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Long Distance Cycling

Der Donauradweg von Rajka nach Budapest

Long Distance Cycling · Győri-medence
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Ungarisches Tourismusamt
  • Photo: Ungarisches Tourismusamt
m 500 400 300 200 100 200 150 100 50 km Mosoner Donau Prímás Keller Margareteninsel Nationalgestüt Bábolna Dunakiliti Esztergom Bodor Meierei Hédervár Tata Visegrád Rajka Szentendre Győr
Radeln an der Donau

Der Donauradweg ist einer der beliebtesten Radrouten Europas – wie beliebt, belegt zum Beispiel die Suchmaschine im Internet mit 390.000 Treffern. Und wer vor allem zu den Ferienzeiten auf den gepflegten Wegen am Donauufer unterwegs ist, weiß von der Popularität dieser Route ein Lied zu singen. Allerdings reißt östlich von Wien die Radkarawane unvermittelt ab, als ob die nun gemächlicher und breiter vor sich hin fließende Donau auf einmal keinen Reiz mehr ausüben würde. Möglicherweise sind es neben der längeren Zugrückfahrt die fremde Sprache und Kultur in der Slowakei und in Ungarn, die viele Radurlauber von der Weiterfahrt ab Wien abhalten, obwohl dort sehr viele Leute Deutsch oder Englisch sprechen und sehr hilfsbereit sind.

Dabei macht gerade der fundamentale Landschafts- und Kulturwandel dreier Länder die Faszination dieser 665 Kilometer langen Strecke zwischen Passau und Budapest aus. Verheißungsvoll ist der Auftakt in Ober- und Niederösterreich mit der Schlögener Donauschlinge, dem Stift Melk, der Wachau und der Metropole Wien als kulturelle Glanzpunkte. Die abwechslungsreiche Landschaft des Donautals und die schmucken historischen Orte begeistern den Genussradler immer wieder. Andererseits: Den Wiener Schmäh noch im Ohr, kann das slowakische Sprachgewirr in den Altstadtgassen von Bratislava durchaus Freude bereiten. Außerdem ist Ungarn bekannt für seine gastfreundlichen Menschen: Oder wo sonst kann dem Radfahrer zum Beispiel das Glück widerfahren, dass ihm ein Winzer spontan Berge von Weintrauben mit auf den Weg gibt? Und nicht zuletzt ist die ungarische Hauptstadt Budapest der krönende Abschluss einer Donauradtour und erwartet die Gäste mit einem atemberaubenden Panorama und einem Radwege-Netz von über 200 km. Die Strecke zwischen Passau und Budapest ist angesichts des extrem flachen Streckenprofils auch vom Durchschnittsradler problemlos zu bewältigen. Steigungen sind nur in Ungarn zwischen Tata und Esztergom zu meistern, in Österreich ist allenfalls in der Wachau sowie an Dammkronen und Brücken etwas Muskelkraft gefordert. Über weite Strecken geht es jedoch im Gefälle der Donau gemütlich vor sich hin.

Die Routen in Österreich sind weitgehend autofrei und daher auch von Familien mit Kindern gut zu fahren, wenn die Kleinen verkehrssicher sind. Anders die Situation in Ungarn: Hier muss manchmal noch auf Nebenstraßen ausgewichen werden, die je nach Tag und Uhrzeit mehr oder weniger von Autos befahren sind. Der Donauradweg in Ungarn ist jedoch in den letzten Jahren noch weiter ausgebaut worden und bis 2020 wird er komplett von der Grenze bis nach Budapest fertiggestellt sein und führt dann weiter bis zum Balaton, wo dann der Balaton-Rundradweg beginnt. 

Distance 249.5 km
20:55 h
1,393 m
1,419 m
390 m
89 m
Im Ortszentrum von Rajka halten wir uns ostwärts auf der Dorfstraße und gelangen rasch in die Natur. Mit dem Grenzübergang nach Ungarn hat sich auch die Donaulandschaft abrupt verändert: Den eigentlichen Donaustrom werden wir tagelang nicht mehr zu Gesicht bekommen, dafür begleiten uns seine kleinen Geschwister Moson-Duna und Zátonyi-Duna. Diese beiden Nebenarme winden sich jedoch derart elegant durch die weite Auebene, dass uns auch ihr Wasser zumeist verborgen bleibt. Das erste Mal überqueren wir die Mosoner Donau auf Höhe des Goldfisch-Campingplatzes zwei Kilometer östlich von Rajka.

