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E3: Frankenwald und Waldsteingebirge von Effelter nach Weißenstadt

Mountain Bike · Frankenwald
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Dirk Neubauer 
  • Mountainbike-tour im Frankenwald: E3: Frankenwald und Waldsteingebirge von Effelter nach Weißenstadt
    Mountainbike-tour im Frankenwald: E3: Frankenwald und Waldsteingebirge von Effelter nach Weißenstadt
    Video: System
m 800 700 600 500 400 300 60 50 40 30 20 10 km
Teil einer Radreise von Perl (Mosel) in den Osten Europas auf dem europäischen Fernwanderweg E 3.
difficult
Distance 67.6 km
6:15 h
1,133 m
1,053 m
823 m
439 m
Die Tour führt durch die Nadel- und Mischwälder des Frankenwaldes.

Author’s recommendation

Frankenwald, Ködeltal, Nordhalben (Museum, Klöppelschule, Marienkapelle, Museumsbahnhof), Ölsnitztal, Stoffelsmühle, Geroldsgrüner Forst, Döbraberg, Helmbrechts (Textilmuseum), Galluskirche Zell, Fichtelgebirge, Saalequelle, Bärenfang,  Großer Waldstein (Rotes Schloss, Teufelstisch, Schüssel, Waldsteinhaus, Waagstein), Weißenstadt (Gottesackerkirche, Markt, Stausee).

Versorgungsmöglichkeiten gibt es in Nordhalben, Schwarzenbach, Döbra, Rauhenberg, Helmbrechts, Münchberg, Zell, im Waldsteinhaus und in Weißenstadt.

In Weißenstadt gibt es einige Hotels und Pensionen zum Übernachten.

Difficulty
difficult
Stamina
Experience
Landscape
Highest point
Großer Waldstein, 823 m
Lowest point
Stoffelsmühle, 439 m
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Safety information

Der Weg ist überwiegend befestigt. Es gibt nur wenige Abschnitte als unbefestigte Wald, Ufer- und Feldwege bzw. Pfade. Der Anstieg zur Saalequelle ist steil. Der Anstieg zum Waldsteingipfel und die Abfahrt sind auch steil.

Start

Effelter (570 m)
Coordinates:
DD
50.356527, 11.417929
DMS
50°21'23.5"N 11°25'04.5"E
UTM
32U 671991 5581067
w3w 
///brightening.publish.skates

Destination

Weißenstadt, Marktplatz

Turn-by-turn directions

Von Effelter aus folge ich dem Radweg an der Straße auf der Höhe entlang. Der E 3 verläuft irgendwo linkerhand unten im Wald und beginnt erst langsam auf die Höhe zu steigen. Da die Strecke durch den Frankenwald überwiegend auf Forstwegen und Steigen verläuft, die bei schlechter Witterung nicht ideal zu befahren sind und es laut Streckenprofil immer nur auf und ab gehen soll, nehme ich eine Alternative auf Straßen. Bei dichtem Nebel und Regen verpasst man im Wald sowieso nichts. Einen Vorteil hat die Fahrt auf der Straße auch noch, man hat öfter mal Verpflegungsmöglichkeiten, was auf dem Wanderweg so gut wie ausgeschlossen wäre in dieser Einöde hier. Die Straße steigt sachte an, ich erreiche bald den Waldrand und fahre ohne jeglichen Verkehr entlang der breiten Schneise, die die Landstraße in den Wald schneidet.

Dann kommt von links mit einem guten Forstweg der E 3 zur Straße und kurze Zeit später weicht er mit einem weiteren Forstweg rechterhand wieder in das großflächige Waldgebiet ab. Er scheint gleich stark abwärts zu führen. Bis Nordhalben sind es auf dem Weg rund 10 km, auf der Straße etwas mehr. Drei Täler liegen auf dem Weg dorthin, das erste ist der obere Talgrund der jungen Grümpel. Diese entspringt auf der Hochfläche südlich von Tschirn, fließt durch urwüchsige, unberührte Tallandschaften und vereinigt sich bei der Fehnenschneidmühle südlich von Wilhelmsthal mit der Kremnitz zur Kronach. 1223 findet man sie unter dem Namen Crummen Cranacha. Der zweite Name fiel weg und es blieb Crummen, ein gewundener, krummer Lauf.

