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EB: Oravska Magura vom Sedlo Príslop nach Zakopane

Mountain Bike
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Dirk Neubauer 
  • Mountainbike-tour in der Slowakei: EB: Oravska Magura vom Sedlo Príslop nach Zakopane
    / Mountainbike-tour in der Slowakei: EB: Oravska Magura vom Sedlo Príslop nach Zakopane
    Video: Outdooractive
  • / Slowakische Kartoffelernte (Sept. 2011)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
  • / Magurka (Sept. 2011)
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  • / Oravastausee (Sept. 2011)
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  • / Staumauer (Sept. 2011)
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  • / Orava (Sept. 2011)
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  • / Tvrdošín (Sept. 2011)
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  • / Slowakischer Panzer (Sept. 2011)
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  • / Kaltenbach (Sept. 2011)
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  • / Hohe Tatra (Sept. 2011)
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  • / Kirche in Dzianisz (Sept. 2011)
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  • / Goralische Bauweise (Sept. 2011)
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  • / Hohe Tatra (Sept. 2011)
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  • / Hohe Tatra (Sept. 2011)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
m 1200 1100 1000 900 800 700 600 500 400 100 80 60 40 20 km
Teil einer Radreise von Viersen nach Budapest (Elisabethpfad + EB-Weg).
difficult
Distance 110.2 km
8:15 h
1,320 m
1,275 m
Eine schöne Tour entlang des Höhenzugs der Oravská Magura (Arwa-Gebirge) bis hinunter zum Orava-Stausee. Der Weg führt weiträumig um die Skorusina-Berge durch das Kaltenbachtal und weiter in stille Tatra-Täler. Am Ende der Etappe können wir nochmal die Sichten in die westliche und hohe Tatra geniessen und erreichen den polnischen Wintersportort Zakopane.

Author’s recommendation

Sehenswürdigkeiten am Weg (in Folge): Oravská Magura (Magurka), Orava-Stausee, Orava, Kaltenbachtal, Hohe Tatra, Oravice, Dzianisz, Gubałówka-Höhe, Zakopane.

Versorgungsmöglichkeiten gibt es in Hrustin, Trstená, Tvrdošín, Oravice, Chochołów, Gubałówka-Höhe und in Zakopane.

In Zakopane gibt es diverse Übernachtungsmöglichkeiten.

Difficulty
difficult
Stamina
Experience
Landscape
Highest point
Gubałówka, 1,131 m
Lowest point
Nizna, 554 m
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Safety information

Der Großteil des Weges ist befestigt, nur das Stück von der Gubałówka-Höhe hinunter nach Poronin verläuft auf unbefestigten ruhigen Wald- und Feldwegen, teils sogar schmalen, verwachsenen Pfaden. Manche Abfahrten sind heftig und es ist nicht peinlich, sein Rad auch einmal bergab zu schieben.

Start

Sedlo Príslop (812 m)
Coordinates:
DD
49.303839, 19.353114
DMS
49°18'13.8"N 19°21'11.2"E
UTM
34U 380279 5462537
w3w 
///macaroon.samosas.list

Destination

Zakopane, Fußgängerzone

Turn-by-turn directions

Auf dem E3 sind es vom Sedlo Príslop nach Zakopane, der ersten größeren Ortschaft in Polen, etwa 60 km und 2400 hm. Das ist an einem Tag nicht zu packen, wenn ich von den Erfahrungen der letzten Tage ausgehe. Ich finde zwar die rote Markierung, die den gestrigen Weg weist, jedoch auf der anderen Straßenseite finde ich nichts. Laut Wanderführer geht es neben dem Skilift die Wiese hinauf. Sie ist noch feucht und es ist nicht mal eine Spur von Pfad zu erkennen. Dies soll laut der Beschreibung auch für eine ganze Weile so bleiben, d.h. Wiesenwege und schlechte Markierungen. Von den Höhenlinien auf der Karte her ist der Weg auf dem nördlichen Kamm der Oravská Magura vermutlich nicht die besondere Härte, eventuell ähnlich dem gestrigen Stück vom Mincol aus, aber die Wegbeschaffenheit macht die Musik. Bis zum Oravastausee waren am Wegweiser auf dem Parkplatz am Gasthaus sechseinhalb Stunden Fußweg angegeben. Wenn es dumm läuft, bin ich auch nicht schneller, wie gestern. Und das wäre nur etwa ein Drittel des Wegs bis Zakopane.