Immerhin kommen wir durch die Mosoner Donau in den seltenen Genuss, auf einer Insel zu radeln. Denn der Ungar zwischen Rajka und Győr legt keinen Wert darauf, wie viel Wasser sein „Szigetköz“ umgibt, sondern dass er überhaupt vollständig von Wasser umgeben ist. Der Radfahrer ist angesichts der weitläufigen, von einzelnen Baumgruppen umgebenen Getreideäcker, Sonnenblumenfelder und Viehwiesen vom Inselgefühl jedoch noch weiter entfernt als von der großen Donau selbst.

Seit der zweiten Auflage vom Bruckmanns Radführer aus dem Jahre 2007, die als Grundlage zu dieser Tour diente, wurde hier eine neue Etappe fertiggestellt, die von Rajka nicht über Dunakiliti, sondern über Bezenye nach Mosonmagyaróvár führt.

Während unserer gemütlichen Überlandfahrt nach Dunakiliti ist von der weitläufigen Aulandschaft mit den unzähligen Donauseitenarmen jedenfalls nicht viel zu sehen. In Dunakiliti haben wir uns entschieden, dem beschilderten Doauradweg bis Püski den Rücken zuzukehren, um der sehenswerten Stadt Mosonmagyaróvár einen Besuch abzustatten. Verwöhnt von den stimmungsvollen Radetappen am Donauufer Österreichs nimmt sich in Ungarn die Fahrt durch kleine Dörfer ohne Flussblick auf Dauer weniger reizvoll an. Zwar kommt die sympathisch offene Mentalität der Menschen gerade auf dem Land voll zum Tragen, doch in Ungarn beeindrucken mehr die Städte, die mit einer wunderschönen Architektur und einem riesigen gastronomischen Angebot aufwarten.

Bei der gotischen Kirche in Dunakiliti zweigt rechts die Landstraße in Richtung des nur gut drei Kilometer entfernten Feketeerdő ab. 1896 wurden im Ort, der seit dem frühen Mittelalter bewohnt ist, zu Ehren der sieben Stammesführer sieben stattliche Eichen gepflanzt. Die Mosoner Donau umzingelt Feketeerdő von drei Seiten, aus der Vogelperspektive wirkt der Flusslauf fast wie ein großes Omega. Wir überqueren den Fluss nach zwei Kilometern auf einer Brücke. Rechts vor der Brücke lohnt ein kurzer Abstecher in den Wald, denn hier kann man den Charakter der Aulandschaft mal auf den Grund fühlen. Weiter geht es auf der Landstraße über freie Felder nach Süden, bis wir die ersten Häuser von Mosonmagyaróvár erreichen.

Um den in Stadtnähe zunehmenden Verkehr zu meiden folgen wir an der Kreuzung nicht der beschilderten Hauptstraße, sondern fahren geradeaus auf der Nebenstraße Újhelyi Imre bis zu einer T-Kreuzung; hier rechts in die Várallyai György biegen und auf ihr bis zur von Halászi kommenden Straße fahren. Die Straße führt rechts über die Mosoner Donau und im Bogen an der Burg vorbei. Kurz vor Erreichen der Hauptstraße Fő út gelangen wir links in die Fußgängerzone und das Zentrum von Mosonmagyaróvár.  

Am nördlichen Ausgang der Fußgängerzone steuern wir auf der Cserhátis ucta vom Zentrum von Mosonmagyaróvár in östliche Richtung. Dabei passieren wir wieder die Burg, überqueren die Lajta und gelangen auf der beschilderten Landstraße in vertrautes, ländliches Gebiet. In Halászi geht es hinter der Dorfkirche rechts in Richtung Győr und nach 300 Metern wieder links auf schnurgerader Straße in Richtung Püski.

Kurz vor Püski liegt links ein kleiner, verwunschener Friedhof. An der Dorfkirche biegen wir rechts ab und durchqueren den verträumten Ort. Die Straße führt uns über Felder nach Dunaremete; kurz bevor wir den Ort erreichen, treffen wir auf die Donau-Hauptroute, die einen Abstecher zum Donauauwald hinter sich hat.

Etwas mehr Leben rührt sich in Lipót. Vor allem an Sonn- und Feiertagen lockt das Thermalbad zahlreiche einheimische Besucher, dementsprechend viele Autos sind dann unterwegs. Schräg gegenüber dem Thermalbad liegt direkt an einem kleinen See der gemütliche Campingplatz. Wir fahren rechts aus dem Ort und erreichen nach knapp vier Kilometern Hédervár .

