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E3: Osterzgebirge und Elbsandsteingebirge von Nová Ves v Horách nach Děčín

· 1 review · Mountain Bike · Germany
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Dirk Neubauer 
  • Mountainbike-tour im Erzgebirge: E3: Osterzgebirge und Elbsandsteingebirge ...
    / Mountainbike-tour im Erzgebirge: E3: Osterzgebirge und Elbsandsteingebirge ...
    Video: Outdooractive – 3D Flüge
  • / Wegweiser nahe Gebirgsneudorf (Okt. 2014)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
  • / U Krizku (Okt. 2014)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
  • / Weg nahe Mnišek (Okt. 2014)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
  • / Deutscheinsiedel (Okt. 2014)
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  • / Černý rybník (Okt. 2014)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
  • / Grenzmarkierung (Okt. 2014)
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  • / Grenzpfad (Okt. 2014)
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  • / Wegweiser am Göhrener Tor (Okt. 2014)
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  • / Blick vom Jeleni Hlava (Okt. 2014)
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  • / Rauschenbachtalsperre (Okt. 2014)
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  • / Wegweiser in Český Jiřetin (Okt. 2014)
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  • / Wegweiser in Horní Ves (Okt. 2014)
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  • / Bettleck (Okt. 2014)
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  • / nahe Pastviny (Okt. 2014)
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  • / Moldava (Okt. 2014)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
  • / Wegmarkierung in Neurehefeld (Okt. 2014)
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  • / Grenze in Rehefeld-Zaunhaus (Juli 2011)
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  • / Kreuzweg (Aug. 2008)
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  • / Georgenfelder Hochmoor (Aug. 2008)
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  • / Wegweiser in Zinnwald (Okt. 2014)
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  • / Komáři hůrka (Okt. 2014)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
  • / Komáři hůrka (Okt. 2014)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
  • / Blick auf Usti (Okt. 2014)
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  • / Blick nach Osten (Okt. 2014)
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  • / Telnický-Tal (Okt. 2014)
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  • / Schneeberg (Okt. 2014)
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  • / Tissaer Steine (Okt. 2014)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
  • / Tissaer Steine (Okt. 2014)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
  • / Weg nach Ostrov (Okt. 2014)
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  • / am Schneeberg (Okt. 2014)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
  • / Blick auf Děčín (Okt. 2014)
    Photo: Dirk Neubauer, Community
m 800 600 400 200 80 60 40 20 km
Teil einer Radreise von Perl (Mosel) in den Osten Europas auf dem europäischen Fernwanderweg E 3.
difficult
Distance 89.2 km
8:30 h
1,365 m
1,953 m
884 m
131 m

Dies ist im ersten Teil ein leicht zu fahrender Höhenweg, überwiegend auf Schotter-, Gras- und Waldwegen.

Der E 3 steigt auf die moorige Hochebene hinauf. Weiter geht es auf schönen Wanderwegen mit nur leichten Anstiegen, in den unteren Höhenlagen abwechslungsreiche Mischwälder.

Es wird ein grenzüberschreitender Weg mit einigem Auf und Ab und langem Anstieg zum Großen Lugstein.

Der Höhenzug des Erzgebirges neigt sich nun deutlich der Elbe zu. In der Ferne taucht schon Tschechiens einziger Tafelberg, der Sněšnik, auf.

Bei Tisá (Tyssa) erreichen wir endgültig die ersten bizarren Felsformationen, die Wasser, Wind und Frost aus dem weichen Sandstein im Elbedurchbruch geformt haben. Ein spannender Weg durch die Fels- und Waldlandschaft im westlichsten Teil der Böhmischen Schweiz, in den Dečinská Vrchovina (Tetschener Berge) und ein langer Abstieg ins Elbtal liegt vor uns.

Author’s recommendation

Černý rybník (Schwarzer Teich), Göhrener Tor, Jelení Hlava (Hirschkopf), Pstružný Potok (Forellenbach), Rauschenbachtalsperre, Bettleck, Georgenfelder Hochmoor, Großer Lugstein, Wolfgangskapelle, Komáři hůrka (Mückenberg), Tiské Stěny (Tyssaer Steine), Hoher Schneeberg, Dečinská Vrchovina (Tetschener Berge), Děčin (Tetschen).