Das zweite Drittel durch die Skorusina-Berge wird bestimmt auch anstrengend und der Rest bis Zakopane hat es auch in sich. Meine Entscheidung steht fest, nach zwölf Tagen auf dem E3 ist heute endlich mal ein entspannenderer Verlauf nötig. Zakopane als das heutige Tagesendziel hat sich mir irgendwie fest eingebrannt. Dem Straßenverlauf folgend rolle ich rasant hinunter nach Hrustin. Der Ort liegt nur 100 hm tiefer, aber trotzdem geht es gut hinab, rechterhand sehe ich den lang gezogenen Kamm der Oravská Magura. Im Ort beschreibt die Straße eine scharfe Rechtskurve, geradeaus befindet sich der Dorfladen.

Dann geht es auf der Straße im Tal der Hrustinka im leichten Auf und Ab. Am Ortsausgang von Lokca kommt eine weitere Straße hinzu und der Verkehrsstrom erhöht sich. Ich passiere Tapesovo, die Straße steigt an und an einer größeren Kreuzung weicht die breite Straße Richtung Námestovo ab, hinter der Kuppe muss nun langsam mal der Oravastausee kommen. Nahe dem nächsten Ort, Vavrečka, habe ich einen guten Blick auf den Sendeturm auf der Magurka. Dort oben weicht der E3 auch in östliche Richtung ab, um bergab auf den Stausee zu zulaufen. Die Straße fällt nun auch bergab und an einer Tankstelle biege ich links ab, um zum Stausee zu gelangen. Die Straße führt auf einer langen Brücke direkt über das Wasser auf Námestovo zu, es ist wirklich ein beeindruckend großes Gewässer. Ganz hinten am anderen Ende liegt wohl Polen. Nach ein paar Fotos fahre ich zurück zur Tankstelle und nun links in östlicher Richtung oberhalb des Ufers. Auf der linken Seite der Straße führt ein Radweg direkt an der Uferbewaldung entlang, er ist jedoch in einem derart schlechten Zustand mit Schlaglöchern und vielen Wurzeln, dass ich bald auf die Straße wechsle. Am Ufer finden sich viele Hotels und Wochenendhäuser, auch gibt es einige Baustellen, wo wohl neue Hotelanlagen errichtet werden.

Nach einer ganzen Weile, als ich den Wald hinter mir lasse, kommt von der Magurka ein breiter Schotterweg hinab. Im oberen Bereich am Wald sieht er mächtig steil und gar nicht mehr so breit aus. An der Straße befindet sich das Wegkreuz Zadný Krivan. Ich stehe nun auf dem E3. Auf dem Wegweiser ist die Entfernung zum Sedlo Príslop als 8 Stunden Fußweg angegeben. Der E3 folgt jetzt rot markiert der Straße hinunter zur Staumauer und führt über diese zur anderen Seite der Orava. Die Staumauer selbst ist für den Kraftverkehr gesperrt, die Straße auf der anderen Seite ist nur eine kleine Zufahrtsstraße für das Wasserkraftwerk.

Bis Trstená führt der E3 nun über den Uhlisko. Der Aufstieg soll laut Wanderführer hart sein, führt über Wiesenwege und zerfurchte Forstwege. Ich nehme stattdessen die Straße am Ufer des Sees entlang, vorerst im Schatten, später leicht steigend passiere ich Nove Ústie und dann doch stärker steigend geht es über eine Kuppe. Noch einmal schweift mein Blick zurück zur Magurka, dann rolle ich rasant die Kuppe hinab nach Trstená, halte mich dort nach der Oravica-Brücke rechts in die Stadt und rolle auf den Hauptplatz. Links war bereits Zakopane ausgeschildert. Auf dem direkten Weg auf der Straße wären es ungefähr 40 km bis dort.