Inmitten eines geschützten Parks westlich unserer Route kann man das ursprünglich gotische, später im Renaissancestil erweiterte Schloss von außen inspizieren. Die privaten Innenräume bleiben für Besucher ein Tabu, auf höfliche Anfrage erlaubt der Portier des Viersternehotels allenfalls einen flüchtigen Blick in den Schlosshof.

Weiter geht es auf dem Radweg neben der Straße nach Ásványráró, wo sich früher neben Donaufischern auch Goldwäscher ansiedelten. Wir fahren weiter überland in das sieben Kilometer entfernte Dunaszeg, wo sich am Ortsende eine landschaftlich reizvolle Variante anbietet: der Dammweg entlang der Mosoner Donau. Diese Alternative ist etwa drei Kilometer länger und auf Grund des mitunter tiefen Kiesbelags vor allem beschwerlicher als die Hauptroute entlang der Straße über Győrújfalu nach Győr. Andererseits offenbaren sich vom Dammweg weitaus interessantere Einblicke in die Aulandschaft als von dem auf Dauer eintönigen Radweg entlang der Hauptstraße.

Am Ortsende gelangen wir rechts abbiegend auf einer Nebenstraße problemlos zum Damm, der anfangs noch gut zu befahren ist. Dann stoßen wir am Ufer der sogenannten Kleinen Donau überraschend auf eine idyllische Badestelle. Im weiteren Verlauf trennt ein dichter Gürtel aus buschartiger Vegetation den Damm vom Fluss. Der Kiesbelag wird tiefer, sodass unter Umständen der parallel zum Damm verlaufende Wiesenpfad vorzuziehen ist. Im Dickicht des Blätterwaldes sind vereinzelte Bootshäuser am Flussufer erkennbar. Nach einer weiten Schleife gabelt sich der Damm; rechts gelangen wir direkt an den nördlichen Stadtrand von Győr.

Um in das Zentrum zu gelangen, steuern wir am Ufer der Mosoner Donau nicht über die nahe Fußgängerbrücke Richtung Thermalbad, sondern wenige hundert Meter weiter östlich auf der imposanten Stahlbrücke an den Rand der Altstadt. Hier gelangen wir geradeaus durch die Fußgängerzone Jedlik Ányos zum Hauptplatz Széchenyi tér mit Blick auf die imposante Benediktinerkirche.  

In Győr ist wieder einmal eine prinzipielle Entscheidung über den weiteren Routenverlauf fällig. Normalerweise müsste die Radtour am Ufer der Donau entlang weiterführen, doch die nächsten 40 km am Fluss sind von dicht befahrene Fernstraßen und Industrieanlagen dominiert. Orte wie Lábatlan mit seiner riesigen Zementfabrik oder die Ölraffinerie in Almásfüzitő muss man wirklich nicht besucht haben. Zudem ist die Fahrt auf dem Seitenstreifen einer Fernstraße alles andere als gemütlich.

Als Alternative bietet sich ein Abstecher ins ungarische Hinterland an. Auf wenig befahrenen Nebenstraßen geht es auf den folgenden zwei Touren über Bábolna vorbei am See von Tata nach Esztergom, wo die Donau dann wieder in ihrer vollen Pracht zu genießen ist. Dafür bekommen wir zur Abwechslung das Landleben zu Gesicht, wie es seit Jahrhunderten die hiesige Bevölkerung geprägt hat.

Wir verlassen Győr in südlicher Richtung, durch die Innenstadt gelangen wir auf die Szent István utca, der wir links folgen. An der Fehérvári utca geht es dann rechts, als Wegweiser dient zunächst die Beschilderung » N81, Székesfehérvár «. Ein stückweit können wir einen Radweg benutzen, der anfangs auf der linken Straßenseite, später dann auf der rechten Seite der Ausfallstraße verläuft. Ab der Bahnlinie müssen wir dann endgültig auf die Straße ausweichen, etwa 1 km weiter sind wir dann allerdings erst einmal erlöst, denn an einem Kreisverkehr zweigt links eine Nebenstraße nach Tata ab.

Zunächst gibt es auf der linken Seite sogar einen schönen Radweg, der jedoch schon nach 1 km wieder zu Ende ist. Zum Glück lässt der Verkehr langsam nach. Sobald wir dann 4 km weiter die Autobahn überquert haben, wird es noch ruhiger und wir können unser Augenmerk zwischendurch auch einmal auf die Landschaft richten.

