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Gellértberg

Aussichtspunkt · Budapest und Umgebung
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  • Ein Wanderweg schlängelt auf dem Gellért-Berg
    / Ein Wanderweg schlängelt auf dem Gellért-Berg
    Foto: Bankó Gábor, funiQ.hu
  • / Der Gellért-Berg
    Foto: Major Brigi, funiQ.hu
  • / Panorama auf Budapest von der Spitze des Gellért-Berges
    Foto: Bankó Gábor, funiQ.hu
  • / Panorama auf Pest von der Spitze des Gellért-Berges
    Foto: Bankó Gábor, funiQ.hu
  • / Die Statuen der Königstochter Pest und des Königssohns Buda auf dem Gellért-Berg
    Foto: Major Brigi, funiQ.hu

Eine der Sehenswürdigkeiten von Budapest ist der an Naturschönheiten und geschichtlichen Werten reiche Gellértberg, dessen fast alle Punkte eine wunderschöne Aussicht bietet. 1987 erklärte UNESCO den Berg durch das Panorama von Citadella und der beiden Ufer der Donau für Teil des Weltkulturerbes.  

Gellértberg ist einer der beliebtesten touristischen Zielpunkte Budapests, der Edelstein und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Es ist kein Wunder, denn zahlreiche Interessantheiten befinden sich hier: Citadella, das auf die Stadt hinunter guckende Freiheitsdenkmal, die Felsenkirche, das Gellértdenkmal und der Wasserfall, um nur einige zu erwähnen.

Der Gellértberg ist ein organischer Teil des Budapester Panoramas; wenn er auf einem Budapest darstellenden Foto nicht vorkommt, dann ist es fast sicher, dass das Foto vom Berg, von einem der schönsten Aussichtspunkten der Stadt gemacht wurde. Den 235 m hohen Berg, der streng genommen eigentlich ein Hügel ist, erklärte UNESCO 1987 wegen seiner Sehenswürdigkeiten mit geographischer und geschichtlicher Bedeutung- unter anderen wegen des Panoramas aus an der Spitze stehenden Citadella und der beiden Ufer der Donau- für Teil des Weltkulturerbes.  

Der Name des Berges lässt sich auf vielerlei Art schreiben: als geographischer Name mit Bindestrich: Gellért-hegy (Berg), als Stadtteil zusammen: Gellérthegy. Wenn es nicht zu entscheiden ist, in welcher Bedeutung er ist, oder wenn beide Interpretierungen gleichermaßen möglich sind, benutzt man traditionell das Zusammenschreiben, ebenso im Fall von Margitsziget (Margareteninsel). Der Gellértberg, als eine geographische Einheit ist Teil der Dél-Budai hegység (Gebirge), vom Osten die Donau, vom Norden der Várhegy (Burgberg), vom Nordwesten der Naphegy (Sonnenberg), vom Südwesten der Sas–hegy (Adlerberg) umringen den Berg. Der Berg befindet sich im 11. und im kleineren Teil im 1. Bezirk, in unseren Tagen ist er dem Duna-Ipoly Nationalpark untergeordnet. Der Gellértberg steht unter Naturschutz: der auf die Donau sehende Berghang bewahrt noch seine Natürlichkeit.    

Die botanischen Werte des Berges nach dem ununterbrochenen Verfall verlieren viel an ihrer Bedeutung, aber die natürliche Pflanzendecke blieb für heute in kleinen Flecken erhalten. Im Frühling bedecken die Hohlwurz und gefingerter Lerchensporn stellenweise fast völlig den Berghang. In unserem Land befindet sich gelbes Leimkraut nur hier, das in Ost gelegenem Felsenrasen lebt und intensiv geschützt ist. An den Felsen des südlichen Berghanges können wir Berg- Steinkraut treffen. Der Grund des Gellértberges ist ein Dolomit- Felsblock, der wahrscheinlich vor 5 Millionen Jahren entstand, und dann später vor etwa zwei und einer halben Million Jahr zerfiel in kleine Stücke. Zu dieser Zeit erhoben sich die Berge von Budai-hegység (Budaer Gebirge) und dieser Brechung zufolge entstanden auch die budaer Thermalquellen, unter diesen die Matthias-, die Rákóczi- und die Árpád-Quelle. Der bedeutende Teil der am Fuße des Berges stehenden, in der Zeit der Türkenherrschaft gebauten Heilbäder gewannen das Wasser aus diesen Thermalquellen. Heute befinden sich drei Heilbäder in der Umgebung des Gellértberges: das Gellért-, das Rudas- und das Rác Bad.         