Versorgungsmöglichkeiten gibt es in Nová Ves v Horách (Gebirgsneudorf), Mnišek (Deutscheinsiedel), Český Jiřetin (Georgendorf), Moldava (Moldau), Rehefeld-Zaunhaus, Cinovec (Zinnwald), auf dem Komáři hůrka (Mückenberg), in Petrovice, Tisá (Tyssa), auf dem Sněšnik und in Děčin (Tetschen).

Difficulty
difficult
Stamina
Experience
Landscape
Highest point
Großer Lugstein, 884 m
Lowest point
Děčín, 131 m
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Safety information

Der Weg ist auf etwa 45 km befestigt. Die restlichen 40 km sind unbefestigte Wald, Ufer- und Feldwege bzw. Pfade. Der Anstieg in Český Jiřetin (Georgendorf) ist steil. Der Aufstieg auf den Schneeberg ist auch steil.

Start

Nová Ves v Horách (Gebirgsneudorf) (723 m)
Coordinates:
DD
50.594940, 13.481426
DMS
50°35'41.8"N 13°28'53.1"E
UTM
33U 392519 5605883
w3w 
///chimney.confines.musts

Destination

Děčín, Hauptbahnhof

Turn-by-turn directions

Am einzigen (derzeit geschlossenen) Hotel von Nová Ves v Horách zweigt eine kleine Straße ab, mit ihr auch der rot markierte E 3. Im Tal der Schweinitz weiter unten verläuft die sächsisch-böhmische Grenze und eine richtige Straße. Mein Sträßchen führt hinauf zu einigen Stallanlagen, dort endet der Asphalt. Der anschließende Feldweg führt auf den nahen Birkenwald zu, verblichene Schildchen weisen mir den Weg. Český Jiřetin (Georgendorf) soll 18 km entfernt sein. Bis dahin soll der Weg laut Wanderführer und Karte immer grenznah verlaufen. Im leichten Auf und Ab fahre und schiebe ich durch den Wald. Der Weg ist meist gut, nur von wenigen leicht überfrorenen Pfützen und etwas Gras bedeckt. Bald verlasse ich diesen ersten Mischwald des Tages und ziehe mit dem nun als kleine Spur die Wiesen hinauf führenden Weg auf eine Kuppe.

Entlang eines Koppelzauns und gelegentlich stehender Birken auf einer teils nassen Grasspur gelange ich dann hinunter nach Mnišek. Die verteilten Häuser von Deutscheinsiedel bevölkern die Wiesen jenseits der Schweinitz entgegen den wenigen Gehöften diesseits der Grenze. Ich gelange auf die Straße kurz vor den alten Grenzübergangsanlagen. Gegenüber befindet sich eine kleine alte Tankstelle. Überall an der Straße befinden sich die üblichen Grenzmarktstände mit dem Billigkrams. Unterhalb der Tankstelle führt ein holpriger Fahrweg an einigen alten Hallen vorbei auf den Wald zu. Linkerhand über die Wiesen an der Schweinitz habe ich nochmals einen schönen Blick auf Deutscheinsiedel im morgendlichen Sonnenschein. An einem Versorgungsgebäude führt der Weg dann in den Mischwald. Am nächsten Abzweig führt die rote Markierung auf einem äußerst matschigen, halbwegs zugewachsenen Waldweg auf einer breiten Schneise geradeaus etwas steigend. Linkerhand führt eine neu angelegte Loipe entlang. Laut Karte und Wanderführer kann ich auch dieser folgen, statt mit "Matschtreten" anzufangen. Ich scheine mir dadurch sogar ein paar Höhenmeter zu sparen, da der E 3 zu einer Straße führt und dabei den 813 m hohen Kamenec streift. Ich folge meiner schnurgeraden Loipe bei leichter, angenehmer Steigung, nur der frisch aufgeschüttete Schotter zwingt mich teilweise zum Schieben des Rades.