Die Nebenstraße verläuft die meiste Zeit geradeaus durch die flache ungarische Tiefebene, mitunter steigt es leicht an und geht anschließend wieder leicht bergab. Links und rechts der Straße wird hauptsächlich Mais angebaut, die Felder reichen bis zum Horizont. Zwischendurch passieren wir die kleinen Dörfer Bönyrétalap und Bana, in denen man sich im Zentrum vor dem Supermarkt eine kleine Pause gönnen kann. Wenig später wird bereits das Etappenziel Bábolna erreicht.

Bábolna wird in östlicher Richtung verlassen, auf den Wegweisern ist das Tourenziel » Tata « bereits ausgeschildert. Die Nebenstraße verläuft ähnlich wie bei der Route zuvor meist kerzengerade durch hauptsächlich mit Mais bepflanzte landwirtschaftliche Gebiete. Das Terrain ist ziemlich flach, sodass nur vereinzelt mit leichten Anstiegen bzw. Abfahrten zu rechnen ist. Nach etwa 7 km wird nach Überqueren der Bahnlinie der Ort Nagyigmánd erreicht, bis ins Zentrum sind es allerdings noch knapp 2 km. Der Ortsname Nagyigmánd stammt von einem bayerischen Ritter ab, der Wigmann hieß, und seinerzeit mit Kaiserin Gisela ins Land gekommen war.

Am östlichen Rand von Nagyigmánd überqueren wir die Fernstraße N10 und setzten unsere Fahrt in gewohnter Weise durch die schier endlosen Maisfelder fort. Der nächste Ort, den wir durchfahren heißt Kocs , und mit dem Namen gibt es einen ganz besonderen Zusammenhang: Ein findiger Wagenbauer hat hier als erster einen überdachten, vierrädrigen Pferdewagen für die Beförderung von Menschen gebaut und damit die Kutsche erfunden. Das Wort Kutsche (engl. Coach, frz. couche) stammt direkt von dem Ortsnamen Kocs ab. Die Gemeindeverantwortlichen sind sich inzwischen über das touristische Potenzial bewusst geworden und richten gerade ein Kutschenmuseum ein, das demnächst seine Pforten öffnen wird.

Von Kocs geht es weiter in Richtung Nordosten, das Etappenziel Tata ist auf den Wegweisern angeschrieben. Etwa auf halber Strecke wird die Autobahn unterquert, danach ist Tata bereits in greifbarer Nähe. Vorbei an den ersten Häusern gelangen wir schnell ins Zentrum einer der schönsten Städte Ungarns.

Wir verlassen Tata beim Landtagsplatz mit dem hölzernen Glockenturm und radeln auf der Agostyáni utca in Richtung Agostyán. Gleich hinter dem Ort geben erste kleine Anstiege einen Vorgeschmack auf das, was noch folgt. Richtig anstrengend wird es dann nach den Häusern von Agostyán, wenn sich die Straße am Hang entlang stetig nach oben schlängelt. Das erste Stück radeln wir durch üppige Weinberge, später tritt Wald an deren Stellen und die Bäume spenden im Sommer angenehm kühlen Schatten.

Kurz vor dem Ende des Waldes beginnt die erste längere Abfahrt, in rasantem Tempo geht es in einiger Entfernung um den Ort Vértestolna herum. Es folgt nochmals ein kleiner Anstieg, dann können wir in Tarján zuerst mal eine kleine Pause einlegen.

Der weitere Straßenverlauf bis Héreg ist relativ flach, ehe es bis Bajna nochmals einen kleinen Bergrücken zu überwinden gilt. Wer hier eine Pause einlegen möchte, muss in den Ort abbiegen. Direkt vor der Kirche findet man dann einen Supermarkt sowie   ein größeres Restaurant.

Hinter Nagysáp geht es nochmals etwa 1 km ordentlich bergauf bis dann eine genussvolle Abfahrt hinunter nach Tát folgt, wo wir nach zwei Etappen Abstinenz zu ersten Mal wieder auf die Donau treffen. Die letzten 8 km bis Esztergom sind zwar flach, führen aber auf einer dicht befahrenen Autostraße entlang. Eine ruhigere, etwas längere Alternative ist die Route über Tokod, bei der man ca. 3 km vor Tát bereits rechts abbiegen muss.

In Esztergom beginnt ein gut ausgebauter Radweg, der direkt am Donauufer entlang aus der Stadt führt. Immer wieder geht der Blick zurück, denn die Basilika auf dem Burgberg zeigt sich hier von ihrer schönsten Seite. Auch der Radweg ist nach den langen Etappen entlang der Autostraßen ein Genuss. Zudem laden immer wieder Sand- und Kiesbänke an der Donau zum Verweilen ein.