Auf dem Gellértberg, ebenso auf dem Sas-hegy (Adlerberg) wurde lange auch Wein angebaut, aber wegen der Filoxeraepidemie (Läuseepidemie) am Ende des 19. Jahrhunderts gingen diese Pflanzungen zunichte.

Die „menschliche” Geschichte des Gellértberges geht bis zu Jahrtausende zurück. Nach den hier durchgeführten archäologischen Forschungen lebte der Stamm Eraviskus in der Zeit der Kelten auf dem Berg, die auch Erzgießer- und Töpferwerkstätte  am Berghang bauten. Nach den Eroberungen siedelten die Römer den Stamm vom Berg um, um die möglichen Rebellionen zu vermeiden und riefen unter dem Namen „civitas Eraviscorum” eine administrative Einheit ins Leben. In der Zeit der Árpáden noch als Kelen-hegy (Kelen-Berg) genannter Berg bekam seinen heutigen Namen nach Bischof Heiligem Gellért (Gerhard), der nach der Legende 1046 von den Teilnehmern der Vata- Heidenrebellion von der felsigen Donauseite des Berges in einem Fass geschlossen in die Tiefe gestoßen wurde. Die Benennung des Berges aus der Árpadenzeit,” Pest-hegy” stammt aus dem slawischen Wort „pest”, das Ofen, Grube oder Höhle bedeutet. Seinen Namen bekam er wahrscheinlich von der Szent Iván- Höhle, in der später die Felsenkirche gestaltet wurde. Obwohl der Name „Pest-hegy” zur Benennung des Gellértberges heutzutage nicht mehr gebraucht ist, aber auch die an der gegenüber liegenden Seite der Donau liegende Stadt „Pest” bekam hieraus seinen Namen. In der Zeit der Türkenherrschaft trug der Berg den Namen des muslimischen Imams Gürz Elias, der von den Türken als Heilige verehrt war, dann nach seinem Tod er auf dem Berg beerdigt wurde. Nach der Verdrängung der Türken aus dem Land benannte die in Ungarn lebende deutsche Bevölkerung den Berg als „Blocksberg” (Berg der Hexen). Nach einigen Vorstellungen lässt sich der Hexenglaube der Deutschen am Gellértberg binden. Er konnte seinen Namen auch von der Bergspitze und der darauf stehenden Festung bekommen, die übrigens dem höchsten Punkt des deutschen Harz Gebirges (Brocken, Blocksberg) ähnlich ist, die angeblich ab dem 17. Jahrhundert der Versammlungsplatz der Hexen war.         

Die Türken bauten an Stelle der auf der Bergspitze stehenden Kapelle eine Plankenburg, die sie nach ihrer Verdrängung aufbrannten. Später József nádor (Palatin Josef) ließ die Sternwarte der am Ende des 18. Jahrhunderts nach Buda umgesiedelten Universität Nagyszombat bauen. Die Sternwarte ging 1849 im Laufe der Belagerung von Buda zugrunde, heute befindet sich Urania Sternwarte- die astronomische Institution der Populärwissenschaftlichen Gesellschaft- im nördlichen Teil des Berges. 1851 auf Befehl von Haynau wurde Citadella auf der Spitze des Berges gebaut, die bis zum Ausgleich mit dem Habsburger Reich 1867 als eine Festung funktionierte.   

Während der Bauarbeiten von Ferenc József híd (Franz Josef Brücke) 1894- heute Szabadsághíd (Freiheitsbrücke)- wurden die Abhänge des ursprünglich aus dem Strombett der Donau hervortauchten Berges in der Breite der von der Brücke ableiteden Fahrbahn abgemeißelt. Am Anfang der 1900-er Jahre begannen das Parkanlegen der Abhänge des Gellértberges und die Ausbau der Promenade. Auf der Seite des Berges zwischen 1902 und 1903 wurde der József Gruber Wasserspeicher gebaut, der heute das größte Wasserspeicherbecken in Budapest ist.

1923 am Fuße des Berges, auf dem unteren Kai in Buda bekam auch eine Flugboothaltestelle Platz, damit die vornehmen Gäste schneller in das damals schon berühmte Gellért Bad kommen können.