Irgendwann kommt von rechts wieder die rote Markierung des E 3 hinzu und bald knickt die Loipe nordwärts, führt weiterhin in Grenznähe entlang, wovon ich aber noch nicht viel mitbekomme, durchquert noch eine Senke. Am Wegkreuz U Desítky habe ich dann erstmals direkt die Grenze erreicht. Geradeaus steigt das Gelände leicht an und eine Schneise führt in die moorigen Wiesen mit dem Bestand kurzwüchsiger Bäume. Černý rybník (Schwarzer Teich) nennt sich das vor mir liegende Naturreservat. Die frisch aufgeschüttete Loipe endet hier. Linkerhand befindet sich eine befestigte Überfahrt über die Schweinitz, hier nur noch ein kleiner, dunkler Abfluss des Schwarzen Teiches. Daneben befinden sich die weißen Grenzsteine mit dem schwarzen Č und alte Blechschilder mit der Aufschrift "POZOR! Státní hranice", welche mich jetzt tatsächlich eine Weile begleiten. Im Prinzip gelange ich am heutigen Tage immer wieder an die sächsisch-böhmische Grenze.

Mein Weg führt nun als schmaler, weicher Pfad zwischen den dicht stehenden jungen Kiefern entlang, dann wieder als breiterer Weg, aber immer nahe feuchter Stellen in diesem Moorgebiet. Diese einsame und gleichzeitig schöne Landschaft übt einen einzigartigen Reiz aus, immer wissend, dass nur wenige Meter neben mir gut ausgebaute deutsche Wanderwege des Seiffener Umlandes existieren. Nach einer längeren Fahrt entlang der einsamen Moorgebiete komme ich zum Göhrener Tor. Eine Informationstafel in deutscher und tschechischer Sprache macht mich auf die "Alte Salzstraße" aufmerksam, die hier entlang führte. Seiffen ist mit 5 km Entfernung angegeben, Mnišek mit 6 km. Es gibt auch eine Informationstafel über die Loipen im Grenzgebiet und mit Informationen zur Natur der einsamen Landschaft. Ich befinde mich auf 820 m Höhe.

Mit der roten Markierung weiche ich nun erst einmal rechtwinklig von der Grenze ab mit dem sandigen Fahrweg durch die Neuaufforstungen. Bald gelange ich zu einem gut befahrbaren Schotterweg, der mich linkerhand sanfter auf die moorige Hochebene zum 873 m hohen Jelení Hlava (Hirschkopf) geleitet. Zurück habe ich hier einen schönen Blick über endlose Wälder. Irgendwo da tief unten wird Seiffen liegen, aber was das für ein Sendeturm dort in der Ferne ist, verschließt sich mir.

Nun geht es wieder abwärts und nach einer Rechtskurve des Fahrweges weist mich die Markierung links auf einen schmalen Pfad entlang einer Lärchenschonung. Nun geht es auf schmalem, rutschigem, grasbewachsenem Pfad im Zickzack schnell hinab. Ich verliere schnellstens über 150 hm und erreiche weiter unten das Tal des Pstružný Potok (Forellenbach). Eigentlich führt nun ein gut befahrbarer Forstweg linkerhand weiter. Aber ich muss erst einmal einen tiefen Graben überwinden, da hier gerade Wegearbeiten stattfinden. Aber dann rolle ich mit diesem Forstweg zügig oberhalb des Baches entlang, der bald die sächsisch-böhmische Grenze bildet.