Leider endet der Radweg bereits nach 8 km und zwingt zur Weiterfahrt auf der Fernstraße Nr. 11. Zunächst noch am Ufer entlang, später etwas versetzt im Hinterland führt die Autostraße in Richtung Visegrád. Kurz vor Pilismarót besteht die Möglichkeit, mit einer Fähre ans gegenüber liegende Ufer bei Szob zu wechseln.

Sie sollten die Fähre nach Szob nehmen, denn von Szob aus geht es nur auf Radwegen bzw. Radstreifen sicher und angenehm bis nach Budapest. Die Strecke führt entlang der Donau – mit vielen lauschigen Plätzchen zum Ausruhen - bis in das Barockjuwel Vác, wo man den einzigen Triumphbogen Ungarns bewundern kann. Von dort erreicht man mit einer Fähre die Szentendre-Insel und dann führt die Strecke auf Radwegen in das stimmungsvolle Künstlerstädtchen Szentendre. Von Szentendre aus geht es dann auf beschilderten Radwegen, wie weiter unten beschrieben, nach Budapest.

Alternativ (ohne die Fähre nach Szob zu benützen) gelangen Sie auf der Fernstraße 11 zunächst nach Pilismarót und dann Dömös. Ab hier radeln wir wieder direkt am Ufer entlang, sodass wir das berühmte Donauknie aus unmittelbarer Nähe betrachten können. Sobald wir kurz darauf Visegrád erreicht haben, können wir uns in den Ort zurückziehen und die herrliche Landschaft von der Hochburg aus betrachten.

In Visegrád können wir noch knapp einen Kilometer auf der Uferpromenade entlang radeln, kurz vor dem Salomonturm müssen wir nochmals auf die Straße ausweichen. Zwischen den Bäumen taucht bald die Spitze der Donauinsel Szentendrei Sziget auf, knapp 2 km später geht linkerhand ein schmaler Weg zum Fähranleger hinunter. Mit einer kleinen Fähre setzen wir auf die Insel über.

Das Radeln auf der Szentendrei Sziget ist komplett anders wie noch kurz zuvor, es gibt so gut wie keine Autos und die gut ausgebaute Straße führt durch ein landschaftlich schönes Gebiet. Auf der rechten Seite führen immer wieder kleine Wege hinunter an den Seitenarm der Donau, wo man gemütliche Plätze zum Ausruhen und Erholen findet.

Erst nach 10 km wird der kleine Ort Tahitófalu erreicht. Hier ist verkehrsmäßig wieder etwas mehr los, da in unmittelbarer Nähe die einzige Brücke steht, über die Autos auf die Insel fahren können. Die meisten davon queren lediglich unsere Route, sodass wir nicht weiter davon beeinträchtigt werden. In Tahitótfalu gibt es einen Supermarkt, bei dem wir uns verpflegen können. Wer es gerne süß mag, findet hier auch eine gute Konditorei.

Die Route führt in gewohnter Weise weiter in Richtung Süden, erst am Ortsanfang von Szigetmonostor zweigen wir rechts ab und kommen nach etwa 800 m zum Flussufer, wo uns eine Fähre wieder aufs Festland zurück bringt. Für die restlichen 4 km bis nach Szentendre können wir einen Radweg benutzen, der auf der linken Seite der Autostraße in das bekannte Künstlerstädtchen führt.

In Szentendre fahren wir am rechten Flussufer südwärts aus der Stadt. Schon nach etwa 500 m erreichen wir die Autostraße nach Budapest, und nehmen den Radweg auf der linken Straßenseite. Nach etwa 2 km wird im Bereich einer Brücke mittels einer Unterführung die Seite gewechselt und es geht nun rechts der Straße weiter. Den Ort Budakalász passieren wir nur am Rande.

Bei Budakalász nach einem See führt ein beschilderter Radweg zurück an die Donau (bei Hypermarkt Auchan links abbiegen), von wo aus auf der Euro-Velo Route 6 der Radweg am Ufer entlang ins Zentrum nach Budapest führt. Bitte folgen Sie den gelben Euro-Velo 6 Schildern und den grün-gelben Schildern des Budapester Verkehrsamtes.  