Dann kämpft der E 3 sich wieder hinauf auf die Höhe der Straße von Tschirn nach Hubertushöhe. Zumindest diese Ab- und Auffahrt kann man sich sparen, wenn man der Straße nach Tschirn folgt. Bald lichtet sich der Wald und rechterhand liegen die Wiesen, wo die Grümpel entspringt. Der Radweg endet und ich fahre nun direkt auf der Straße, passiere ein Gewerbegebiet und komme dann an die Kreuzung, wo die Straße nach Hubertushöhe abzweigt. Ich halte mich linkerhand und rolle nun behende hinab nach Tschirn hinein. Also habe ich mir letztlich doch kein Tal erspart, da der Ort tief im Kessel liegt. An der Hauptkreuzung im Ort halte ich mich dann rechts Richtung Nordhalben und steige gleich mächtig an.

Es gibt keinen begleitenden Radweg, die Straße ist jedoch zur Zeit wenig befahren, es ist die Frankenwaldhochstraße. Bald rolle ich jedoch zügig hinab ins Tal der Tschirner Ködel. Der im Waldgebiet Hohe Tanne, nahe dem Rennsteig, entspringende vormalige Floßbach bildet zusammen mit der Nordhalbener Ködel die Nurner Ködel. Sie bringt als Hauptlieferant maximal 500 Liter Wasser pro Sekunde in den Stauraum der Ködeltalsperre. Die Nordhalbener Ködel entstand aus Grumbach und Rosenbaumbach, die sich bei der verschwundenen Zweiwassermühle an der bayerisch-thüringischen Grenze zur Nordhalbener Ködel vereinen. Auch der E 3 führt in dieses Tal hinab, nur windungsreicher und etwas weiter südlich. Ich befinde mich hier etwa auf Höhe meines heutigen Startpunktes, hatte also zwischendurch die 600 m Höhe bereits weit überschritten. Nun geht es mit einer langen Biegung der Straße kräftig steigend hinauf und dann in einer längeren, leichteren Abfahrt wieder hinab ins Tal der Nordhalbener Ködel. Linkerhand im Wald befindet sich die Landesgrenze nach Thüringen und etwas weiter nördlich führt der Rennsteig im ehemaligen Grenzgebiet auf dem Schönwappenweg entlang.

Auch der E 3 führt auf dem Weg zwischen Tschirner und Nordhalbener Ködel auf die Höhe, wobei dessen Verlauf steiler und windungsreicher aussieht, als meiner auf der Straße, weil die beiden Bäche weiter südlich schon tiefer ins Tal eingeschnitten sind. Nun kämpfe ich mich endgültig mit der Straße kräftig aufwärts. Sie führt jetzt überwiegend in südlicher Richtung und letztlich erreiche ich nach dem unendlichen Fichtenwald und einem letzten Stück anstrengendem Anstiegs auf der Höhe offenes Gelände. Auch der E 3 kämpft sich unweit von hier auf die Freifläche. Ich erreiche einen Kreisverkehr und halte mich rechts nach Nordhalben in den Ort hinein. Die Straße beginnt zu fallen. Bald ist linkerhand das Ortsmuseum ausgeschildert und ich rolle dorthin. Davor steht ein Grenzpfahl der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt an der Frankenwaldhochstraße auf einem Bergrücken zwischen der Rodach und der Nordhalbener Ködel, nahe der Ködeltalsperre, in 400 bis 674 m Höhe. Vom Schlossberg aus bietet sich ein schöner Blick in das Rodachtal. Historische Gebäude, Martern, Bildstöcke, Kapellen und Sandsteinsäulen sind im Ort und seiner Umgebung zu sehen. In der Zeit zwischen 1146 bis 1154 muss wohl von Bamberg aus gesehen, auf einer Halde die Burg im Nordwald als Zufluchtsstätte für die bischöflichen Untertanen gebaut worden sein. 1154 wird die Burg erstmals genannt und im Jahre 1160 erfolgt erstmals die urkundliche Nennung von Nordhalden.

