Chronik:
Das markante Bauwerk ist letzter Rest eines von Fürst Liechtenstein um 1835 errichteten Naturparks. Johann I Fürst Liechtenstein, der in Wien, in Niederösterreich und Mähren mehrere seiner Besitzungen von großzügigen Landschaftsgärten umgeben ließ, förderte auch die Gestaltung eines Naturparks nahe dem Schloß Hadersfeld. Er ließ ab 1803 das 1517 als Edelsitz genannte Schlößchen nach Plänen des liechtensteinischen Hausarchitekten Joseph Hardmuth um- bzw. neu bauen. Der östlich des Dorfes nahe der Anton-Aigner-Gasse errichtete Obelisk mit einer Grotte aus Steinquadern wurde in Erinnerung an die Triangulierung und die Grenze des Bistums Passau geschaffen. Heute steht das Denkmal auf einem offenen und mittlerweile verwaldeten Wiesenhügel mit weiter Aussicht ins Donautal, Tullnerfeld und ins Marchfeld.
In nächster Umgebung:
Nicht erhalten blieb der ebenfalls von Joseph Hardmuth enworfene, zwischen 1806 und 1807 erbaute Tempel auf dem Tempelberg: 1908 wurde dort zu Ehren von Kaiser Franz Joseph I. eine Aussichtswarte errichtet, die die Sektion Klosterneuburg des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) im Jahr 1956 renovieren ließ und heute ein beliebtes Ausflugsziel ist. Auf der gelben Markierung folgend zum Tempelberg etwa eine ½ Stunde.
Link: Tempelbergwarte
Das Schloß Hadersfeld und der Garten sind in Privatbesitz und öffentlich nicht zugänglich. Der Naturpark hingegen ist in Besitz der Marktgemeinde St. Andrä-Wördern und öffentlich zugänglich.
Ausflugsziel:
Von freien Flächen in der Umgebung des Obelisken genießt man eine besonders schöne Sicht auf das "Kahlengebirge" , wie der Höhenzug vom Leopoldsberg bis zum Exelberg früher genannt wurde. Gesamtgehzeit: 3¼ Stunden, Höhendifferenz unter 300 m.
Zustieg:
Vom Bahnhof Greifenstein-Altenberg ein Stück talabwärts bis zur Strauchgasse und dann auf dem rot markierten Klotzbergsteig in einem engen Tal aufwärts. Später über Serpentinen zur gelben Markierung und - dieser folgend - zur Tempelberg-Warte (Aussichtswarte) auf dem Tempelberg. Gehzeit ab Bahnhof ca. 1 Stunde.
Abstieg:
Zurück auf der gelben Markierung und weiter nach Hadersfeld zum Obelisken. Vom Tempelberg etwa eine ½ Stunde entfernt. Zurück nach Hadersfeld und ein kurzes Stück auf der Straße Richtung Klosterneuburg. Danach zweigt nach rechts - leicht zu übersehen - eine rote Markierung ab, die in einen Graben und zu einem Kreuz an der Straße führt. Weiter auf dieser bis zum tiefsten Punkt der Straße, dann nach links, im Wald wieder nochmals links und auf der roten Markierung nach Kritzendorf zum Bahnhof. Gehzeit ab Obelisk in Hadersfeld ca. 1 ¾ Stunden.
Kein Stützpunkt auf der Strecke, Gaststätten in Kritzendorf.
Karte:
ÖK25V Blatt 5319-Ost (Klosterneuburg), Maßstab 1:25.000
Coordinate
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