Der Hagbergturm bietet nicht nur eine wunderschöne Rundumsicht. Er ist auch ein architektonisch attraktives Bauwerk.
Die exponierte Lage im Welzheimer Wald am Rande des Nordabfalles zum Rot- und Kochertal hin ermöglicht weite Ausblicke, nach Westen zunächst über den Welzheimer Wald mit dem Wasserturm bei Kaisersbach, rechts davon der Murrhardter Wald, hinter diesem dann die Löwensteiner Berge, an die sich rechts der Mainhardter Wald anschließt. Nach Norden führt das Waldtälchen des Rauhenzainbaches hinaus ins breite Tal der Fichtenberger Rot. Der Einschnitt des Kochertales zieht sich von Nordosten nach Osten, jenseits davon die Limpurger Berge, die mit dem Einkorn über der Haller Ebene ihren nördlichen Endpunkt haben. Nach Süden zieht das idyllische Tal der Schwarzen Rot zur Lein hin. Dahinter zeigt sich der Albtrauf mit mehr als der Hälfte seiner Länge: Im Osten der Fernsehturm auf dem Braunenberg, dann Rosenstein, Kaltes Feld, Rechberg, direkt im Süden der Hohenstaufen. Weiter westlich schweift der Blick je nach Sichtweite über Teck, Hohenneuffen, Achalm bis zum Roßberg und vielleicht sogar zum Hohenzollern.
Der Hagbergturm hat eine bewegte Geschichte. 1901 wurde er durch den örtlichen Verschönerungsverein errichtet, finanziert unter anderem über eine Spenden-Lotterie. In den 1930er Jahren übernahm der Schwäbische Albverein den Turm. Während des Zweiten Weltkriegs diente er der dort stationierten Flugwache als Beobachtungsposten. Um eine freiere Sicht zu erhalten, wurde 1943 die obere Pagode abgenommen. Nach dem Krieg versah man den Turm wieder mit einem Dach, um ihn vor schädlichen Witterungseinflüssen zu schützen.
1970 wurde der Hagbergturm von einem Sturm schwer beschädigt und schließlich wegen mangelnder Verkehrssicherheit 1973 geschlossen. Man erwog den Abbruch. Dank Zuschüssen und Spenden konnte der Turm aber einige Jahre später doch rennoviert und 1980 wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet werden.
In seiner heutigen Form kommt der Turm seinem ursprünglichen Aussehen von 1901 sehr nahe.
Öffnungszeiten
Ab dem dritten Sonntag im April bis Ende Oktober geöffnet. Zu allen übrigen Zeiten kann der Schlüssel gegen Pfandhinterlegung bei einem örtlichen Bauernhof abgeholt werden. Den Kontakt finden Sie unter https://tuerme-wanderheime.albverein.net/aussichtstuerme/hagbergturm-bei-gschwend-ostalbkreis/
Am Turm gibt es einen Kiosk mit kleinem Aufenthaltsraum und einfache Vesperkarte.
Preise:
Erwachsene Nichtmitglieder zahlen einen Euro in die Turmkasse für die Besteigung. Spenden für den Erhalt des Turmes sind sehr willkommen.
Öffentliche Verkehrsmittel
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Parken
Wanderparkplatz beim Sturmhof, von dort sind es ca. 550 m ebener Fußmarsch bis zum Turm.
Koordinaten
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