Ich rolle jetzt durch die Gassen weiter abwärts und erreiche die Marienkapelle. Von hier führt ein steiler Fussweg abwärts Richtung Bahnhof, aber auch ein fast ebener asphaltierter Weg führt weg. Diesen nehme ich und erreiche eine Straße mit der ich steil abwärts zum Bahnhof im Tal der Rodach rolle. Der E 3 verlässt Nordhalben eigentlich in südlicher Richtung und führt über den Ortsteil Regberg dann auch steil hinab ins Tal der Rodach an der Stoffelsmühle. Ich bin aber froh, diesen steilen Abhang auf der Bahnhofstraße absolviert zu haben und nicht auf irgendeinem Fußsteig. Ich nehme jetzt die Straße rechts am Bahnhof der Museumsbahn vorbei und erreiche bald die Stoffelsmühle. Hier nehme ich die Straße Richtung Geroldsgrün. Einen Moment später sehe ich an einer Leitplanke mal wieder eine Markierung des E 3 und E 6. Diese führen jetzt auf einem Steg über die Ölsnitz und dann gleich mächtig steil auf einem Jägersteig in den Wald hinauf.

Die Ölsnitz entspringt in 655 m Höhe im Gerlaser Forst, nimmt die Wasser des Langenbaches und des Rothmaiselbaches auf und mündet bei der Neumühle in die Rodach. Der E3 führt jetzt für gut 15 km ausschließlich durch Wald bis Schwarzenbach. Dabei werden immer wieder Höhen nahe der 700 m gekratzt und zwischendurch tiefe Täler, wie das der Rodach und Ölsnitz durchquert. Momentan befinde ich mich auf 440 m Höhe. Ich folge also der Straße nach Geroldsgrün immer im Tal der Ölsnitz. Anfangs ist die Steigung kaum merkbar, in Dürrenwaid nimmt sie dann zu. Einen begleitenden Radweg gibt es an der Straße nicht, nur hin und wieder ein Stück Fußweg, welches ich dann nutze. Der Verkehr nimmt immer mal wieder zu, da diese Straße wohl eine Hauptverbindung zu sein scheint. An der Neumühle dann führt eine Straße steil rechterhand bergauf. Der Ort Silberstein und das Schieferbergwerk Lotharheil sind angeschrieben. Dort oben führt der E 3 entlang, es wäre aber nicht sinnvoll, dort jetzt hinauf zu steigen, auch da sich das Bergwerk schon in "meinem Rücken befindet". Das Schieferbergwerk Lotharheil ist als einziges von dem einst an Schiefergruben so reich gesegneten Schiefer-Frankenwald noch geblieben.

Der E 3 führt jetzt tief im Wald hinunter ins Langenautal, welches teilweise in den Kurbetrieb des Staatsbades Bad Steben einbezogen ist. Meine Straße dagegen steigt weiter an und erreicht bald Geroldsgrün, eine größere Ortschaft auf etwa 600 m Höhe. Hier verlasse ich dann auch kurzzeitig den Wald und habe nach Osten kurze Blicke in die Ferne. Ich durchquere den Ort geradeaus und nehme die Straße nach Schwarzenbach, die weiter ansteigt. Bald bin ich wieder im Wald und erreiche bei über 700 m den Scheitelpunkt der Straße im Gerlaser Forst. Linkerhand irgendwo entspringt die Ölsnitz. Rechterhand irgendwo verläuft der E 3. Dieser hat inzwischen eine weitere Höhe überschritten und dort die Straße von Geroldsgrün nach Wolfersgrün gequert.

Aber danach führte er wieder auf meist schmalen Steigen abwärts ins Lamitztal. Die Lamitz entspringt nur ein wenig westlich meiner jetzigen Position, durchfließt den 8 km langen, stillen Lamitzgrund und mündet kurz danach bei Schnappenhammer in die Wilde Rodach. Also habe ich mir dieses Tal auch gespart. Ich folge der Straße nun leicht abwärts und passiere bei einer kleinen Freifläche die Ortschaft Grubenberg. Hier könnte ich auch einer kleinen Nebenstraße ins Thiemitztal folgen, um den E 3 wieder zu erreichen. Über Schloßberg und Großvater führt der E 3 laut Wanderbuch auf teilweise kaum sichtbaren Pfaden vom Lamitzgrund ins Thiemitztal. Also habe ich mir eine weitere Auf- und Abfahrt erspart. Der Großvater ist übrigens eine ehemalige altehrwürdige, etwa 350-jährige Weißtanne, die 1918 von einem Sturm umgebrochen wurde.

