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Kirche

Reformierte Kirche in Ócsa (Propsteikirche der Prämonstratenser)

Kirche · Duna menti síkság
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  • Die reformierte Kirche in Ócsa
    / Die reformierte Kirche in Ócsa
    Foto: Tóth Judit, Magyar Természetjáró Szövetség
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Die reformierte Kirche in Ócsa wurde am Anfang des 13. Jahrhunderts gebaut, und obwohl sie während der Jahrhunderte vielmals umgebaut und renoviert wurde, ist sie jedoch eines von den Gedenken unserer mittelalterlichen, romanischen Kirchenarchitektur, das in dem besten Zustand geblieben ist. Nicht nur ihr Aussehen ist faszinierend, sondern auch die Fresken aus der Arpaden-Zeit, die in ihrem Sanktuarium aufgedeckt wurden. 

Die genaue Bauzeit und den Gründer der riesengroßen, mit großer Präzision entworfenen und gebauten Kirche kennt man nicht. Aber sie wurde vermeintlich am Anfang des 13. Jahrhunderts gebaut, weil sie schon in einer kirchlichen Schrift aus dem Jahr 1234 erwähnt wurde. Damals war die Umgebung von Ócsa Besitztum des Königs. Deshalb ist es möglich, dass das Kloster der französischen Prämonstratenser von Andreas II. gegründet wurde. 

Der Orden, der 1120 in Frankreich gegründet wurde, erschien bald auch in Ungarn. Laut des ältesten Verzeichnises des Klosters der  Prämonstratenser bestand der Orden in Ungarn im Jahr 1235 aus 20 Männern und 2 Frauen. Der Orden baute typisch in Städten und in der Nähe von verkehrsreichen Orten. Ihre Aufgaben waren Predigten und den Pfarrerdienst zu betreuen. Die zu Ehre der heiligen Jungfrau Maria errichtete Kirche in Ócsa, die am Anfang der 1200-er Jahren gebaut wurde, spielte deshalb gemäß der Vorschriften des Ordens auch die Rolle einer Pfarrkirche. 

Auf der westlichen Fassade der dreischiffigen Basilika mit Querhaus erhöhen sich zwei riesengroße Türme. Aber auf ungewöhnlicher Weise kann man nicht hier, sondern durch die Tore in die Kirche gehen, die sich aus den nördlichen und südlichen Seitenschiffen eröffnen. Das Hauptsanktuarium im Osten ist von zwei niedrigeren Seitensanktuarien umgeben. Die nördliche und südliche Fassade sind von dem  Wandblock des Querschiffes in zwei Teile verteilt. Im Westen, an beiden Seiten gehört ein Gemeindesaal zum Block des Querhauses.   Das 36,5 m lange Mittelschiff ist drin durch säulenförmige Bogengänge von den Seitenschiffen getrennt: vier achteckige und vier walzenförmige Pfeiler kann man beobachten.  

Die Geschichte der Kirche

Nach dem Tatarenzug - wobei das Gebäude bedeutetnd verwüstet wurde - wurden die Prämonstratenser von Béla IV. rücksiedelt,die in frühgotischem Stil die Kirche wiederbauten. Das Kloster, ähnlich wie die anderen Propsteien, entvölkerte sich bis zum 15. Jahrhundert allmählich - einerseits wegen des Vorstürmens der Türken andererseits wegen der Verbreitung der Reformation. 

Die baufällige, vernachlässigte Kirche gelangte im Jahr 1560 in Besitz der Reformierten. Bis Anfang der 1600-er Jahre trat das ganze Dorf zu der reformierten Religion über. Das Gebäude überlebte zum Glück die türkische Besatzung. Es wurde einmal als Moschee benutzt. 

Als das Dach von den Tataren 1664 in Brand gesetzt wurde, konnten die Schäden wegen finanzieller Gründe nicht zurechtgebracht werden. So stand der große Teil des Gebäudes, z. B. die Kirchenschiffe über Jahrzehnte ohne Dach.

Das entkommene Baudenkmal

In den 1770-er Jahren kam die Wendung, als die im Dorf wieder entstandene katholische Gemeinschaft wollte die Steine der mittelalterlichen Kirche zum Bau ihrer neuen Kirche verwenden. Zum Glück kaufte Graf Josef Teleki ein Grundstück in Ócsa und betrachtete das Schicksal der Kirche als seine Herzensangelegenheit. Mit seiner Unterstützung - und mit der persöhnlichen Erlaubnis von Maria Teresia - wurde das Gebäude zwischen 1773 und 1777 von der reformierten Kirche restauriert und seine bestimmten Teile wiederaufgebaut. Wahrscheinlich kann man auch dafür bedanken, dass wir das Gebäude heute nicht als Ruine, sondern als eine fungierende Kirche sehen können.  