Dann lichtet sich der abwechslungsreiche Buchenmischwald auf der linken Seite etwas bzw. ich schaue über die Baumspitzen hinweg und erhalte Blick auf das am Hang liegende Neuwernsdorf und rechts daneben die Rauschenbachtalsperre, Kühe grasen friedlich auf den Wiesen. Bald erreiche ich ein Asphaltsträßchen und die ersten Häuser von Český Jiřetin. Kurze Zeit geht es wieder hinauf, um dann endgültig abwärts in den Ort zu führen. Den Grenzübergang an der Flöha auf etwa 600 m Höhe erreiche ich linkerhand und den hier befindlichen Grenzmarkt. Ich steige nun mit der Markierung die Straße im Ort wieder aufwärts, weiche dann gleich nach Überquerung der Flöha linkerhand in ein kleineres Sträßchen. Linkerhand stehen schöne Häuschen am steilen Hang, rechterhand geht es gleich in den Wald. Bald weicht eine grüne Markierung rechterhand ab auf direktem Weg zur Talsperre Fláje (Flöha). Mnišek ist nun laut Wegweiser bereits 16 km entfernt. Mein Sträßchen weist Steigungen bis zu 25% auf und es wird ein ordentliches Stück Arbeit auf dem Weg nach Horní Ves (Oberdorf). Nach anderthalb Kilometern habe ich auf 733 m Höhe den Waldrand am Ende der beiden Ortschaften, die fließend ineinander übergingen, erreicht.

Der rot markierte E 3 führt jetzt immer mehr oder minder auf den Höhen oberhalb der Talsperre weiter ins tschechische Inland hinein, um dann erst wieder in Cínovec (Zinnwald) die Grenze zu erreichen, dabei bleibt er immer über 800 m Höhe. Der Wanderführer weist eine interessante, grenznahere Alternative auf, der ich bis dort folgen möchte. Auf dieser Variante spart man sich wohl diverse Straßenkilometer. Ich folge nun einem gelb markierten Wanderweg linkerhand in den Wald, den ich in leichtem Auf und Ab schnell durchquert habe und nun an einem weiteren historischen Grenzübergang auf 770 m Höhe stehe, dem Bettleck. Hier quert heute ein beschilderter Radweg die Grenze. Früher gab es hier wohl mal eine Zollstation und viele arme Leute, vor allem Holzfäller, siedelten sich an, daher der Name.

Ich folge nun einer gut befahrbaren Fahrspur in die weite, zaunlose Wiesenlandschaft hinein. Nur hin und wieder stehen am Weg einige zersauste Ebereschen, weithin ergeben sich Blicke über die freiliegenden Hügel. Auf deutscher Seite stehen dichte Wälder. Dann weist die gelbe Markierung abrupt auf einen Betonplattenweg der linkerhand einen Hang hinab führt. Vor dem Krieg gab es hier oben mal Siedlungen, von denen heute nichts mehr zeugt. Unten passiere ich ein paar baumbestandene Wasserlöcher, dann geht es auf einer Wiesenspur wieder auf den nächsten Hügel hinauf. Rundherum sind nur Wiesen zu sehen bei angenehm blauem Himmel. Es geht in die nächste Senke hinab, hier quere ich ein kleines Rinnsal, wie es schon tausende Rinder vor mir getan haben, den Spuren am Boden nach zu urteilen.

Nun ziehe ich über die grünen Wiesen den nächsten Hang hinauf, Koppelzäune kommen in Sicht und an diesen entlang halte ich nun Kurs auf den Zwiebelturm der alten Marienkirche von Moldava (Moldau). Steil den Wiesenhang hinab über die immer besser sichtbare Fahrspur erreiche ich die Kirche letztlich und folge nun der Straße durch diesen verlassen wirkenden Ort. Ich achte nun nicht mehr auf die Markierung, die laut Karte nun wieder Kurs zum E 3 nimmt, sondern folge der überbreiten Straße bald mächtig steigend bergauf. Bald erreiche ich auf der Höhe eine größere Straße, der ich linkerhand zum Grenzübergang Moldava/Neurehefeld folge. Ich ignoriere den Grenzmarkt und verziehe mich gleich in die Touristeninformation. Hier bekomme ich einen Stempel.

Ich fahre über die Grenze und finde sogleich eine Informationstafel vor, wo ich auch die blaue Wegmarkierung von deutschem EB bzw. E 3 und eine Tafel des WDE vorfinde. Da der Wanderweg als richtige Modderpiste durch den Buchenhochwald führt, folge ich nun den Radwegweisern, die mich rechterhand des Waldes entlang der Grenzwiesen die 100 hm nach Rehefeld-Zaunhaus auf gutem Weg hinunter rollen lassen. Ich quere die Wilde Weißeritz nun auf einem neuen Steg. Der blau markierte deutsche EB bzw. E 3 verabschiedet sich nun nach links und führt zum 905 m hohen Kahleberg. Ich folge rechterhand an der Grenze verbleibend der roten Markierung.