Da der E 3 ab dem Thiemitztal jedoch fast nur noch kleinen Sträßchen durch kleine Ortschaften und Wäldchen folgt, lohnt es sich für mich nicht mehr, diesem jetzt noch zu folgen. Ich folge jetzt wieder der Straße aufwärts, gelange schließlich nach Straßdorf, überquere dann die B 173 auf einer Brücke und gelange hinein nach Schwarzenbach, das Herz des Frankenwaldes mit seinen 42 Ortsteilen. Die Stadt ist sicher älter als es seine erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1388 bezeugt. Gleich am Ortsanfang passiere ich einige Supermärkte.

An der nächsten Straßenkreuzung entdecke ich an einem Betonmast wieder eine Markierung von E 3 und E 6. Diese kommen aus dem Ort und führen an der Straße nach Helmbrechts direkt aus der Ortschaft hinaus. Ich folge ihnen, ohne zuvor in den Ort zu fahren. Mit der Markierung verlasse ich dann die Hauptstraße und nehme eine kleine Ortsstraße, die nach Kleindöbra hinein führt. Die Wanderwege verabschieden sich hier, um den Gipfel des Döbraberges, des höchsten Berges des Frankenwaldes, bei 794 m zu erreichen. Der Döbraberg scheint den Werbeschildern nach ein gut ausgebautes Sportparadies zu sein, daran habe ich keinen Bedarf.

Mit der Ortsstraße kehre ich zur Hauptstraße zurück und folge ihr im Bogen immer leicht abwärts nach Döbra. Durch den Ort geht es auf dem Fußweg. Ich folge nun weiter der Straße zumeist leicht abwärts auf Höhen um die 700 m. Linkerhand ergeben sich teils doch einige Blicke ins Land. Bis ins Vogtland und Fichtelgebirge soll man hier blicken können. Rechterhand liegt der nebelverhangene Wald, durch den der E 3 verläuft. Bald passiere ich Pillmersreuth. Hier soll der E 3 auf die Straße stoßen, Zeichen kann ich allerdings keine erkennen.

An der Straßenkreuzung am Gasthaus Rauhenberg halte ich mich dann links weiter Richtung Helmbrechts und entdecke kurz darauf an einem Holzmast das blaue Kreuz, welches auf einen Grasweg weist. Also war der E 3 doch auf die Straße gekommen. Die Straße führt jetzt laut Karte auf einem ausgeprägten Linksbogen auf Helmbrechts zu, der E 3 läuft überwiegend geradewegs durch den Wald und durch das Lehstenbachtal dorthin. Der Grasweg sagt mir gar nicht zu und ich rolle rasant das leichte Gefälle der Straße nutzend auf dieser weiter. Bis Kollerhammer geht es zügig hinab zum Lehstenbach, dann beginnt die Straße wieder stetig zu steigen.

Am beginnenden Wald kann ich dann endlich von der stark befahrenen Straße abweichen und nehme linkerhand ein steil ansteigenden Asphaltweg. Auf der Höhe führt er dann rasant fallend auf Kleinschwarzenbach zu. Dort erreiche ich dann wieder die Straße und Markierungen des E 3 tauchen auf. Am Ende der Ortschaft weisen die Markierungen auf einen begleitenden Radweg linkerhand der Straße. Mit diesem erreiche ich Helmbrechts. Hier halte ich mich bald rechts und erreiche bergab bald das Rathaus.

Ich rolle die Straße weiter hinab am Oberfränkischen Textilmuseum vorbei. Dieser 1232 erstmals erwähnte Ort entwickelte sich zum Kleiderschrank der Welt, wie das heute noch dieses Museum dokumentiert. Den E 3 und meine Orientierung scheine ich nun aber verloren zu haben. Ich rolle die Straße erst einmal ganz hinab und gelange unten dann zum Bahnhof des Ortes. Nun kann ich mich orientieren und folge den Gleisen bis zu einem Fußgängerüberweg. Die alte Ottengrüner Straße quert hier die Bahnlinie, ist aber für den Autoverkehr nicht mehr freigegeben.