Das Schicksal war aber nicht barmherzig, weil manchmal ein Blitzschlag, manchmal ein Brand oder der Einsturz des Daches die Wahrung des Gebäudes erschwerten. Am Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden auch mehrere Restaurierungsarbeiten verrichtet. Bei einer wurden die westlichen Türme erhöht.

Im Jahr 1902 wurde bei Weißen des Hauptsanktuariums etwas Unerwartetes entdeckt. Unter dem Anstrich wurden die Reste der mit der Kirche gleichaltrigen Fresken, also aus dem 13. Jahrhundert, aufgefunden. Die Zusammenhängenden Wandbilder stellen die Apostel dar. Auf dem nördlichen Bogen des Sanktuariums kann man Heiligen Nikolaus sehen, auf dem südlichen Heiligen Georg. An der nördlichen Wand des Presbyteriums wurden die Szenen der Heiligen Ladislaus-Legende dargestellt. Gegenüber dem kann die unvollkommene Darstellung des "Letzten Urteils" besichtigt werden. 

Mit der gründlichen, archäologischen Erschließung und Restaurierung wurde erst am Ende des 20. Jahrhunderts begonnen. Zwischen 1986 und 1994 wurde die Kirche für acht Jahre geschlossen. Während dieser Zeit bekam sie eine neue Bedachung, alle geschnitzten Steinornamente wurden korrigiert und das Fresko und der Fußboden wurden auch restauriert. Während der Ausgrabung wurden die Spuren des Klosters, das für heute schon vollkommen verschwunden ist, am nordwestlichen Ende der Kirche gefunden. Das getrennte, stöckige Gebäude wurde von den Reformierten wahrscheinlich als Parochie benutzt, die mit der Kirche durch eine schmale Schutzmauer verbunden war. 

Während der Restaurierungsarbeiten der Kirche wurden der Kirchengarten und mehrere Teile der Schutzmauer aufgedeckt, die Umgebung der Kirche wurde zurechtgebracht und der innere Park ausgestaltet. 

Kuriositäten

  • Ein großer Teil der Bausteine der Kirche besteht aus Kalkstein und Sandstein, der aus dem Budaer-Gebirge hierher geliefert wurde. Es war möglich, weil die Donau versumpfte und ihr ausgetrocknetes Strombett war noch im 13. Jahrhundert schiffbar. So konnten die riesigen Steine aus den Budaer Gruben auf dem Wasser geliefert werden.  
  • Im inneren Teil der Kirche wechseln sich die romanischen und gotischen Säule und Stilelemente. Eines von den zwei Seitenschiffen wurde in romanischem, das andere in gotischem Stil gebaut. Zugleich können dank der Renovierung im 18. Jahrhundert sogar barocke Elemente am Balkon und an der Kanzel entdeckt werden. 
  • Im Jahr 1995 wurde die reformierte Denkmalkirche von Ócsa mit dem Preis Europa Nostra ausgezeichnet, weil sie genau und umsichtig, nach dem ursprünglichen Zustand rekonstruert wurde.  
  • Zwischen 2009 und 2010 wurde die achtfolgige Fernsehserie in Ócsa gedreht, die aufgrund des Romans von Ken Follet "Die Säulen der Erde" gemacht wurde.   
  • Eines der bekanntesten, ungarischen Gedenken der Prämonstratenser ist die Kirche(ruine) in Zsámbék, die ungefähr gleichzeitig mit der Kirche von Ócsa gebaut wurde. 

Öffnungszeiten

Über die Öffnungszeiten können Sie sich am Ort informieren!

Preise:

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Profilbild von Zsuzsa Lévai
Autor
Zsuzsa Lévai
Aktualisierung: 02.02.2021

Öffentliche Verkehrsmittel

  • Aus den Bussen, die von Budapest, Népliget verkehren, sollen wir an der Haltestelle Ócsa, városháza aussteigen.

Anfahrt

  • Von dem Parkplatz und der Haltestelle sollen wir ein wenig bis zur Kreuzung der Kiss János Straße weiterspazieren, dann rechts biegen und da können wir schon die Kirche sehen (kb. 150 m).

Parken

  • Wir können in Ócsa vor dem Gebäude von Tourinform und der Selbstverwaltung parken. 

Koordinaten

DG
47.289728, 19.227088
GMS
47°17'23.0"N 19°13'37.5"E
UTM
34T 365945 5238885
w3w 
///ackerbau.anstiege.eulen
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