1931 in der auf der südlichen Seite des Berges befindlichen, den Namen vom Heiligen Ivan tragenden Höhle wurde die Felsenkirche nach dem Muster der Höhle in Lourdes (Frankreich) ausgebaut.

1945 nicht lange danach, dass die Belagerung von Budapest beendete, bekam Zsigmond Kisfaludi Strobl den Auftrag, das „Befreiungsdenkmal” zu schaffen, das in zwei Jahren fertig gemacht war. Heute kennen wir die einen Palmenast tragende weibliche Figur als „Freiheitsdenkmal”, aber während der Jahrzehnte nicht nur der Name, sondern auch die Denkmalkomposition viel änderte.

Auf der südwestlichen Seite des Berges befindlicher Jubiläumpark wurde 1965 übergeben, der Park wurde für das zwanzigste Jubiläum der Befreiung gefertigt.

2001 auf der nördlichen Seite des Berges wurde die Philosophen gestaltende Statuengruppe von Sándor Wagner, „der Garten der Philosophen” ausgestellt. Nicht weit von hier befindet sich die 1982 übergebene Kilátókő-szobor (Aussichtsstein Statue), die symbolische Statue von Königssohn Buda und Königstochter Pest, die der Vereinigung 1873 ein Denkmal setzen.

Gleichzeitig mit dem Parkanlegen der Seite des Gellértberges, auch am Anfang des 20. Jahrhunderts begann man, den südlichen Berghang einzubauen. In die hier bauenden Villen zogen Aristokraten, Gentrys, Offiziere, Großhändler, Universitätsdozenten, Juristen und Staatsbeamten im hohen Rang ein. Eine solche Villa ist 1977 an Stelle des ehemaligen Schmidt- Schlosses gebaute Hochschule für Staatsverwaltung in Ménesi út (Weg), seit 2016 Fakultät der Staatswissenschaft und Landesverwaltung der Nationalen Universität für Staatsdienst.

1911 zog das 1895 gegründete Eötvös József Collegium auch in Ménesi út um. Am Anfang der 1900-er Jahre in Kelenhegyi út (Weg) wurde Műteremház (Atelierhaus), mit einem anderen Namen „Művészház” (Künstlerhaus) nach den Plänen von Gyula Kann im Sezessionsstil gebaut. Die gewellt geformten Giebel, die dem Museum für angewandte Kunst ähnlichen Kegeldachziegel, die Keramik Huszka- Motiven, bzw. die über die Wände ragenden Pfeiler zieren das Gebäude. Im Künstlerhaus lebten und schufen berühmte Künstler, unter anderen Viktor Madarász, Béla Czóbel und József Rippl-Rónai.

In der Richtung der westlichen Grenze des Gellértberges befindet sich der 168m hohe, kaum zu trennende Kleine Gellértberg. Der Ausbau des Gebietes des Gellértberges fand im 21. Jahrhundert kein Ende: in verschiedenen Punkten des Berges wurden Spielplätze, Parken gebaut. Außerdem im Juli 2016 wurde eine Ideenbewerbung zur Erneuerung der Gebiete des Gellértberges geöffnet, wohin alle ihre Vorschläge einreichen können.  

Öffnungszeiten

Es ist über das ganze Jahr frei zu besuchen!

Preise:

Kostenlos.

outdooractive.com User
Autor
funiQ
Aktualisierung: 08.04.2020

Öffentliche Verkehrsmittel

  • Auf Gellért tér (Gellértplatz) halten zahlreiche Verkehrsmittel: U-Bahn 4, Straßenbahn 19, 41, 47, 47/B, 48, 49, 56, 56/A, Bus 7, 133E, Schiff D 11, D 12.

Anfahrt

  • Vom Gellértplatz geht parallel mit Kelenhegyi út (Weg) die Markierung Grün (Z) in Buda los, die uns entlang der östlichen Seite des Berges führt. In Abzweig Grün▲( Z▲) erreichen wir das Freiheitsdenkmal.

Parken

  • Mit Auto kann man vom Süden in den Nachbarstraßen des Gellértplatzes parken. Vom Norden, aus Richtung Wasserspeicher in der Umgebung von Sánc Straße- Orom Straße, vom Westen in Szirtes út, bzw. am deren Ende im Parkplatz kann man das Auto lassen.

Koordinaten

DG
47.486222, 19.044585
GMS
47°29'10.4"N 19°02'40.5"E
UTM
34T 352694 5261051
w3w 
///tierwelt.luken.reist
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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