Diese Route aus der Stadt heraus habe ich mir laut Wanderführer heraus gesucht, der E 3 folgte hier wohl einer alten Handelsroute auf die nächste Stadt Münchberg zu. Heute hält sich der E 3 wohl laut Internet an die neue Verbindungsstraße nach Münchberg weiter nördlich. Ich ziehe die alte Variante vor und möchte jetzt nach Verlassen des Frankenwaldes auch wieder der geplanten Route folgen. Ich folge der Straße zügig nach Ottengrün und Hildbrandsgrün. Hier halte ich mich links, überquere die Bahn und ziehe mit einem Feldweg hinauf auf die Höhe. Letztlich erreiche ich Unfriedsdorf, das waren die ersten Meter auf unbefestigtem Weg des heutigen Tages.

Im Ort nehme ich dann die Straße nach Gottersdorf, gelange unter der Autobahn hindurch und komme in die ehemalige Kreisstadt Münchberg. An der erreichten Bundesstraße halte ich mich stadteinwärts, überquere dann die Pulschnitz und nehme die Straße vor dem Kaufland links. Bald erreiche ich den Bahnhof. Ich rolle zurück zur Bahnunterführung und entdecke hier wieder das blaue Kreuz sowie die Markierung des Fränkischen Gebirgsweges und des Quellenwegs, der die vier Quellen der Hauptflüsse des Fichtelgebirges verbindet. Eine der Quellen, die Saalequelle, steht noch auf meinem Plan. Hinter der Unterführung halte ich mich links, passiere die Bahnsteige jenseits des Bahnhofsgebäudes und halte mich mit einem heckenumsäumten Fußweg aufwärts. Dieser stößt auf eine parallel verlaufende Straße, mit der ich dann zügig in der Richtung bleibend bergab rolle. Ich überquere den Käsbach und fahre dann erst einmal rechts heran. Hier am Ortsende steht noch ein Supermarkt.

Dann geht es hinauf zu einem Kreisverkehr, ich quere die Ortsumgehung und fahre durch einen Vorort auf der Straße bergauf. Der E 3 weicht laut Karte zwar von der Straße ab, aber nur um diesen Ortsteil zu umgehen. Auf der Höhe passiere ich einen Abzweig nach Mechlenreuth. Hier soll der E 3 wieder auf die Straße kommen, ich kann aber keine Zeichen entdecken, rolle einfach weiter schön abwärts. An einem Waldstück entlang geht es nach Überquerung des Haidbaches wieder leicht aufwärts. Am Waldende halte ich mich rechts Richtung Zell. Nun folge ich der Straße im leichten Auf und Ab an Großlosnitz und Erbsbühl vorbei nach Schnackenhof und letztlich Zell ins Saaletal.

Ich kann meinen Blick über die verstreuten Ortschaften schweifen lassen. Zwischendurch entdecke ich wirklich mal Zeichen des E 3, der aber scheinbar mal linkerhand, mal rechterhand der Straße über die Felder und durch die Ortschaften führt. Da mein Wanderführer klar die Straße vorgibt, mache ich mir nicht die Mühe, den Zeichen zu folgen. Steil bergauf erreiche ich dann Steinbühl, einen Ortsteil von Zell, und an einem Straßenbaum prangt eindeutig ein blaues Kreuz und eine Tafel des E 3.

Ich quere die Sächsische Saale und schaue mich dann an der Galluskirche nach einem Stempel um, finde aber keinen. Kurz darauf verlasse ich die Hauptstraße geradeaus und folge meiner Karte, sowie dem blauen Kreuz und dem Q auf gelbem Grund (für den Quellenweg) durch eine Siedlung stetig bergauf, an einem Sportplatz vorbei entlang einer Hecke für knapp einen Kilometer einen matschigen Feldweg hinauf zum Münchberger Stadtwald. Am Waldrand weist die Markierung von E 3, Quellenweg und Höhenweg links hinein, auch Radwegweiser führen hier entlang zur Quelle der Sächsischen Saale, dem Beginn des Saaleradwanderweges. Barby, wo die Saale in die Elbe mündet, ist laut Wegweiser noch 427 km entfernt. Mein nächstes Ziel ist die Saalequelle und dann das Durchqueren des kleinen Waldsteingebirges. Dahinter liegt Weißenstadt und daran schließt sich das Fichtelgebirge an. Laut Wegweiser gibt es einen direkten Radweg nach Weißenstadt von 6 km Länge. Ich möchte nun aber meiner geplanten Route treu bleiben und folge dem Weg aufwärts zur Saalequelle auf 707 m.