Der Uferweg ist angenehm zu fahren. Wenn wir uns der Stadt nähern, mehren sich Gartenlokale, Strandbäder und Schiffsanlegestellen. Insbesondere am Wochenende kommen die Budapester gerne hierher zur Erholung. Am Ende der Uferpromenade überfahren Sie einen kleinen Kanal und dann geht es nach links unter einer Eisenbahnbrücke hindurch einer Straße entlang in Richtung Óbuda Fő tér. Folgen Sie der Beschilderung (Budapest/Margit Híd/Lánc Híd) und den Markierungen und Sie durchfahren den Stadtteil Óbuda. Queren Sie den wunderschönen Hauptplatz von Óbuda und Sie gelangen dann zur und auf die Árpád-Brücke. Sie bringt uns hinüber zur Margareten-Insel, auf der wir unbehelligt vom Autoverkehr südwärts rollen. Über die Margareten-Brücke sind es dann nur wenige Minuten ins Zentrum von Budapest

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Auf dem Land unterwegs, in den kleinen Dörfern mitten auf dem Land bietet sich eine gute Gelegenheit, Bräuche und Traditionen der Ungarn hautnah und unverfälscht zu erleben. Die Einheimischen sind offen und geben den Urlaubern gerne Zugang zur ihrer Volkskultur, zu Brauchtum und zu ländlichen Festen.

Sprachunterschiede sind dabei das geringste Problem. Wer die die wichtigsten Begriffe der ungarischen Sprache kennt, wird gerne aufgenommen: "Jó napot kívánok" bedeutet "Guten Tag", "kérem" heißt "bitte" und "nagyon köszönöm" heißt "vielen Dank".

Bei einem guten Essen und einem anschließenden Gläschen Wein auf der Bank vor dem Haus kommt man sich schnell näher, der Fremde fühlt sich bald in die Dorfgemeinschaft integriert. Der Spaß am Radeln, die andächtige Stille in einer mittelalterlichen Dorfkirche, das Aroma guten Essens – all das sind Momente eines unvergesslichen Urlaubs. Wer einmal eine ungarische Hochzeit oder ein Weinlesefest in einem Dorf miterlebt hat, weiß, dass Folklore nicht nur touristischer Glanz ist. Mit etwas Glück kann man nebenbei auch erfahren, nach welchem Rezept Pflaumen im Messingkessel zu köstlicher Marmelade gekocht werden. Die auf dem Lande herrschenden Atmosphäre und der Frohmut geben einem das Gefühl der Zugehörigkeit.

Die ehemaligen Dorffeste sind auch heute noch sehenswerte Veranstaltungen, die angefangen vom Fasching bis zur Weinlesezeit für Spaß und Unterhaltung sorgen. Und in den Heimatmuseen wird die einmalige Volkskunst vorgestellt: Töpferwaren, Kürschner- und Stoffarbeiten sowie Holzschnitzereien. Auch sonst wird man auf so manches Kleinod stoßen: Botanische, zoologische und geologische Raritäten, architektonisch interessante Kirchen, Herrenhäuser und Gutshöfe, geschichtsträchtige Burgen und Schlösser.

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Wolfgang Taschner, Michael Reimer
Update: July 16, 2014
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390 m
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89 m

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Wolfgang Taschner, Michael Reimer

Bruckmanns Radführer Donau-Radweg
Passau - Wien - Budapest

Start

Ortszentrum von Rajka (127 m)
Coordinates:
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47.994590, 17.207780
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47°59'40.5"N 17°12'28.0"E
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Destination

Budapest

Turn-by-turn directions

Rajka-Dunakiliti-Feketeerdő-Mosonmagyaróvár-Halászi-Püski-Dunaremete-Lipót-Hédervár-Dunaszeg-Ásványráró-Győr-Bönyrétalap-Bana-Bábolna-Nagyigmánd-Kocs-Tata-Agostyán-Tarján-Héreg-Bajna-Nagysáp-Tát-Esztergom-Pilismarót-Dömös-Visegrád-Kisoroszi-Tahitótfalu-Szigetmonostor-Szentendre- Budakalász-Óbuda-Budapest

Note


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Public transport

Mit der Bahn von Wien über Mosonmagyaróvár; von dort fahren ebenso Züge nach Rajka wie von Bratislava.

Getting there

Autobahn A4 via Wien, Ausfahrt Hegyeshalom und auf der M15 nach Rajka oder auf der Landstraße von Bratislava.

Coordinates

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47°59'40.5"N 17°12'28.0"E
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Arrival by train, car, foot or bike

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249.5 km
Duration
20:55 h
Ascent
1,393 m
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1,419 m
Highest point
390 m
Lowest point
89 m

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