Diesem Kreuzweg genannten Weg folge ich durch den dichten, einsamen Wald immer weiter steigend, erreiche oberhalb eine T-Kreuzung, wo ich mich rechts halte. Der Weg fällt etwas und steigt dann im Linksbogen wieder an. Ich erreiche eine asphaltierte Loipe. Dieser folge ich rechts und passiere so bald den 892 m hohen Großen Lugstein, für mich heute die höchste Stelle. Rechterhand breitet sich jetzt das Georgenfelder Hochmoor aus, durch welches auch Holzbohlenpfade führen. Abgestorbene Fichten und Birken sind markant für diese Hochebene. Auch wenn nicht viele Leute unterwegs sind, so macht dieser kurze Abschnitt auf deutscher Seite, doch einen belebteren Eindruck auf mich, als der ganze Vormittag auf tschechischer Seite. Ich fahre auf Zinnwald zu.

Ein neu angelegter Radweg führt nun über die Grenze auf die tschechische Seite des alten Bergmannsortes. Ich ignoriere diesen jedoch und bleibe auf meinen Asphaltweg. Voraus kann ich im Dunst in der Ferne die Vulkankegel des Böhmischen Mittelgebirges sehen. Ich überquere die durch einen Tunnel führende Bundesstraße, welche gleich über die Grenze verschwindet. Ich denke mal, seit es die A 17 nach Prag gibt, wird hier der Verkehr merklich abgenommen haben. Gleich darauf erreiche ich die Zufahrtsstraße in den Ort, linkerhand geht es zu den überdimensioniert wirkenden ehemaligen Grenzabfertigungsstellen.

Ich folge der Straße rechterhand durch den Ort und dann hinauf zur Grenze. Dahinter verziehe ich mich gleich in eines der Restaurants. Der ganze Gastbetrieb ist auf den kleinen Grenzverkehr ausgelegt. Ich bekomme auch noch einen Stempel. Draußen suche ich mir den ersten Wegweiser und treffe hier endlich wieder eine originale tschechische Markierung des E 3 an, eine rote. Ich befinde mich demnach auf 825 m Höhe. Ich folge nun einem Sträßchen, welches höhengleich Richtung Osten führt. Ab sofort neigt sich das Erzgebirge langsam der Elbe zu und bald werde ich es verlassen. Ich passiere die Marienkirche und einen kleinen See, der mich schon auf die kommenden moorigen Flächen einstimmt. Nach Durchquerung eines kleinen Waldstücks weicht der E 3 von der Straße ab, um auf direktem Weg für 4 km durch den Wald auf moorigen Wegstücken zum 809 m hohen Komáři hůrka (Mückenberg) zu führen. Ich verzichte auf die eventuell vernässte Passage, da diese schon mit einem kaum erkennbaren Wiesenpfad beginnt, und bleibe auf der Straße.

Dafür wird die Straße hügeliger und ich bekomme nun linkerhand traumhafte Blicke in die Fürstenauer Heide und bis weit nach Dresden, was allerdings im Elbtal liegt. Auch den steil aufragenden Buckel des Mückenbergs habe ich schon früh im Visier und das schöne Müglitztal habe ich vor mir. Ich durchquere noch ein Wäldchen und dann sind sogar die einzelnen Gebäude auf dem Mückenberg zu erkennen. Die Straße vollführt einen Rechtsbogen, von links kommt eine blaue Markierung aus Deutschland herbei und es geht nun richtig den Berg hinauf, 100 hm habe ich noch zu überwinden.

An einem Wanderparkplatz an der 1360 erbauten Wolfgangskapelle quert der rot markierte E 3 die Straße. Ich folge ihm links auf Asphalt die wenigen hundert Meter hinauf zum Hotel auf dem Mückenberg. Zuvor genieße ich noch den herrlichen Blick ins tschechische Hinterland mit einer Seenlandschaft um Usti. Am Horizont baut sich das Böhmische Mittelgebirge auf, diesmal deutlich zu erkennen. Oben angekommen hole ich mir erst einmal einen Stempel, der hier an einem Andenkenladen ausliegt. Dann rolle ich auf die Südseite des Hotels auf den Parkplatz und genieße den noch exklusiveren Blick ins Tiefland.