Diese entspringt an einem alten Bergwerksstollen und wurde laut Gedenkstein 1869 eingefasst. Eine Informationstafel des Saaleradweges zeigt den gesamten Verlauf an. Nun folge ich weiter dem Pfad steil bergauf über glitschiges Gestein durch den schönen Buchenwald. Mein Tacho zeigt knapp 20% Steigung an. Oberhalb entscheide ich mich laut Kennzeichnung für den Weg nach links und eine eher angenehme Fahrt beginnt. Die Steigung ist sehr moderat, ich quere mehrere breitere Waldwege, auch Radwegemarkierungen sehe ich noch das ein oder andere Mal. Nach Erreichen einer eher baumlosen Fläche weist die Markierung linkerhand auf einen Pfad. Ich bleibe auf dem gut zu befahrenden Hauptweg, da der Pfad offensichtlich nur einen Bogen des Weges abkürzt. Im Nebel taucht nun eine Sendemast auf, dessen obere Spitze ich nicht erkennen kann. Ich habe die 800 m Höhe überschritten, was ich auch sofort an der "dichteren" Luft erkenne. Bald rolle ich an der Sendestation vorbei und erreiche den Bärenfang.

Dies ist ein kleines, granitsteinernes Gebäude, welches in früheren Jahrhunderten als Bärenfalle diente. Ich muss bei der Form des Bauwerks unmittelbar an das tapfere Schneiderlein denken, wie es den wilden Eber gefangen hat. Der Weg führt nun direkt zum Großen Waldstein, der nur wenige Meter entfernt ist. Hier stehe ich nun an der höchsten Stelle des heutigen Tages bei 837 m. Einen Aufstieg in die mächtige, granitsteinerne Felswand kann man unternehmen, da es dort oben ziemlich interessant sein soll. Ich kehre ins Waldsteinhaus ein und bekomme einen Stempel.

Wieder draußen orientiere ich mich an der langen Schilderwand von Wegweisern. Auch ein Jakobsweg soll hier durch den Wald laufen. Ich folge dem mit einem roten H gut markierten Höhenweg, dem auch das blaue Kreuz folgt. Einen Hinweis auf den E 3 finde ich nicht, denn hier und im Fichtelgebirge wird der Weg wieder unter seiner älteren Bezeichnung, dem Saar-Schlesien-Weg geführt. Seit dem Taunus habe ich diesen Namen vermutlich nicht mehr vernommen. Es geht anfangs auf einem guten Waldweg zügig abwärts und dann linkerhand in einen rutschigen, steil fallenden Hohlweg, wo ich das Rad lieber schiebe. Später wird der Weg wieder besser und bald habe ich den Wald verlassen, rolle eben durch die Wiesen hinab zum Weißenstädter See. Ich habe die alte Zinnbergstadt Weißenstadt auf 630 m Höhe erreicht und die obere Eger, die durch den See fließt. Diese wird mich auch noch in Tschechien begleiten. Ich halte mich links, durchquere einen Vorort und rolle dann zum Marktplatz durch. In der Touristeninformation lasse ich mir hier einen Stempel geben. Ich stöbere noch etwas in der nebenan befindlichen Jakobskirche umher. Davor finde ich eine Informationstafel des fränkischen Jakobsweges. Auch dieser führt über das Fichtelgebirge, Santiago de Compostella ist noch 2899 km entfernt.

Note


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Getting there

A 73 Ausfahrt Lichtenfels, dann B 173 bis Kronach und Landstraße bis Effelter.

Parking

diverse Parkmöglichkeiten im Ort.

Coordinates

DD
50.356527, 11.417929
DMS
50°21'23.5"N 11°25'04.5"E
UTM
32U 671991 5581067
w3w 
///brightening.publish.skates
Arrival by train, car, foot or bike

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Equipment

Trekkingrad oder Mountainbike (auch mit Gepäck).

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Difficulty
difficult
Distance
67.6 km
Duration
6:15 h
Ascent
1,133 m
Descent
1,053 m
Highest point
823 m
Lowest point
439 m
Scenic Refreshment stops available Cultural/historical interest Botanical highlights Geological highlights Linear route

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