Pfahlbaustationen und Opferstätten
Der Inkwilersee ist ein kleines Landschaftsidyll. Mitten im Gewässer befindet sich eine winzige, mit Bäumen überwachsene Insel. Die Besiedlung des Gebiets reicht über 10'000 Jahre zurück. Bereits in der Altsteinzeit lebten am Inkwilersee Menschen, wie Pfahlbaureste gezeigt haben. Die Landschaft des Oberaargaus ist während der Eiszeit von Gletschern geformt worden. Etwas südlich des Inkwilersees, auf dem Steinhof, befindet sich die «Grossi Flue». Der mächtige erratische Block stammt aus dem Val de Bagnes im Unterwallis und wurde vom eiszeitlichen Rhonegletscher hierher verschoben. Vermutlich diente der Arkesin-Gneis in der heidnischen Zeit als Opferstätte. Die Sage berichtet, dass auf dem Steinhof die Neugeborenen nicht vom Storch gebracht würden, sondern dass sie aus der Spalte der Grossen Flue träten. Auch der weiter westlich liegenden «Chilchliflue» schrieb man Wunderkräfte zu: Junge Frauen glaubten, ein Rutsch über den Block könnte den Wunsch nach einem Mann oder einem Kind erfüllen.
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