In einer Seitenstraße befindet sich die Touristeninformation. Dann rolle ich auf einer kleinen Nebenstraße durch den Ort in südwestlicher Richtung und treffe auf grüne Markierungen. Ich habe den E3 erreicht. Er führt in die Skorusina-Berge. Der Weg zieht sich laut Wanderführer eine kleine Ewigkeit durch kleine Waldstücke und über Wiesen, um dann steil die Skorusina zu erklimmen. Der Abstieg nach Oravice wird als steil und geradlinig bezeichnet. Für mich stellt sich nun die Frage, ob ich mich auf die gut 18 km E3 nach Oravice begebe oder einen viel längeren, beinahe dreimal so langen Weg auf der Straße entlang der Orava und durch das Kaltenbachtal nehme. Die kürzeste Variante im Oravicetal, wo auch Zakopane ausgeschildert war, scheidet für mich aus.

Ich entscheide mich für die längere Variante über die Straße. In den Bergen lauern vermutlich zu viele Unsicherheitsfaktoren. Die grüne Markierung, der ich Richtung Oravastausee folge, führt die Straße entlang und dann geht es rechts hinunter zu einer kleinen gelben Brücke über die Oravica. Am Bach entlang führt der Weg in ein Hochhausgebiet, auf den Plattenwegen an den Häusern entlang. Ich fahre direkt an den Rasenflächen hinter den Häusern, mit Wäscheleinen und frisch gewaschener Bettwäsche vorbei. Dann erreiche ich eine kleine Betonzufahrtsstraße und mit dieser die Landstraße nach Tvrdošín. Auf der anderen Seite ist ein Steinbruch zu erkennen. Irgendwo hier kommt der E3 vom Uhlisko herunter. Ich folge der Straße im Oravicatal nach Tvrdošín. Linkerhand kann ich eine ewig lange hohe Schallschutzwand erkennen. Dahinter befinden sich die Bahn sowie eine neu gebaute Schnellstraße. Kurz vor Tvrdošín wechsle ich auf einen Zubringer von der neuen Schnellstraße und rolle in den Ort hinein. Einmal rolle ich über den Hauptplatz mit der Touristeninformation, teilweise sind die Häuserfronten frisch renoviert, die Kirche ebenfalls.

In einer Galerie soll es einen Stempel geben. Ich wundere mich, warum hier im Ort, etwa sechs oder sieben Kilometer vom E3 entfernt, eine Stempelstelle sein soll. Erst etwas später finde ich heraus, dass der EB früher von der Magurka direkt nach Tvrdošín herunter führte und dann zur Skorusina. Trstená und der Oravastausee lagen damals nicht direkt am Weg. Ich halte mich jedenfalls auf der Hauptstraße und auf der Brücke über die Orava. Hinter der Brücke steigt die Straße an, ich durchquere einen Vorort der Stadt mit dem Charakter eines Gewerbegebietes, dann geht es runter zum Fluss und ich erreiche Nizna.

Der Ort begrüßt mich mit einem verschmutzten Industriegebiet. Hinter dem Bahnhof biege ich links ab über die Gleise die Hauptstraße verlassend. Dann halte ich mich rechts immer entlang der Gleise, rechterhand sind Blicke in die Hügel entlang des Ortes möglich und bald erreiche ich die Hauptstraße an der Oravabrücke. Jetzt folge ich der Straße leicht bergauf, etwas später befinden sich links der Straße eine Tankstelle und ein Restaurant. Dann geht es die Straße entlang, über die Brücke des Kaltenbachs (Studený Potok) hinein nach Podbiel. Aber dieses hübsche Dorf lerne ich gar nicht richtig kennen, denn beinahe sofort biegt die Straße ins Kaltenbachtal links ab und an einigen kleineren Häusern vorbei verlasse ich zusammen mit einer blauen Markierung den Ort. Der Kaltenbach entspringt in der westlichen Tatra und bringt von dort das frische, kalte Quellwasser hierher, daher der Name. Die Straße führt verkehrsarm mit einer kaum spürbaren Steigung im breiten Tal flussaufwärts. Noch vor einer Brücke verlässt mich der blaue Wanderweg, linkerhand taucht die Ruine eines alten Gutshauses auf, rechterhand steht ein Panzer mit einer slowakischen Flagge am Straßenrand. Irgendwann erreiche ich erneut eine Brücke über den Kaltenbach. Deutlich überwiegen die Unmengen an großen Kieselsteinen im Flussbett, eben ein richtiger Gebirgsbach.

