Sentiero turistico
· Corsica del Sud
Punta di Campomoro - Küstentour mit zahlreichen Attraktionen
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Der Südwesten Korsikas überrascht mit zahlreichen eindrucksvollen Buchten. Eine davon ist die Punta di Campomoro, die den Golf von Valinco an der Südseite begrenzt. Das kleine Fischerdorf Campomoro ist schon für sich eine Reise wert, die etwas abseits von den Hauptverkehrsrouten eine längere Anfahrt in Anspruch nimmt. Die Halbinsel liegt etwa eine Autostunde westlich von Propriano und kann auf der D 121 erreicht werden. Die Wanderung führt von diesem Ort aus ständig der bizarren Küste entlang und umrundet das Kap. Am höchsten Punkt thront der Torre di Campomoro, einer jener genuesischen Wehrtürme, die einst zum Schutz rund um die gesamte Insel errichtet worden sind. Wir starten unsere gemütliche Küstentour im Zentrum von Campomoro 01 und wandern zunächst westwärts aus dem Dorf hinaus. Wir kommen am Campingplatz vorbei, durchqueren den Ortsteil Callanova, eine Villensiedlung, und folgen der Straße bis zur Zufahrt zum Torre di Campomoro 02. Wenn wir zuerst zum Turm hinaufsteigen wollen, müssen wir links auf die Betonpiste wechseln und in gut 10 Minuten zum 78 m hohen Gipfel des Kaps hinaufsteigen. Um mit der Umrundung des Kaps zu beginnen, halten wir uns rechts und folgen dem Pfad, der durch eine Informationstafel gekennzeichnet ist. Der markierte Pfad wird bald zu einem Steig, der durch die felsige Küstenlandschaft führt. Schon nach kurzer Zeit erreichen wir die Punta di Campomoro 03, die von bizarren Tafoni-Felsen geprägt wird. Bereits hier fallen uns die zahlreichen Badebuchten auf, die besonders am Morgen in einem traumhaften Licht erstrahlen. Der Weg wendet hier in südliche Gegenrichtung und folgt ständig der Küste, sodass wir den Verlauf sehr leicht finden können. Nach einiger Zeit wird das Gelände etwas weitläufiger und wir steuern auf die Punta di Scogli Longhi 04 zu. Über eine saftig grüne Wiese wandern wir zum kleinen Sandstrand, der diese Bucht malerisch prägt. Nach einer kurzen Rast setzen wir die Wanderung in südlicher Richtung fort und steuern auf die Punta di Scalone zu. Der Weg führt in eine Sandebene hinein, wobei wir bald eine weitere Weggabelung erreichen. Hier könnten wir nach links abbiegen und landeinwärts wandern, um auf unseren späteren Rückweg zu treffen. Wir folgen aber weiterhin dem Küstenpfad, schneiden eine Halbinsel etwas im Landesinneren ab und gelangen gleich wieder an die bizarre Felsküste. Wir schlendern mit gemütlichem Verlauf durch diese herrliche Küstenlandschaft, bis wir nach etwa eineinhalb Stunden die Badebucht Cala d’Aguila 05 erreichen. Der Wanderweg führt direkt an dem kleinen Sandstrand vorbei, der die Bucht an der Rückseite abschließt. Wenn wir noch etwa 100 m weitergehen, kommen wir zu einer T-Kreuzung, bei der sich der Küstenweg nach Süden weiter fortsetzt. Wir wenden hier, aber folgen dem Fahrweg nach links in das nun ansteigende Küstengelände hinein. Die Route führt durch eine kleine Talung, die als Vangone d’Aucia bezeichnet wird. Nach etwa 30 Minuten wechseln wir auf die östliche Talseite und folgen den breiten Pfadspuren, wobei wir andere, von der Hauptroute abzweigende, unberücksichtigt lassen. Unser Weg beschreibt eine deutliche Linkskurve und steigt zur 180 m hohen Punta di Manna Mulina 06 an. Dieser Aussichtspunkt bietet ein lohnendes Panorama über die gesamte Küstenlandschaft von Campomoro. Wir überqueren die Kuppel und folgen nun wieder dem Weg in nördlicher Richtung, der die Ebene von Canusellu 07 hinabführt. Teilweise wandern wir über Erdtreppen entlang des gut trassierten Pfades. In der Ebene, in der wir ein Bachbett überqueren, biegt von links der zum Küstenpfad hinabführende Verbindungsweg ein. Wir wandern aber geradeaus in nördlicher Richtung ein wenig bergauf und erreichen einen alten Dreschplatz 08. Wir überwinden einen kleinen Geländesattel und gehen nun leicht bergab, wobei wir den Genueserturm stets im Blickfeld haben. Knapp davor schwenken wir nach rechts, um zum Küstenweg an der Ostseite der Bucht von Campomoro zu gelangen. Sobald wir ihn erreicht haben biegen wir nach rechts darauf ein und folgen ihm zurück in das Fischerdorf.