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Architektur Architektur · Flims Laax · 926 m

Haus René Berri-Fried

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Dem jungen Churer Architekten Maurus Frei gelang mit dem 2002 bis 2003 erstellten "weissen Kristall von Trin" ein Haus, welches sich in die Natur einpasst, ohne sich ihr völlig zu unterwerfen. "Wie kann ich die spektakuläre, landschaftliche Dramaturgie dieses Ortes mit einem Haus auf die Spitze treiben", hat sich Frei beim Entwerfen gefragt.

Das Haus hat einen leicht verzogenen, rechteckigen Grundriss. Die imposante Lage kann von jedem Geschoss aus anders erfahren werden. Das Gebäude entwickelt sich aus dem abfallenden Hang heraus und besticht durch seine aussergewöhnliche Komplexität und den plastischen Gestaltungsreichtum. Das Haus passt sich der Lage des imposanten Grundstücks an und nutzt alle Möglichkeiten der Besonnung, der Aussicht sowie der Tages- und Jahreszeiten. Von der Strasse her wirkt der Bau ziemlich verschlossen. Die Strassenfassade ist nur im Treppenbereich mit einem grossbündigen Fenster und einer kleinen Öffnung im Nassbereich des Schlafzimmers versehen. Nach Südwesten öffnet sich das Haus hingegen zur Aussicht aufs Tal. Das Gebäude ist in drei Etagen eingeteilt. Eine steht zur Hälfte im Hang, die mittlere schält sich aus dem Hang heraus und die obere überragt den Hang. "Kurz gesagt: im Boden, auf dem Boden und über dem Boden", erklärt Frei seinen Entwurf. Durch den Steilhang wird der Eindruck erweckt, als schwebe das eigenständige Objekt über der natürlichen Umbebung. In seiner weissen Form bildet es einen starken Kontrast zur Landschaft und zum Himmel. Der "weisse Kristall" besticht durch seine Leichtigkeit und erinnert an kalifornische Sommerhäuser. Kein Zufall, ist doch der Architekt begeistert von der expressiven Formensprache kalifornischer Kollegen. Sein Entwurf in Trin strömt eine gelassene und beseelte Energie aus. Es ist ein Ort, an dem man behaglich zu Hause bleiben kann und immer noch den Ruf der Natur vernimmt.Die tragenden Elemente des Gebäudes bestehen aus zwei Säulen und einem Betonwinkel, weswegen die Grundrisse offen gestaltet werden konnten. Die Stützen befinden sich in der Fassadenmitte, damit die Gebäudeecken frei von störenden, strukturellen Elementen bleiben. Das Betondach wurde mit einer weissen Kunststofffolie gedeckt.

Im Untergeschoss liegen drei Gäste-Schlafzimmer sowie ein Büro und das Atelier, das sich zum Garten hin öffnet. Die Schlafzimmer können innert Sekunden durch das Öffnen von Schiebetüren in einen grossen Raum verwandelt werden. Die Treppe ist aus gedämpftem Eichenholz und bildet ein dominierendes Element für das ganze Haus. Die dienenden Räume sind als Kuben aus Eichenholz ausgebildet. Die übrigen Räume präsentieren sich als Raumfluss durchs ganze Haus. Der Eindruck eines fliessenden Raumes wird durch das gedämpfte Eichenparkett, das mit Weisspigmenten geölt wurde, noch verstärkt.Im mittleren Geschoss wird gewohnt, gekocht und gegessen. Die funktionale Küche und die Einbauschränke wurden aus demselben mattschimmernden Material wie der Boden gefertigt. Die grosszügige Speisekammer findet man in einem Kubus. Im oberen Geschoss wird gewohnt und geschlafen. Es fasziniert durch seine hohen Räume und die Dachschrägen, die eine grosse Geborgenheit ausstrahlen. Vom Bett aus kann man die fantastische Landschaft geniessen. Auch hier ist wieder ein Kubus zu finden, mit Toilette und begehbarem Kleiderschrank. Jeder Etage ist ein eingezogener Balkon zugeordnet, der je nach Ausrichtung entweder Morgen- oder Abendsonne hat. Das Haus wird durch Erdwärme über eine Bodenheizung geheizt.

Koordinaten

SwissGrid
2'746'135E 1'188'125N
DD
46.828219, 9.354090
GMS
46°49'41.6"N 9°21'14.7"E
UTM
32T 527006 5186135
w3w 
///lehnte.ampeln.ablaufen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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