Vor mir liegt Oravský Biely Potok. Hier wird zumindest an den grünen Hängen links und rechts des Baches viel gebaut, wie ich unschwer erkennen kann. Der Ort mit den vielen kleinen Häusern ist schnell durchrollt und dann beginnt die Straße doch merklicher, aber noch leicht zu steigen. Das Tal verengt sich etwas, linkerhand rücken die bewaldeten Höhen näher an Bach und Straße heran, ein schickes Hotel ist am Hang zu sehen. Dann taucht ein Ort auf, überragt von einer wunderschönen restaurierten weißen Kirche. Ich steige in den Ort hinauf, Habovka heißt er. Auf der Höhe in einer Kurve zweigt links eine kleine Straße ab, der ich folge, diese steigt heftig an.

Jede Menge Pensionen und Unterkünfte befinden sich an der Straße, an beinahe jedem Haus gibt es Hinweise auf Übernachtungen (ubytovanie, noclegi). Die schöne schmale Straße führt bergauf. Linkerhand der Straße befindet sich ein Steilhang, dort oben scheint eine Kapelle zu sein. Es ist auch ein schönes Fleckchen Erde, direkt vor mir, praktisch als Panoramaaussicht liegt die Tatra. Ich rolle leicht bergab, auf einem Feld stehen die Strohgebinde. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Dann treffe ich auf eine größere Straße, links geht es nach Oravice. Ruhig, nur leicht steigend verläuft die Straße durchs Blatná-Tal. Das Tal ist noch breit, große Wiesen ermöglichen mir weite Sichten hin zur Tatra, linkerhand die bewaldeten Höhen der Skorusina-Berge. Es fährt sich gut, nur hin und wieder passiert mich ein Auto. Die Straße ist in perfektem Zustand. Dann beginnt die richtige Steigung, der Wald rückt näher und an einem Forsthaus ist es vorbei mit den weiten Sichten. Ich bin im Wald und habe richtig zu tun. Nach diversen Kurven komme ich endlich zur Kuppe, dem Sedlo Borek. Jetzt beginnt eine erholsame Abfahrt, anfangs etwas steil mit engen Kurven, leider ist der Straßenbelag auch nicht mehr der beste.

Dann rolle ich nach Oravice ein, es scheint mir jedoch kein richtiger Ort zu sein, aber eine Masse Leute laufen herum, Touristen vermutlich. Direkt vor mir der Skihang und davor ein riesiges Freizeitbad, ein Thermalbad. Die Leute liegen auf der Wiese direkt neben der Straße, nur durch einen hohen Zaun getrennt. Irgendwo ist sicher der Eingang, wo man zahlen muss. Riesige Werbeplakate preisen die Therme und das Skiparadies an. Direkt an der Straße liegen diverse Imbissbuden, ich schätze mal, es wird kaum ein Slowake unter all den Leuten sein. Die Autokennzeichen weisen auf Deutsche, Holländer und Briten hin, auch viele polnische Kennzeichen sind dabei, sicher aus dem nahen Zakopane.

Links hinauf führt eine kleine Straße mit der ich die Baude Oravice erreiche. Hier bekomme ich einen Stempel. Jetzt habe ich auch einen kurzen Blick auf den Blatná mit seinem Sendemast, da herunter kommt der rot markierte E3. Ich rolle zurück und betrachte die Berge im Osten. Der E3 führt gelb markiert direkt hinauf zur polnischen Grenze auf die Höhen, welche der Tatra vorgelagert sind. Dabei soll der Weg zwar gut markiert, aber vor allem als undeutlicher Pfad durch nasses, sumpfiges, morastiges Gelände führen, danach hält er sich auf der Höhe nordwärts immer an der Grenze entlang zum Grenzübergang bei Sucha Hora. Nach einem kurzen Blick auf die Karte entscheide ich mich für die Straße im Oravice-Tal. Diese führt schön langsam fallend durch das ruhige Tal. Im letzten Winter oder Herbst scheint es mächtig viel Wasser gegeben zu haben. Sämtliche Brücken werden gerade rekonstruiert, auch wird die Uferbefestigung neu angelegt und das auf langen Bereichen.