Ein letztes Mal noch kann ich meinen Blick auch über die Höhen des Osterzgebirges schweifen lassen. Nach Osten bekomme ich einen wunderbaren Blick auf Usti und die Böhmische Schweiz bzw. das Lausitzer Bergland in der Ferne. Auch die markante Silhouette von Tschechiens einzigem Tafelberg, dem 723 m hohen Tetschener Schneeberg (Děčínský Sněžník) kommt in mein Blickfeld. Dieser bildet gleichzeitig die höchste Erhebung des Elbsandsteingebirges und steht heute noch auf meinem Programm. Bis Děčín sind es auf dem E 3 noch etwa 40 km. Ein asphaltierter Weg führt nun in östlicher Richtung vom Gipfel hinab, der rot markierte E 3 weicht gleich linkerhand davon geradewegs auf die Wiese ab. Auch eine blaue und grüne Markierung begleiten mich. Die grüne Markierung weicht dann in der Niederung rechterhand in ein Wäldchen ab. Für mich geht es über die Wiesen wieder etwas hinauf mit teils weiten Sichten, teilweise auf zerfahrenen Spuren. Auch die blaue Markierung verlässt mich, letztlich gelange ich an einem hölzernen Gehöft und einer Bushaltestelle an eine Straße. Mit dieser fahre ich rechterhand auf das nahe Adolfov (Adolfsgrün) zu.

Ich fahre bis ans Dorfende, rechterhand führte eine Straße hinab ins schöne bewaldete Tal von Zadní Telnice. Ich halte mich hinter den letzten Häusern rechterhand auf einer Spur über die Wiese zum nahen Waldrand, passiere dort noch ein einzeln stehendes Haus und tauche dann in den Wald ein. Der Weg führt beinahe die ganze Zeit höhengleich durch den herbstlich bunten Wald auf laubbedeckten naturbelassenen Pfaden. Nur hin und wieder habe ich kurze Anstiege oder Abfahrten zu bewältigen. Der Weg hält sich anfangs um die 750 m Höhe, die Höhen der letzten Tage werde ich wohl kaum noch erreichen. Rechterhand habe ich immer wieder Ausblicke ins lang auslaufende, tief eingeschnittene Kerbtal des Telnický potok. In der Ferne zeichnen sich die Höhen des Lausitzer Berglandes ab.

Nach einer halben Ewigkeit durch den idyllischen Wald quert der Weg letztlich eine Straße. Ich beschließe, der Straße linkerhand aus dem Tal heraus auf die Höhe zu folgen, statt noch einen umständlichen weiteren Schlenker durch den Wald in Kauf zu nehmen. Schnell bin ich aus dem Wald heraus und oberhalb erwarten mich weite Ausblicke in eine deutlich veränderte Landschaft. In den verschiedensten Richtungen sind kleinere Ortschaften erkennbar. An einer T-Kreuzung würde ich rechts wieder zum Wald und zum E 3 gelangen, der nun durch die überwiegend einsame Wald- und Wiesenlandschaft im großen Bogen nach Tisá (Tyssa) führt und dort die erste Sandsteinformation auf meinem Weg erreicht, das Felsenlabyrinth der Tiské Stěny (Tyssaer Steine).

Allerdings mache ich mir Sorgen um die im Wanderführer erwähnte Baustelle der A 17. Diese ist zwar schon lange fertig gestellt, allerdings könnte das Auswirkungen auf den Weg genommen haben. Meine Karte ist schon ein paar Jahre alt. Einige umständliche Verläufer könnten mir meine ganzen Pläne verhageln. Ich nehme also die Straße nach links, die bald steil abwärts führt und einen Ort erreicht, Krásny Les (Schönwald). Dabei habe ich die noch junge Gottleuba gequert. Ich folge nun der kleineren Straße rechts wieder den Hang hinauf und überquere oberhalb die A 17. Direkt voraus im Blick habe ich nun das markante Profil des Schneebergs, das wäre mir auf dem originalen Weg eventuell entgangen. Unterhalb liegt der Mordgrund, ein tiefes Tal, wo nach der Schlacht von Kulm ein Großteil der Franzosen getötet wurde. Die Straße neigt sich in ein Tal, Petrovice (Peterswald) ist erreicht.

