Offenbach
1698/99 waren die ersten Flüchtlinge in Offenbach angekommen. Die katholische Regierung Frankreichs hatte sie zu Hunderttausenden in die Flucht getrieben, als sie mit dem Edikt von Fontainebleau (1685) eine grausame Jagd auf alle protestantischen Untertanen eröffnete.
Die Flüchtlinge fanden in vielen Gebieten Deutschlands Aufnahme, so auch in der Grafschaft Isenburg. Die erste Offenbacher Gemeindeliste nennt 46 Familien. Hier trafen 1703 weitere Hugenotten ein, die im Gegensatz zur ersten Siedlerwelle handwerklich ausgebildet waren.
Am 28. Mai 1705 erhielt die Gemeinde durch Graf Johann Philipp umfangreiche Privilegien, die darauf abzielten, den Gewerbefleiß der Einwanderer zu fördern.
Französisch-Reformierte Kirche .
Was ist das für ein kleines Kirchlein, das sich mitten in der City gegen die moderne Bürohausarchitektur in seiner Umgebung behauptet? Es ist die Französisch-Reformierte Kirche. Ihr Grundstein wurde im ahr 1717 gelegt. Am 1. Mai 1718 feierte die Gemeinde der hugenottischen Glaubensflüchtlinge die Eröffnung. Das Kirchengebäude war Ausdruck der Religionsfreiheit, die der Isenburgische Landesherr Graf Johann Philipp den Einwanderern zubilligte
Kontakte:
Haus der Stadtgeschichte
Herrnstr. 61, 63065 Offenbach am Main
Tel. 069/80 65 - 20 46 (Dr. Jürgen Eichenauer)
E-Mail: juergen.eichenauer@offenbach.de
https://www.offenbach.de/microsite/haus_der_stadtgeschichte/index.php
Amt für Öffentlichkeitsarbeit,
Berliner Str. 60, 63065 Offenbach am Main
Tel. 069/80 65 – 27 46 (Michèle Latzke)
E-Mail: Info@offenbach.de
Französisch-Reformierte Gemeinde,
Herrnstr. 66, 63065 Offenbach am Main
Tel. 069/81 48 94 (Gemeindebüro)
E-Mail: gb@frgo1699.de
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