Als der Wald sich lichtet, liegen linkerhand am Hang noch Sessellifte, aber die Hänge sind gar nicht wirklich sehr hoch. Ich rolle durch Vitanová auf der Hauptstraße, auch hier ähnlich viele Unterkünfte wie in Habovka. Dann erreiche ich schließlich die Hauptstraße, nach links ist Trstená ausgewiesen. Das wäre also die von mir nicht in Betracht gezogene Kurzvariante gewesen. Rechterhand steige ich mäßig bergan in Richtung Grenze. Über eine Kuppe geht es hinüber und rasant bergab nach Hladovka. Im Ort weiche ich auf den Fußweg aus, denn der Verkehr auf dieser Straße ist doch nicht ohne, außerdem steht mir eine wirklich heftige Steigung bevor, auf der Karte sah es gar nicht danach aus.

Am Ende des Ortes habe ich die Höhe erreicht, es steigt nur noch leicht. Rechterhand sind weite Wiesen zu sehen, irgendwo daher kommt der E3. Vor mir liegt Sucha Hora und dahinter Polen. Durch den Ort bin ich schnell gerollt und dann kommen die alten, verfallenden Zolleinrichtungen. Seit der Grenzfreiheit braucht niemand mehr zu kontrollieren. Noch auf slowakischer Seite direkt hinter der Grenze wird in einem kleinen Laden Alkohol verkauft und davor stehen einige Autos mit polnischen Kennzeichen, wird ja wohl hier viel billiger sein das Zeug, denke ich mir so.

Es geht nun geschwind bergab auf einem neu gebauten Radweg direkt neben der Straße auf Chochołów zu, die Holzbude eines Kantors (Geldwechsler) steht noch windschief auf der Wiese an der schwarzen Dunajec (Czarny Dunajec), dann bin ich im Ort. Direkt an der Kreuzung mit der stark befahrenen Hauptstraße nach Zakopane liegt ein großes Gasthaus. Ich kehre ein und hole mir den letzten Stempel meiner diesjährigen Tour. Der E3 führt ab Chochołów rot markiert über einen Bergkamm nach Gubałówka, einem Höhenzug oberhalb Zakopanes. Für den E3 sind in der Karte knapp 4 Stunden Fußmarsch bis Gubałówka angegeben, er überschreitet dabei mindestens zwei höhere Kuppen. In der Karte finde ich einen Kompromiss für mich, da ich nicht erst im Dunkeln Zakopane erreichen möchte. Von Chochołów führt ein gelb markierter Wanderweg ebenfalls nach Gubałówka, nur hält er sich laut Karte durch die lang gezogene Ortschaft Dzianisz.

Gestärkt breche ich auf, anfangs folge ich noch ein Stück der stark befahrenen Talstraße, die gar nicht mal wirklich breit ist, und bin froh, als endlich die Straße nach Dzianisz links den Hang hinauf führt, noch vor der Brücke über die Schwarze Dunajec. Nur eine Markierung kann ich nirgends erkennen. Das Sträßchen steigt gemächlich am Hang hinauf und es fährt so gut wie kein Auto, nur einmal kommt ein Bus vorbei. Nach einer Weile kommen ein paar Häuschen, hin und wieder gibt es kleine Sträßchen und Wege, die entweder links den Hang hinauf führen oder rechts ins Tal verschwinden. An den Schildern stehen immer Namen, die ich so oder ähnlich in der Karte finde. Es sind keine Ortsnamen, sondern wohl eher nur Hofnamen.

