Sentiero turistico
· Granada
Benalúa de Guadix - Eine Landschaft voller Kontraste und von außergewöhnlicher Schönheit
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Besonders eindrucksvoll und einen Abstecher wert ist die Steppenlandschaft um die Hoya de Guadix (Senke). Was ist hier passiert? Die Senke ist ein riesiges Sedimentbecken mit Meeresablagerungen, das durch die Plattentektonik zunächst angehoben wurde. Nach der Abtrennung des Beckens vom Meer wurden weitere Sedimente vom Río Guadiana Menor, einem Nebenfluss des Río Guadalquivir, angeschwemmt. Durch die Erosion des Flusses entstanden Täler, die von steilen Hängen begrenzt wurden. Je tiefer der Fluss in die Landschaft eindrang, desto instabiler wurden die Hänge der Schlucht und brachen immer wieder in die Senke ein. Starkregenereignisse, aber auch Trockenperioden begünstigten die Entstehung des Reliefs, wie wir es heute auf unserer Wanderung sehen können. Der Blick vom Mirador de Benalúa überrascht den Betrachter: Wie eine Oase liegt Benalúa im Tal. Die Gewässer des Río Fardes und des Río Guadix (beide gehören zum Einzugsgebiet des Río Guadalquivir) ermöglichen die Bewässerung der Landschaft, Obstgärten (vor allem Melonen), Pappeln (Nutzholz), Getreide, Hülsenfrüchte und Gemüse werden angebaut. Sehr interessant ist am Ende der Wanderung die Zuckerfabrik Azucarera de Nuestra Señora del Carmen, die von 1913 bis 1983 in Betrieb war. Die noch erhaltenen, aber heute verlassenen Gebäude zählen aufgrund ihrer besonderen Architektur zu den bedeutendsten Industriedenkmälern Andalusiens.> Vom Bahnhofsvorplatz 01 La Estacion de Guadix gehen wir auf der Straße nach Norden (rechts), unterqueren die Autobahn und auch die Bahnlinie und biegen nach der alten Bahntrasse links in den Feldweg ein. Rechts des Weges liegt die kleine Siedlung 02 Pedro Antonio de Alarcón. Der Hügel ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse, überall sind Höhlen in den Fels gehauen, die mehr oder weniger kunstvoll gestaltet sind und die unterschiedlichsten architektonischen Elemente aufweisen. Weiter geht es an einem Zaun und dahinterliegenden Höhlen vorbei. Für den Betrieb der ehemaligen Eisenbahn wurde eine 5 m breite und ca. 15 m hohe Schneise in den Berg geschlagen, auf der wir nun bis zur 03 Kreuzung auf einem Plateau weitergehen. Dort wenden wir uns nach links und biegen an der nächsten Gabelung halb links ab. Es folgt ein landschaftlich sehr schöner Abschnitt, immer wieder bietet sich die Möglichkeit, über die Abbruchkante in die Schlucht hinabzublicken. Es folgt ein sehr langes Wegstück und dann eine Gabelung, halb links führt ein Weg zu einem schönen Mirador mit Blick, u. a. auf den höchsten Berg der Sierra Nevada. Wir gehen ein paar Meter zurück und dann scharf links, in der Schlucht angekommen wieder links und dann immer geradeaus bis zum 04 Mirador de Benalúa. Auch hier gehen wir ein paar Meter zurück, nehmen aber nicht links die Treppe hinunter zur Straße, sondern biegen beim Stromhäuschen links auf die Piste ab und kommen nach der langgezogenen Linkskurve auf die Straße. An der ersten Gabelung vor der Höhle gehen wir halb links. Dort, wo die Straße endet, gehen wir links bergab, gleich nach dem Kinderspielplatz links in die Straße und weiter bis zum Kreisverkehr vor der Iglesia de Nuestra Señora del Carmen. Diesen verlassen wir nach halb rechts (Richtung Westen), biegen bei der nächsten Möglichkeit links in die Calle Alameda ein und nehmen an der Gabelung die halb linke Straße. Auf der linken Straßenseite befindet sich die Plaza de la Constitución mit Restaurants. Schon von weitem sieht man den Schornstein der Zuckerfabrik Azucarera de Nuestra Señora del Carmen, die man entlang der Bahngleise umrunden kann. Bei der schwarzen Laterne biegen wir rechts in die Sackgasse ein, über die Treppe gelangen wir zur Calle Vista Nevada und gehen rechts auf der Avenida de la Estacion bis zum Zielpunkt 05 La Estacion Benalúa. Von dort geht es mit dem Zug oder Taxi zurück zum Startpunkt 01 La Estacion de Guadix.