Bianco) auf der französisch-italienischen Grenze der höchste Berg der Alpen. Ob er allerdings der höchste Berg Europas ist, kann ohne die richtige Definition der innereurasischen Grenze nicht einwandfrei geklärt werden. Sein größter Konkurrent ist der Elbrus im Kaukasus, der mit 5642 m die Platzierung als einer der "Seven Summits" für sich beansprucht.
"Monarch" wird der Mont Blanc bei erfahrenen Bergsteigern auch genannt. Einmal auf dessen Gipfel zu stehen und den Blick auf das Dach der Alpen zu genießen ist Wunschtraum vieler Alpinisten. Die Besteigung wird aber zum einen durch die kräftezehrende Tour, auf der über 2500 Höhenmeter im Aufstieg bewältigt werden müssen, zum anderen durch die stets unsicheren Witterungsverhältnisse erschwert. Oft peitschen Höhenstürme über den Bossesgrat und fegen ihn blank, schnelle Wetterstürze drohen, Spaltenbrücken werden instabil oder Eisschlag bedroht den Aufstiegsweg.
Nach Norden hin ist der Mont Blanc fast vollständig vergletschert, nach Süden hin besteht er aus riesenhaften, markanten Granitfelsen. Der Gipfel besteht in seiner Gesamtheit aus Eis und Firn, die Höhe des Berges ist daher jahreszeit- und witterungsbedingten Schwankungen von etwa 1,5 m unterworfen.
Erstmals bestiegen wurde der Mont Blanc am 7. August 1786 von Jacques Balmat und Michel-Gabriel Paccard. Heute führen mehrere Routen zum Gipfel, darunter der Normalweg von der Nordwestseite über die Aiguille du Goûter und den Dôme du Goûter. Daneben gibt es mehrere schwierige Routen für Fels- und Eiskletterer.
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