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Ruine

Csobánc (Aussichtsstelle und Burgruine)

· 4 Bewertungen · Ruine · Tapolcai-medence · 368 m · Heute geöffnet
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  • Die Burg von Csobánc aus der Höhe. Im Horizont sind Gulács, Badacsony, Szigliget-Berg und Szent György-Berg
    Die Burg von Csobánc aus der Höhe. Im Horizont sind Gulács, Badacsony, Szigliget-Berg und Szent György-Berg
    Foto: Péter Farkas, Magyar Természetjáró Szövetség
Die Panoramastraße, die an der Ostseite des Berges hinaufführt, ist schon für sich die Mühe wert. Das grasbedeckte Plateau erwartet dann die tapferen, die Steigung bezwingenden Touristen mit einer Panoramasicht auf die aufregendste Ecke des Balaton-felvidék (-Oberland) und mit einer Ruine.

Die westlich gelegenen Zeugenberge des Balaton-felvidék (-Oberland) erheben sich wie Basteien aus der Ebene der Tapolcai- und der Káli-medence (-Becken). Wegen ihren weinbedeckten Abhängen, ihren bewaldeten Bergesrücken und ihren eigenartigen Formen sind sie eine mitreißende Erscheinung. Manche von ihnen sind spitz, dreieckig, aber die beliebtesten bei den Touristen - Badacsony, Szent György-hegy, oder Csobánc - haben einen flachen Rücken.

Das Plateau von Csobánc ist ganz klein, trotzdem ist eine Burgruine darauf zu finden. Die Aussicht ist phänomenal: wir sehen längs die Káli-medence, alle umliegenden Zeugenberge und natürlich auch die Wasserfläche des Balaton. In der Ferne, hinter dem Flachland vor Tapolca, erhebt sich das grüne Plateau des Keszthelyi-hegység (-Gebirge). Nördlich sind die niedrigeren Erhebungen des Bakony zu sehen. Der nach oben führende große Serpentinweg ermöglicht vom östlichen Berghang eine hervorragende Aussicht auf das umliegende Gebiet, deshalb hat man bereits beim Aufstieg unvergessliche Erlebnisse.

Adelige von Diszel ließen die Burg Mitte des 13. Jh.-s erbauen. Im Laufe des nächsten Jahrhunderts hatte sie schon süd-italienische Besitzer, die Familie Gyulaffy aus dem Stamm Rátót. Als nach dem Tod von König Matthias der Habsburger Miksa das Land angriff, wurde die Burg Csobánc auf Anweisung von Kinizsi Pál befestigt. Nachdem Buda in die Hände der Türken fiel, wurde sie zur Grenzburg und schützte die am Balaton verlaufende Grenze zwischen dem Habsburger Reich und dem osmanisch-türkischen Hoheitsgebiet. Zu der Zeit war Gyulaffy László der Burgkapitän, der sich beim Sturm auf die Burg von Veszprém einen Namen machte.

1561 fiel die Nachbarburg Hegyesd, auch Csobánc wurde mehrmals angegriffen, aber es ist in den darauffolgenden Jahren nie gelungen, sie einzunehmen. 1669 kaufte die Familie Esterházy die Burg, ließ sie herrichten, und verbrachte hier einige ruhige Jahrzehnte. In den 1690er Jahren stand Béri Balogh Ádám, der berühmte Brigadier von Rákóczi Ferenc II., hier im Militärdienst.

Nachdem die Türken vertrieben wurden, entschied sich die Regierung in Wien für die Zerstörung der Burg. Diese Pläne wurden aber wegen dem Ausbruch des Rákóczi-Freiheitskampfes nicht verwirklicht. 1709 war Csobánc wieder in den Händen der Kaiserlichen Truppen, von ihnen eroberten sie die Kurutzen.

Das etwa tausendköpfige kaiserliche Heer, das sich nach Wien zurückzog, versuchte am 25. Februar 1707 vergebens die Burg von Csobánc zu erobern. Obwohl sie in bedeutender Überzahl waren: in der Burg waren dreißig bewaffnete Heiducken von Szász Márton, dreißig Adeligen, und deren Frauen und Töchter, die in die Burg geflüchtet sind, als Verteidiger anwesend. Von den Angreifern fielen 400 Mann und sie gaben auf. Die Namen der Verteidiger sind heute auf einer Gedenktafel verewigt.

Schließlich fiel die Burg 1709 wieder in kaiserliche Hände und ihrer Geschichte setzten Sprengungen ein Ende. Von dem einst mit renaissancen Steinschnitzereien geschmücktem Gebäudekomplex blieb wenig übrig. 1953 führte man auf dem Gebiet archäologische Ausgarbungen und Konservierung durch, man rettete einige renaissance Tür- und Fensterrahmenfragmente, aber viel mehr geschah nicht. 2003 wurde von Privatpersonen aus Gyulakeszi ein Fond (Csobánc Váráért Alapítvány – Stiftung für die Burg Csobánc) angelegt und eine traditionspflegende Organisation (Gyulaffy László Hagyományőrző Bandérium) gegründet. Von da an wird, Dank der begeisterten Zivilen, die Umgebung von Csobánc von Jahr zu Jahr immer schöner. Die jüngste Veränderung im Leben der Burg ist, dass es ab Oktober – Dank des Magyar Természetjáró Szövetség (Ungarischer Wanderverband) – oben auf dem Csobánc eine Stempelstelle der Blauen Landestour gibt.

Öffnungszeiten

Heute geöffnet
Im ganzen Jahr ist sie frei zu besuchen.

Preise:

Kostenlos
Profilbild von Áron Dömsödi
Autor
Áron Dömsödi
Aktualisierung: 20.04.2022

Öffentliche Verkehrsmittel

  • Die Bushaltestelle Diszel,Szabó Ervin utca kann man aus Tapolca mit dem Bus erreichen.
  • Die Bushaltestelle Káptalantóti,kultúrház  kann man aus der Richtung Tapolca, Badacsonytomaj und Révfülöp mit dem Bus erreichen.

Anfahrt

  • Aus Diszel gehen wir in südöstliche Richtung entlang der Hauptstraße des Ortes und folgen der Markierung Grün (Z)! Diese trifft später auf die Markierung Blau (K) der Blauen Landestour und wenn diese später sich trennen, dann müssen wir der Markierung Blau (K) weiter folgen. (2,8 km, 240 m Höhenunterschied.)
  • Aus Káptalantóti müssen wir in nördliche Richtung hinausgehen indem wir der Markierung Blau (K) folgen. Diese führt bis zur Spitze. (3,9 km, 250 m Höhenunterschied.)

Parken

  • Wenn wir aus Diszel in südliche Richtung hinausfahren, kommen wir am Friedhof vorbei, und können am ersten Feldweg rechts nach oben in den Berghang fahren. Am Ende des Feldweges können wir das Auto abstellen, obwohl es da keinen regulären Parkplatz gibt.
  • Falls wir dieses Feldweg-Rally nicht riskieren wollen, dann finden wir am Südende von Diszel, beim Eingang zum Friedhof gratis Parkplätze (Kreuzung Gyulaffy und Miklós utca).

Koordinaten

DD
46.871363, 17.504521
GMS
46°52'16.9"N 17°30'16.3"E
UTM
33T 690860 5193914
w3w 
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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