Nun gibt es noch eine kleine Abfahrt, mein Höhenzeiger gibt erst knapp 850 m an, Gubałówka liegt aber über 1100 m, da muss noch was kommen. Und tatsächlich, jetzt erreiche ich wohl erst den richtigen Ort, hier stehen viel mehr Häuser, auf beiden Seiten und die Straße steigt nun etwas steiler an, aber noch gut fahrbar. Und nun weiß ich auch, was der Wanderführer mit goraler Bauweise meint. Die Einwohner der Tatra werden Goralen genannt, und hier im Ort findet man bei fast jedem Haus die wohl typische Bauweise dieser Gegend wieder, schöne Holzhäuser mit kunstvollen hölzernen Dachschindeln und kein Haus gleicht dem anderen. Manche haben mit Steinen verputzte Wände, andere sind holzverkleidet, einige mit Holzschindeln. Viele Häuser haben große Balkons oder gar ganze Balustraden, neben vielen restaurierten neuen frischen Häusern gibt es aber auch alte, die dringend mal einen Handwerker sehen müssten. Und die Kirche des Ortes haut einen glatt um. In Hodslavice am Fuße der walachischen Beskiden hatte ich ja die älteste Holzkirche Tschechiens gesehen und auf dem Radegast die hölzerne mährische Kapelle, aber diese hier wirkt bei weitem imposanter. Der Friedhof ist von einem kunstvollen Zaun umgeben und auch die Marienstatue ist kunstvoll überdacht, der Weg zum Kircheneingang ist mit Holz ausgeschmückt. Also, es hat sich gelohnt, diesen Weg zu wählen.

Etwa eine Stunde nachdem ich Chochołów verlassen habe, stehe ich am Ortsausgang von Dzianisz und kann oberhalb den Wald erkennen. Die Straße führt steigend dorthin. Zuvor muss ich aber noch eine Straßenbaustelle passieren, vermutlich ist diese dafür verantwortlich, dass es hier so wenig Verkehr gab und ich den Anstieg genießen konnte. Von links kommt die rote Markierung des E3 herbei, er lief über die grünen grasbewachsenen Höhen, die ich hin und wieder gut sehen konnte. Jetzt steigen gelb und rot im Wald auf dem kleinen Sträßchen mäßig steil an.

Und dann komme ich abrupt aus dem Wald, stehe an einer Kreuzung und vor mir das Panorama der Hohen Tatra, atemberaubend. Rechts geht die Asphaltstraße runter ins Tal, der E3 jedoch führt links auf der Gubalowkahöhe direkt in den Trubel. Zum Glück sind die meisten Touristen zu dieser Tageszeit schon weg und ich kann gemütlich an den vielen Marktständen vorbei rollen, einige Händler sind auch schon am Zusammenräumen. Hier geht es auf einem Pfad auch steil den Hang hinunter, aber nein, das ist sicher nur ein Trampelpfad. Dann entdecke ich an einem Baum eine schwarze Markierung, also ist dies tatsächlich der Weg hinunter nach Zakopane. Dazu habe ich nun partout keine Lust, am letzten Tag noch den Hals brechen, es geht auf weniger als einem Kilometer fast 250 hm runter. Die Bergstation der Zahnradbahn ist gleich nebenan, aber so einfach will ich es mir nun auch nicht machen. Vielleicht nehmen die ja auch keine Räder mit. Ich rolle also auf dem rot markierten E3 an den letzten Marktständen vorbei bis zum Sendemast, hier geht es links entlang.

Der Weg ist gut asphaltiert und es rollt sich. Dann quere ich einen blauen Weg, der rechts steil und schmal auf Schotter nach Zakopane herunter führt. Aber dieser ist nur geringfügig besser anzusehen als der vorherige schwarze, also rolle ich weiter. Dann kommen ein paar Häuschen, eine Kapelle und eine Kreuzung, Żab heißt der Ort. Linkerhand habe ich einen schönen Ausblick aufs polnische Hinterland und rechts ergibt sich mir ein Postkartenmotiv, auf einer grünen Wiese steht eine Kuh und im Hintergrund das Panorama der Tatra. Das muss ich einfach fotografieren.

