Sechs Wochen lang wurde der Wehrbau einst tapfer gegen eine Basler Belagerung verteidigt – 1411 dann aber gleichwohl erobert, zerstört und nicht mehr aufgebaut.
Einst thronte die Burg Blauenstein nördlich von Kleinlützel auf einem schroffen Felssporn und bildete das Zentrum einer kleinen Grundherrschaft, die ungefähr identisch war mit dem heutigen Dorfbann der Gemeinde. Errichtet wurde sie im 13. Jahrhundert durch die Herren von Biederthal – von denen sich ein Familienzweig "von Blauenstein" nannte. In der sogenannten "Neuensteiner Fehde" wurde der Bau 1411 zerstört. Immer wieder werden kleine Zeitzeugen wie Pfeilspitzen oder Bolzeneisen gefunden, die vom bewaffneten Konflikt erzählen.
Die spärlichen Mauerreste lassen eine Kernburg mit Hauptturm, Wohntrakt und Zisterne erkennen, ebenso eine Vorburg mit Gräben und Zugangsstrasse. Bei der Begehung der Ruine ist Vorsicht geboten: Manche Teile der Ruine sind sehr exponiert, das Mauerwerk ist einsturzgefährdet.
Von einem Parkplatz aus ist die Ruine in kurzer Gehdistanz erreichbar. Wandernd erreicht man sie auch von der Kleinlützler Frohmatt aus, dem markierten Wanderweg in Richtung Challpass folgend.
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