Der Verkehr führt nun rechts aus dem Tal heraus, ich fahre aber links ins Tal und das beschauliche Örtchen hinein, bis ich dann auf einmal an einem Duty-Free-Gelände stehe. Neben einer größeren Tankstelle gibt es hier einen Supermarkt und etliche Geschäfte. Petrovice ist Grenzgemeinde. Ich folge einer Straße rechterhand hinauf auf die Höhe und erreiche wenig später Tisá. Die steil aufragende Formation der Tissaer Steine beginnt direkt hinter den Häusern auf der linken Seite. Oben laufen wie kleine Spielzeugfiguren Leute umher. Direkt an der Touristeninformation neben einer spätbarocken Kirche führt ein asphaltierter, mit Treppen versehener Fußweg hinauf zum Eingang in das Gelände. Der E 3 führt dort hinauf. Radfahrern ist das Befahren des Geländes untersagt, vermutlich aus gutem Grund. Der E 3 soll oben auf den Felsen entlang führen. Daher verbleibe ich auf der Straße, rechterhand lasse ich den Blick über die Heidelandschaft streifen, die der E 3 durchquert hat. Die Hauptstraße biegt bald rechts ab, ich verbleibe geradeaus auf einer wenig befahrenen Straße. Hinter den letzten Häusern biegt die Straße links im Bogen ab und führt an die Sandsteinfelsen heran.

Bald stehe ich in einer engen Kurve der Straße am anderen Eingang in das Gelände an einer Touristenbaude. An der Kasse am Eingang hole ich mir einen Stempel, verzichte aber auf einen Ausflug zu Fuß ins Gelände hinein. Ich folge nun dem rot markierten E 3 über den Parkplatz geradeaus in den Wald, auch ein Radweg 3017 und ein gelb markierter Weg, der zur Grenze führt, ist hier gekennzeichnet. Bald weicht der E 3 rechterhand in den offenen Birkenwald ab. Der Weg ist schmal und mit großen Sandsteinpflastersteinen befestigt, damit man nicht im weichen, weißen Sand versinkt. Er führt immer weiter abwärts und soll die Ostrovské skály (Ostrover Steine) nahe der Grenze erreichen. Er führt dann wieder aus dieser Schlucht heraus auf die Höhe. Als der Abstieg immer schwieriger wird, die Stufen zwischen den Steinen bald immer größer werden, mache ich mir eher Gedanken über den bevorstehenden Aufstieg aus der Schlucht und halte inne. Denn wenn der Aufstieg ähnlich aussieht, wie dieser Abstieg, dann hieße das bald, das Gepäck einzeln zu schleppen. Darauf habe ich keine Lust.

Ich kehre zurück zur letzten Wegekreuzung, aber hier führt nur ein unmarkierter, stark vernässter Waldweg weg. So muss ich noch weiter zurück und erreiche dann den Radweg 3017, dem ich in der Richtung folge, die von der Grenze wegführt. Bald habe ich eine von Kastanien gesäumte Straße erreicht, der ich links zum Schneeberg folge. Am Waldrand, wo auch der E 3 auf die Straße trifft, habe ich den 723 m hohen Tafelberg direkt vor mir. Ich erreiche eine Kreuzung und folge dem Sträßchen geradeaus direkt auf den Berg zu. Noch bevor die Straße richtig zu steigen beginnt, weicht die rote Markierung rechterhand in die felsige Birkenlandschaft ab. Irgendwo am Steilhang führt der E 3 hier hinauf aufs Plateau. Ich hatte mir schon zuvor überlegt, der Zufahrtsstraße zum Gipfelrestaurant zu folgen, und tue dies nun auch.

