Göriach, Pfarrkirche Mariä Namen
Die Pfarrkirche Mariae Namen, erhöht am Nordrand des Ortes in weithin sichtbarer Lage erbaut, wurde vermutlich 1312 oder 1316 durch Abt Gunther von Arnoldstein gestiftet und erstmals 1371 urkundlich erwähnt und in weiterer Folge 1478 von den Türken zerstört. Östlich der Kirche steht eine 1489 geweihte spätgotische Friedhofskapelle. Um die Kirche sind noch Reste der ehemaligen Wehrmauer, verbunden mit dem Turm, erhalten. Die heutige Kirche ist ein stattlicher Bau aus der Zeit von 1489 bis 1516 mit einem zweigeschossigen Westturm, Spitzbogenfenstern und abgetreppten Strebepfeilern, einem 4-jochigen Langhaus und einem eingezogenen Chor mit 3/8 Schluss. Der 2-geschossige Hochaltar mit Doppelsäulen und einem Altarblatt von Adam Claus hat in der Mittelnische eine schöne Mondsichelmadonna (A. 16. Jh.), flankiert von den hll. Ulrich (links) und Wolfgang (rechts). Weitere Statuen sind links hl. Wolfgang und rechts hl. Eligius. Im Obergeschoß, in der Mitte, sind der hl. Sebastian und der hl. Rochus zu sehen. Über den säulengerahmten Opfergangsportalen steht links: hl. Barbara rechts die gekrönte hl. Katharina.
Der linke Seitenaltar (nach der M. d. 18. Jhs.) zeigt im Mittelfeld eine Schnitzfigur des hl. Florian, wobei die Statue aus dem ausgehenden 15. Jh. stammt und vermutlich zur ursprünglichen Ausstattung der Kirche gehörte. Links steht der hl. Antonius von Padua. Das Aufsatzbild zeigt die hl. Dreifaltigkeit, seitlich stehen die hl. Walburga und eine Märtyrerin.
Der rechte Seitenaltar (um 1720/30) ist wesentlich schlichter gestaltet und hat im Mittelfeld eine Schnitzfigur eines hl. Diakons und der hl. Florian. Über dem Triumphbogen befindet sich ein geschnitzter Rosenkranz mit Marienfigur und Engeln sowie einer Halbfigur Gottes (A. 17. Jh.). Zeitgleich mit dem Hochaltar wurde um 1700 auch die Kanzel der Kirche angeschafft, deren Schalldeckel einen Erzengel zeigt. Unter den kunsthistorisch interessanten Details der Pfarrkirche sind noch der lebensgroße barocke Schmerzensmann an der Südwand der Kirche, der spätgotische Taufstein mit einer barocken Figur Johannes d. Täufer und die Statue eines hl. Antonius Eremita (um 1700) zu erwähnen. Am Sonntag nach dem 8. September findet in Göriach jedes Jahr der Kirchtag statt (12. September: Fest Mariae Namen).
Coordinate
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