Für mich geht es an der Kreuzung rechts die Straße entlang, rechts weicht ein grüner Weg auf Schotter auch steil den Berg hinunter ab nach Zakopane. Den hatte ich mir auf der Karte eigentlich ausgesucht, aber wenn ich mir den so anschaue? Er läuft in Serpentinen, machbar, aber irgendwann möchte ich die Tour fortsetzen, dann müsste ich hier hoch. Ich schaue mir die Karte nochmal in Ruhe an und entscheide dann, dass ich heute bis Poronin ins Tal hinter dem Gubalowkarücken fahren werde, ein durchaus besser geeigneter Wiedereinstiegspunkt. Bald hört der Asphalt auf, der Höhenrücken wird schmaler, der Weg ist trocken, aber teilweise mit tiefen Furchen durchzogen. Dann passiere ich eine Werbetafel für einen Downhillparcours. Verschiedene Kurse sind verzeichnet, sicher eine interessante Angelegenheit, aber nicht für mich und nicht heute. Es geht also weiter, hin und wieder reißt die dichte Hecke am rechten Wegesrand auf und gestattet mir schöne Blicke ins Tal von Zakopane.

Der Weg wird steiler und steiniger, auch die Furchen bleiben und es geht links auf einen Skihang zu. Der Weg ist völlig verwachsen, aber die Markierung ist eindeutig, wenn auch alt und ungünstig angebracht. Ich muss schieben und dabei aufpassen, dass ich mir nicht die Beine breche. Unten geht es eben ähnlich bescheiden weiter, um eine Rechtskurve und ach du großer Mist. Da ist eine Furt durch den Suchy Potok, der Bachgrund besteht nur aus faustgroßen runden Kieseln, egal, Augen zu und durch, sch... ist das kalt, die Schuhe sind durchnässt, aber egal. An der anderen Bachseite oberhalb stehe ich an der Dorfstraße in Suchy.

Markierungen finde ich keine, aber es geht rechts die Straße herunter, Feierabendverkehr herrscht hier wohl. Ich gelange an die Hauptstraße im Tal der Weißen Dunajec (Biały Dunajec) und halte mich rechts nach Zakopane gleich auf dem Fußweg. Oberhalb des Tals auf der anderen Seite der Bahn liegt Poronin, wo ich die Tour wohl irgendwann fortsetzen werde, für mich geht es heute jedoch nur noch die Hauptstraße Richtung Zakopane entlang, und hier fährt Auto an Auto. Zum Glück fließt der größte Teil des Verkehrs aus der Stadt hinaus. Trotzdem ist es kein Zuckerschlecken, besonders nicht mit nassen und kalten Füßen.

Es bleibt mir nichts anderes übrig als durchzuhalten, der Fußweg verschwindet und ich fahre auf der Straße oder einem sandigen Streifen daneben, je nach Breite der Fahrzeuge, die an mir vorbei wollen. Nach Zakopane hinein sind es noch sieben Kilometer und die ziehen sich. Dann kommt endlich der Kreisverkehr kurz vor dem Zentrum der Stadt, geradeaus geht es nach Kościelisko und Gubałówka, links ins Zentrum. Ich halte auf das Zentrum zu und gelange bald darauf zum Bahnhof, der jedoch sehr unscheinbar wirkt. Nur an den großen Lettern PKP habe ich ihn erkannt. Gegenüber liegt der Busbahnhof und an diesem vorbei geht es auf einer breiten Straße mit begleitendem Radweg in die Stadt, nach einer Weile habe ich die Fußgängerzone erreicht.

Note


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Public transport

Von Bratislava mit dem Schnellzug nach Kralovany, dann mit dem Regionalzug nach Oravsky Podzamok. Hier der 78 zum Príslop-Sattel folgen.

Getting there

Auf der D1 erreicht man Ruzomberok, dann die 59 nach Oravsky Podzamok und die 78 Richtung Hrustin. Dabei kommt man über den Príslop-Sattel.

Parking

Wanderparkplatz.

Coordinates

DD
49.303839, 19.353114
DMS
49°18'13.8"N 19°21'11.2"E
UTM
34U 380279 5462537
w3w 
///macaroon.samosas.list
Arrival by train, car, foot or bike

Equipment

normales Trekkingbike (auch Gepäck) oder Mountainbike.

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Difficulty
difficult
Distance
110.2 km
Duration
8:15 h
Ascent
1,320 m
Descent
1,275 m
Scenic Summit route Refreshment stops available Cultural/historical interest Botanical highlights

Statistics

  • Contents
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Features
2D 3D
Maps and trails
Duration : h
Distance  km
Ascent  m
Descent  m
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