Die Straße führt nun steil vor der Schäferwand hinauf, um die letzten kleinen Felsen herum und über das stark bewaldete Plateau. Bis zu 25% steil war dieses kurze Stück nun auch nochmal. Linkerhand lasse ich einen Aussichtspunkt ziehen, möchte unbedingt das Restaurant erreichen. Die Straße ist hier oben merklich schlechter, der Asphalt befindet sich in Auflösung. Das wundert mich, denn ich hatte im Netz viele beschriebene Rennradtouren gefunden, die hier hinauf führten. Dann stehe ich am Restaurant und dem aus Bruchsteinen 1864 gebauten Aussichtsturm und genieße die exzellente Fernsicht. Südwärts schaue ich ins Tal von Jílové (Eulau), kann dahinter das Elbtal bei Usti erahnen und betrachte dahinter die endlose Weite des böhmischen Mittelgebirges.

Nach Osten entlang der Sandsteinfelsen fällt mein Blick auf das nur auf 150 m Höhe liegende Děčin, ich freue mich schon auf die fast 600 m Bergabfahrt jetzt im Anschluss. Dahinter finde ich unzählige Gipfel des Elbsandsteingebirges und Lausitzer Berglandes. Ich gehe nun noch schnell ins Restaurant und hole mir den letzten Stempel meiner Tour. Der E 3 führt nun weiter übers Plateau immer nahe des Felsgrates, dann ebenso steil hinab, wie der Aufstieg. Ich habe also gar keine Wahl und nehme wieder die Fahrstraße hinab. Zügig bin ich wieder unten an der Kreuzung im kleinen Örtchen Sněžnik.

Hier halte ich mich links in Richtung des alten Ortes, die Straße führt weiter hinunter nach Jílové. Aber ich möchte ihr nicht vollständig hinunter folgen, da ich nicht auf der stark befahrenen Hauptstraße durchs Tal nach Děčin zu müssen. In der ersten scharfen Rechtskurve verlasse ich die Straße daher mit dem asphaltierten Radweg 3017 nach links. Zügig geht es nun hinab. Nach einer ganzen Weile, die Sicht im dichten Wald wird nun schon schwieriger, sehe ich dann auch wieder rote Markierungen. Bald tauchen erste Häuser auf, der Wald weicht zurück und ich fahre durch höher liegende Vororte. Nun achte ich nicht mehr auf Markierungen, da ich immer den abwärts führenden Straßen folgen werde. Der E 3 führt noch einmal über zwei bewaldete steile Berge mit Felstreppen und ähnlichem. Die Straßen führen mich direkt hinunter in die Altstadt und zum Bahnhof.

Note


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Getting there

A 72 Ausfahrt Chemnitz-Süd, B 173, B 174 und B 171 bis Olbernhau, über Seiffen und Deutscheinsiedel zur tschechischen Grenze, jetzt nach Gebirgsneudorf.

Coordinates

DD
50.594940, 13.481426
DMS
50°35'41.8"N 13°28'53.1"E
UTM
33U 392519 5605883
w3w 
///chimney.confines.musts
Arrival by train, car, foot or bike

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KOMPASS-Wanderkarte Osterzgebirge WK 808



ČESKÉ STŘEDOHOŘÍ, DĚČÍNSKÉ STĚNY

SHOCart, Česká republika

ČR 1:50 000

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Equipment

Trekkingrad oder Mountainbike (auch mit Gepäck).

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(1)
Outdooractive Redaktion
February 04, 2014 · Community
Hallo Dirk, deine Bilder und deine Beschreibung haben mir so gut gefallen, dass ich deine Tour zur Top-Tour gemacht habe. Weiter so! Marco aus der outdooractive.com Redaktion.
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When did you do this route? February 04, 2014

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Reviews
Difficulty
difficult
Distance
89.2 km
Duration
8:30 h
Ascent
1,365 m
Descent
1,953 m
Highest point
884 m
Lowest point
131 m
Scenic Refreshment stops available Botanical highlights Cultural/historical interest Summit route

Statistics

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Features
2D 3D
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Distance  km
Duration : h
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Descent  m
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